Los 720
Curt Corrinth. - Teilnachlass. Bücher, Typoskripte, Briefe und Fotos.
Schätzpreis
€ 5.000
Ausrufpreis
€ 3.300
Los:
720
Kategorie:
Manuskripte und Autographen
Curt Corrinth. Teilnachlass mit Typoskripten, Briefen, Fotos, Dokumenten und gedruckten Ausgaben.
(Teils sichtbare Alters- und Gebrauchsspuren, wenige Defekte. Papier- und lagerungsbedingte Schäden.)
Curt Corrinth (Lennep 1894-1960 Berlin-Pankow) zählt zu den weniger bekannten expressionistischen Schriftstellern.
Aus dem Besitz einer Verwandten und Vertrauten können Typoskripte, Briefe, Fotos und Buchausgaben angeboten werden. Eine Datierung der vorhandenen Typoskripte ist meist nicht möglich. Auch lässt sich oft nicht feststellen, ob und wo die Texte veröffentlicht wurden. Die vielen Ortswechsel und Fluchtgeschichten haben wohl auch dazu geführt, dass Vieles verloren ging.
Aus vermögenden Verhältnissen stammend, studierte Corrinth in Bonn Philosophie und Kunstgeschichte. Kriegsbegeistert wie viele seiner Alterskollegen meldet er sich 1915 als Freiwilliger. Nach einer Verwundung und nach seinen Erlebnissen an der Front wird er zum Kriegsgegner. Ab 1917 arbeitete er als Redakteur und freier Schriftsteller in Berlin. Er hält Kontakt zu vielen anderen expressionistischen Schriftstellern und beschäftigt sich intensiv mit der Literatur. Nach seiner Heirat mit Gertrud Brosche verbringt er einen Teil des Jahres in der Heimat seiner Frau in Löwenberg (Schlesien). Hier baut er sich eine umfangreiche Privatbibliothek auf, die er später bei seiner Flucht zurücklassen muss. Nach dem 2. Weltkrieg eröffnet er eine kleine Buchhandlung in Leichlingen, die nicht sehr einträglich ist. Aus diesem Grund übersiedelt er 1955 nach Ost-Berlin. Hier findet er dank früherer Kontakte bessere Arbeitsmöglichkeiten.
Vgl. K.-W. Schmidt: Revolte, Geschlechterkampf und Gesellschaftsutopie. Ffm., Bern u. a.1988; SS. 263 ff. - Die bei Schmidt beschriebenen Typoskripte und Dokumente können hier zum größten Teil angeboten werden.
Typoskripte auf Durchschlagpapier, teils mit hs. Korrekturen:
- Die Schicksalsmelodie. Roman einer Kameradschaft. Titel, Bl.1, 3-218 (Bl. 2 wohl irrtümlich ausgelassen). Vgl. WG 2,17.
- Jagd auf Barbara. Roman um einen Kriminalfall. Typoskript, Titel,135 Bll. (Dazu Abdruck in der Unterhaltungsbeilage zu 'Mode und Heim'. 1937/38; 17 Teile).
- Der Schmuck der Helena. Kinderhörspiel. Sendung am 26.3.1958. Typoskript. 20 Bll.
- Bettina. (Drehbuch?). Typoskript. 111 Bll.
- Alt- Wuppertaler Literatur-Erinnerungen. Typoskript. 25 Bll.
- Das Hochstaplerspiel. In drei Akten. Manuskript für die Bühnen. Hamburg, Die Rampe. 74 Bll. + Dazu Exposé 12 Bll.
- Das Herz des Feindes. Roman. Typoskript. 250 Bll. - Mit Begleitschreiben vom Lektorat II des Verlags der Nationen Berlin (1958) mit der Bitte um Umarbeitung.
- Versuchungen in Hangelstedt. Roman. Fotokopie eines Typoskripts. 279 Bll. + Beilagen. Es handelt sich hier wohl um die Umarbeitung von: Herz der Finsternis.
- Drei Särge und zwei Schädel. Ein schauriges Kapitel zur Soziologie der Schiller-Verehrung. Typoskript. 7 Bll. + Beilage.
- Der letzte Gratulant. Eine Novelle um Goethe. Typoskript. 4 Bll.
- Himmel auf Erden. Typoskript. 2 Bll.
- Grüne Augen und gelbe Krawatte. Typoskript. 2 Bll.
- Rückkehr nach Wildwest. Typoskript. 2 Bll.
- Schicksale im Pfandhaus. Typoskript. 4 Bll.
- Der Weg nach Troja. Ein Schliemann-Roman. Typoskript. 195 Bll. (Stärkere Gebrauchsspuren).
Vervielfältigte Manuskripte für die Bühnen oder Filmstudios:
- Der Trojaner. Schauspiel in sieben Bildern. Manuskript für die Bühnen. Henschelverlag, Berlin(1954). - 2 verschied. Ausgaben.
- Der Smaragdring. Ein Spiel in acht Bildern. Manuskript für die Bühnen.
- Zwischenfall in Benrath. Drehbuch (mit Janos Veiczi) für VEB Studio für Spielfilme 1956.
und weitere.
Briefe:
- 15 Briefe an einen Jugendfreund 1908-16 von C. Corrinth
- 25 maschinenschriftliche Briefe und Briefkarten,1950-60 von C. Corrinth.
- Briefe von E. v. Naso an C. Corrinth.
- Brief von Agnes Miegel an C. Corrinth.
- Korrespondenz und Verlagsvertrag mit dem Henschelverlag in Berlin
Fotos:
Familienbilder mit Eltern, Mitschülern u. a., Offizielles Foto zum Abitur. Foto von C. Corrinth in seiner Bibliothek in Löwenberg
Verschiedene Dokumente:
Stammbuch, Ahnenpass, Studienbuch, Kommersbuch, Todesanzeige
Gedruckte Veröffentlichungen:
12 verschieden gedruckte Ausgaben, teils in mehreren Exemplaren und Nachdrucken (Teils starke Altersspuren und Defekte).
(Teils sichtbare Alters- und Gebrauchsspuren, wenige Defekte. Papier- und lagerungsbedingte Schäden.)
Curt Corrinth (Lennep 1894-1960 Berlin-Pankow) zählt zu den weniger bekannten expressionistischen Schriftstellern.
Aus dem Besitz einer Verwandten und Vertrauten können Typoskripte, Briefe, Fotos und Buchausgaben angeboten werden. Eine Datierung der vorhandenen Typoskripte ist meist nicht möglich. Auch lässt sich oft nicht feststellen, ob und wo die Texte veröffentlicht wurden. Die vielen Ortswechsel und Fluchtgeschichten haben wohl auch dazu geführt, dass Vieles verloren ging.
Aus vermögenden Verhältnissen stammend, studierte Corrinth in Bonn Philosophie und Kunstgeschichte. Kriegsbegeistert wie viele seiner Alterskollegen meldet er sich 1915 als Freiwilliger. Nach einer Verwundung und nach seinen Erlebnissen an der Front wird er zum Kriegsgegner. Ab 1917 arbeitete er als Redakteur und freier Schriftsteller in Berlin. Er hält Kontakt zu vielen anderen expressionistischen Schriftstellern und beschäftigt sich intensiv mit der Literatur. Nach seiner Heirat mit Gertrud Brosche verbringt er einen Teil des Jahres in der Heimat seiner Frau in Löwenberg (Schlesien). Hier baut er sich eine umfangreiche Privatbibliothek auf, die er später bei seiner Flucht zurücklassen muss. Nach dem 2. Weltkrieg eröffnet er eine kleine Buchhandlung in Leichlingen, die nicht sehr einträglich ist. Aus diesem Grund übersiedelt er 1955 nach Ost-Berlin. Hier findet er dank früherer Kontakte bessere Arbeitsmöglichkeiten.
Vgl. K.-W. Schmidt: Revolte, Geschlechterkampf und Gesellschaftsutopie. Ffm., Bern u. a.1988; SS. 263 ff. - Die bei Schmidt beschriebenen Typoskripte und Dokumente können hier zum größten Teil angeboten werden.
Typoskripte auf Durchschlagpapier, teils mit hs. Korrekturen:
- Die Schicksalsmelodie. Roman einer Kameradschaft. Titel, Bl.1, 3-218 (Bl. 2 wohl irrtümlich ausgelassen). Vgl. WG 2,17.
- Jagd auf Barbara. Roman um einen Kriminalfall. Typoskript, Titel,135 Bll. (Dazu Abdruck in der Unterhaltungsbeilage zu 'Mode und Heim'. 1937/38; 17 Teile).
- Der Schmuck der Helena. Kinderhörspiel. Sendung am 26.3.1958. Typoskript. 20 Bll.
- Bettina. (Drehbuch?). Typoskript. 111 Bll.
- Alt- Wuppertaler Literatur-Erinnerungen. Typoskript. 25 Bll.
- Das Hochstaplerspiel. In drei Akten. Manuskript für die Bühnen. Hamburg, Die Rampe. 74 Bll. + Dazu Exposé 12 Bll.
- Das Herz des Feindes. Roman. Typoskript. 250 Bll. - Mit Begleitschreiben vom Lektorat II des Verlags der Nationen Berlin (1958) mit der Bitte um Umarbeitung.
- Versuchungen in Hangelstedt. Roman. Fotokopie eines Typoskripts. 279 Bll. + Beilagen. Es handelt sich hier wohl um die Umarbeitung von: Herz der Finsternis.
- Drei Särge und zwei Schädel. Ein schauriges Kapitel zur Soziologie der Schiller-Verehrung. Typoskript. 7 Bll. + Beilage.
- Der letzte Gratulant. Eine Novelle um Goethe. Typoskript. 4 Bll.
- Himmel auf Erden. Typoskript. 2 Bll.
- Grüne Augen und gelbe Krawatte. Typoskript. 2 Bll.
- Rückkehr nach Wildwest. Typoskript. 2 Bll.
- Schicksale im Pfandhaus. Typoskript. 4 Bll.
- Der Weg nach Troja. Ein Schliemann-Roman. Typoskript. 195 Bll. (Stärkere Gebrauchsspuren).
Vervielfältigte Manuskripte für die Bühnen oder Filmstudios:
- Der Trojaner. Schauspiel in sieben Bildern. Manuskript für die Bühnen. Henschelverlag, Berlin(1954). - 2 verschied. Ausgaben.
- Der Smaragdring. Ein Spiel in acht Bildern. Manuskript für die Bühnen.
- Zwischenfall in Benrath. Drehbuch (mit Janos Veiczi) für VEB Studio für Spielfilme 1956.
und weitere.
Briefe:
- 15 Briefe an einen Jugendfreund 1908-16 von C. Corrinth
- 25 maschinenschriftliche Briefe und Briefkarten,1950-60 von C. Corrinth.
- Briefe von E. v. Naso an C. Corrinth.
- Brief von Agnes Miegel an C. Corrinth.
- Korrespondenz und Verlagsvertrag mit dem Henschelverlag in Berlin
Fotos:
Familienbilder mit Eltern, Mitschülern u. a., Offizielles Foto zum Abitur. Foto von C. Corrinth in seiner Bibliothek in Löwenberg
Verschiedene Dokumente:
Stammbuch, Ahnenpass, Studienbuch, Kommersbuch, Todesanzeige
Gedruckte Veröffentlichungen:
12 verschieden gedruckte Ausgaben, teils in mehreren Exemplaren und Nachdrucken (Teils starke Altersspuren und Defekte).