Los 946
S. Guggenheim (Hrsg.), Aus den Gebeten Israels. Offenbach 1948.
Schätzpreis
€ 200
Ausrufpreis
€ 140
Los:
946
Kategorie:
Literatur des 20. Jahrhunderts
Guggenheim, Siegfried (Hrsg.): Aus den Gebeten Israels. Frankfurt am Main: Bauer 1948. 26,5 x 19,3 cm. 38 SS., 1 Bl. OrUmschlag in einem von S. Guggenheim in New York an Karl Kanka in Offenbach adressierten Postumschlag.
(Minimal bestoßen.)
Gedruckt in der von Berthold Wolpe entworfenen Hyperion auf Zerkall-Bütten. Der Text nach der für diesen Druck bereits 1938 angefertigten Übersetzung von Rabbiner Dr. Max Dienemann, Offenbach. - Von besonderem historischem Interesse ist die Provenienz des vorliegenden Exemplars. Die Juristen Siegfried Guggenheim und Karl Kanka waren in Offenbach zunächst eng beruflich verbunden und gründeten eine gemeinsame Sozietät. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme schloss sich Kanka zeitweise der SA an, möglicherweise auch in dem Versuch, sich selbst und seinen jüdischen Sozius Guggenheim vor zunehmender Verfolgung zu schützen. Guggenheim wurde 1938 nach seiner Deportation in das KZ Buchenwald nach wenigen Wochen wieder freigelassen und musste anschließend aus Deutschland fliehen. Bemerkenswert ist, dass die Verbindung zwischen beiden dennoch nicht abriss. Auch aus dem Exil in New York hielt Guggenheim nach dem Krieg den brieflichen Kontakt zu Kanka aufrecht und übersandte ihm den vorliegenden, 1948 erschienenen Druck.
(Minimal bestoßen.)
Gedruckt in der von Berthold Wolpe entworfenen Hyperion auf Zerkall-Bütten. Der Text nach der für diesen Druck bereits 1938 angefertigten Übersetzung von Rabbiner Dr. Max Dienemann, Offenbach. - Von besonderem historischem Interesse ist die Provenienz des vorliegenden Exemplars. Die Juristen Siegfried Guggenheim und Karl Kanka waren in Offenbach zunächst eng beruflich verbunden und gründeten eine gemeinsame Sozietät. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme schloss sich Kanka zeitweise der SA an, möglicherweise auch in dem Versuch, sich selbst und seinen jüdischen Sozius Guggenheim vor zunehmender Verfolgung zu schützen. Guggenheim wurde 1938 nach seiner Deportation in das KZ Buchenwald nach wenigen Wochen wieder freigelassen und musste anschließend aus Deutschland fliehen. Bemerkenswert ist, dass die Verbindung zwischen beiden dennoch nicht abriss. Auch aus dem Exil in New York hielt Guggenheim nach dem Krieg den brieflichen Kontakt zu Kanka aufrecht und übersandte ihm den vorliegenden, 1948 erschienenen Druck.