Los 947
(F. Heinrichsen), Aus einer Vortragsreihe über die Psalmen. Kalligraphierte Handschrift für Siegfried Guggenheim. Passau 1923.
Schätzpreis
€ 300
Ausrufpreis
€ 200
Los:
947
Kategorie:
Literatur des 20. Jahrhunderts
(Heinrichsen, Friedrich): Aus einer Vortragsreihe über die Psalmen. Kalligraphierte deutsche Handschrift auf Papier. Passau im Juni 1923. 16,4 x 12 cm. Mit 13 mehrzeiligen Initialen und aquarellierter Schlussvignette. 24 Bll. Handgeschöpfter Papierumschlag mit Japanbindung.
(Gering berieben und leicht bestoßen. Ein Blatt mit kleinem Loch im Außenrand. Vereinzelt minimal stockfleckig. 3 Textstellen mit Textkorrekturen.)
Kalligraphierte Niederschrift von Auszügen aus einer im Winter 1922 im Verein für jüdische Geschichte und Literatur zu Offenbach am Main gehaltenen Vortragsreihe über die Psalmen. Dem Offenbacher Anwalt und Kunstsammler Siegfried Guggenheim anlässlich seines 50. Geburtstages von Rabbiner Dienemann gewidmet. - Die Handschrift ist auf dem letzten Blatt mit einem Monogramm („FH“) versehen. Dieses weist eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit dem Monogramm des Kalligraphen Friedrich Heinrichsen (1901-1980) auf, wobei es sich möglicherweise um eine frühe, bislang nicht sicher dokumentierte Form desselben handeln könnte. Eine Zuschreibung an Heinrichsen ist naheliegend, lässt sich aufgrund des Monogramms allein jedoch nicht mit letzter Sicherheit belegen. Für eine solche Einordnung spricht der biographische und zeitgeschichtliche Zusammenhang: Siegfried Guggenheim gehörte zu den wichtigen Förderern Rudolf Kochs und seines Schülerkreises. Heinrichsen arbeitete ab 1924 als erster Assistent Kochs in dessen Meisterwerkstatt in Offenbach. Die auf Juni 1923 datierte Arbeit wäre somit, sofern die Zuschreibung zutrifft, in die Zeit unmittelbar vor Heinrichsens Eintritt in Kochs Werkstatt zu setzen. Der Entstehungsort Passau lässt sich möglicherweise dadurch erklären, dass Heinrichsen, der in Passau geboren wurde, die Arbeit während eines Aufenthalts bei seinen Eltern ausführte. Auch dieser Zusammenhang bleibt jedoch hypothetisch. Sollte sich die Zuschreibung an Heinrichsen bestätigen, wäre die vorliegende Handschrift als ein frühes Beispiel seiner kalligraphischen Arbeit von besonderer Bedeutung. - Aus der Sammlung Siegfried Guggenheims. Exlibris auf dem vorderen Spiegel, daneben die Signatur „G Nr. IV. 11“ in schwarzer Tinte.
(Gering berieben und leicht bestoßen. Ein Blatt mit kleinem Loch im Außenrand. Vereinzelt minimal stockfleckig. 3 Textstellen mit Textkorrekturen.)
Kalligraphierte Niederschrift von Auszügen aus einer im Winter 1922 im Verein für jüdische Geschichte und Literatur zu Offenbach am Main gehaltenen Vortragsreihe über die Psalmen. Dem Offenbacher Anwalt und Kunstsammler Siegfried Guggenheim anlässlich seines 50. Geburtstages von Rabbiner Dienemann gewidmet. - Die Handschrift ist auf dem letzten Blatt mit einem Monogramm („FH“) versehen. Dieses weist eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit dem Monogramm des Kalligraphen Friedrich Heinrichsen (1901-1980) auf, wobei es sich möglicherweise um eine frühe, bislang nicht sicher dokumentierte Form desselben handeln könnte. Eine Zuschreibung an Heinrichsen ist naheliegend, lässt sich aufgrund des Monogramms allein jedoch nicht mit letzter Sicherheit belegen. Für eine solche Einordnung spricht der biographische und zeitgeschichtliche Zusammenhang: Siegfried Guggenheim gehörte zu den wichtigen Förderern Rudolf Kochs und seines Schülerkreises. Heinrichsen arbeitete ab 1924 als erster Assistent Kochs in dessen Meisterwerkstatt in Offenbach. Die auf Juni 1923 datierte Arbeit wäre somit, sofern die Zuschreibung zutrifft, in die Zeit unmittelbar vor Heinrichsens Eintritt in Kochs Werkstatt zu setzen. Der Entstehungsort Passau lässt sich möglicherweise dadurch erklären, dass Heinrichsen, der in Passau geboren wurde, die Arbeit während eines Aufenthalts bei seinen Eltern ausführte. Auch dieser Zusammenhang bleibt jedoch hypothetisch. Sollte sich die Zuschreibung an Heinrichsen bestätigen, wäre die vorliegende Handschrift als ein frühes Beispiel seiner kalligraphischen Arbeit von besonderer Bedeutung. - Aus der Sammlung Siegfried Guggenheims. Exlibris auf dem vorderen Spiegel, daneben die Signatur „G Nr. IV. 11“ in schwarzer Tinte.