Los 33
Biblia germanica. - Biblia oder die ganze Hl. Schrift. 4 Tle. in 1 Bd. Illustr. v. M. Merian. Frankfurt a. M. 1704.
Schätzpreis
€ 1.000
Ausrufpreis
€ 650
Zuschlag
€ 1.500
Los:
33
Kategorie:
Geschichte, Kulturgeschichte und Varia
Biblia germanica. - Biblia, Das ist, Die gantze Heilige Schrifft Alten und Neuen Testaments. Verteutscht durch D. Martin Luther. 4 Tle. in 1 Bd. Frankfurt am Main: J. P. Andreä für Merians Erben 1704. Mit 2 (von 3) gest. Kupfertiteln und 232 Textkupfern. 22 Bll., 675 SS.; 264; 182; 328 SS. Blindgepr. Ldr. über schweren Holzdeckeln auf 5 Bünden mit goldgepr. Rt. Buchdeckel mit Streicheisenfileten, blindgepr. ornamentalen Bordüren, Porträtrollenstempeln, 6 (von 8) massiven Messing-Eckbeschlägen mit Porträtmedaillons, Messingschließen an Lederbändern und je Deckel ein zentral angebrachter, figurativer Messingbeschlag mit der Darstellung Jesu bzw. Moses.
(Gelenke, Rücken und Kanten berieben. Schließen mit Bezugsfehlstellen. Es fehlt der Kupfertitel von Tl. 1. Drucktitel von Tl. 1 fleckig und wasserrandig. Tl. 1 mit schwächer werdendem Wasser- bzw. Braunfleck. Die Tle. 3 und 4 im weißen Oberrand schwach wasserrandig. Tl. 4 zudem mit durchgängigem zentralen, aber unauffälligen Wasserfleck; ab S. 200 stärker wasser- bzw. braunfleckig. Seite 9 des 2. Teils mit kleinem Einriss im Unterrand. Insgesamt mäßige Altersspuren und wenige kleine Papierläsuren. Die überwiegend in sauberen und schwarzen Abdrucken vorliegenden Kupfer stellenweise durch Wasserflecken etwas getrübt.)
Wüthrich III, S. 18. Schmidt S. 304 ff. VD18 11096268. - Zweite Folioausgabe der berühmten Merianbibel in aufwendigem Einband. - Die Merianbibel „ist in Süddeutschland, Basel und dem Elsaß wohl die verbreitetste deutsche illustrierte Bibel gewesen, vorab in vermöglicheren Familien [...] sie leitet sehr früh das Zeitalter des Kupferstichs in der Bibelillustration ein, die immer weiter weg vom reformatorischen Zweck der Bibelbilder zum rein Darstellerisch-Künstlerischen führte [...] Die Leistung Matthäus Merians als Vermittler der Kenntnis und Anschauung der biblischen Geschichten ist sehr groß und wurde durch keinen der späteren Illustratoren übertroffen, kaum erreicht“ (Schmidt).
(Gelenke, Rücken und Kanten berieben. Schließen mit Bezugsfehlstellen. Es fehlt der Kupfertitel von Tl. 1. Drucktitel von Tl. 1 fleckig und wasserrandig. Tl. 1 mit schwächer werdendem Wasser- bzw. Braunfleck. Die Tle. 3 und 4 im weißen Oberrand schwach wasserrandig. Tl. 4 zudem mit durchgängigem zentralen, aber unauffälligen Wasserfleck; ab S. 200 stärker wasser- bzw. braunfleckig. Seite 9 des 2. Teils mit kleinem Einriss im Unterrand. Insgesamt mäßige Altersspuren und wenige kleine Papierläsuren. Die überwiegend in sauberen und schwarzen Abdrucken vorliegenden Kupfer stellenweise durch Wasserflecken etwas getrübt.)
Wüthrich III, S. 18. Schmidt S. 304 ff. VD18 11096268. - Zweite Folioausgabe der berühmten Merianbibel in aufwendigem Einband. - Die Merianbibel „ist in Süddeutschland, Basel und dem Elsaß wohl die verbreitetste deutsche illustrierte Bibel gewesen, vorab in vermöglicheren Familien [...] sie leitet sehr früh das Zeitalter des Kupferstichs in der Bibelillustration ein, die immer weiter weg vom reformatorischen Zweck der Bibelbilder zum rein Darstellerisch-Künstlerischen führte [...] Die Leistung Matthäus Merians als Vermittler der Kenntnis und Anschauung der biblischen Geschichten ist sehr groß und wurde durch keinen der späteren Illustratoren übertroffen, kaum erreicht“ (Schmidt).