Los 163
H. de Frimaria, Passio Domini litteraliter & moraliter explanata. Oppenheim (um 1515).
Schätzpreis
€ 300
Ausrufpreis
€ 200
Zuschlag
€ 600
Los:
163
Kategorie:
Alte Drucke bis 1600
Künstler*in:
Henricus de Frimaria
Henricus de Frimaria: Passio Domini litteraliter & moraliter explanata. Oppenheim: (J. Köbel um 1515). 17,2 x 12,2 cm. Mit Titelholzschnitt, Titelbordüre, 20 Textholzschnitten und 9 Hz.-Initialen. 16 Bll. Mod. Pgt. mit hs. Rt.
(Gering berieben. Restauriertes Exemplar mit Blattergänzungen und -verstärkungen. Außenrand fast durchgehend brüchig und mit Ausbesserungen, dadurch geringer Verlust im rechten Teil der Titelbordüre und in einem der kleinen Holzschnitte verso. Titelholzschnitt und 3 Textholzschnitte verso blassrot ankoloriert. Das letzte Blatt mit kleinem Einriss im w. Unterrand.)
VD16 H 2110. Panzer VII, 492, 27 u. IX, 551, 27. Benzing, Köbel 39 (Abb. 6). - Seltener, wegen seines Buchschmucks gelobter Druck aus der ersten Offizin Oppenheims. Die vierteilige, in Metall geschnittene Titelbordüre hat die Einfassung des Regiomontanschen Kalenders (Venedig, Erhard Ratdolt 1476) zum Vorbild. „Für die 20 Schnitte dieses Druckes finden sich Anklänge bei den Urs-Graf-Schnitten der kleinen Passion (Straßburg 1507); auch die Kreuzabnahme des Titelholzschnittes des Henricus de Vrimaria erinnert an Urs Graf oder den südwestdeutschen Holzschnittstil der Zeit“ (Benzing, Köbel, S. 10 f.). Der Druck wurde lange als Inkunabel angesehen (siehe Hain 7123 und Goff H 51). - Der Augustiner Heinrich von Friemar (1245-1340) studierte in Paris und lehrte an der Erfurter Universität. „In seiner philosophisch-theologischen Lehre ist er an Thomas von Aquin und dem Augustiner Jakobus von Viterbo orientiert. Seine Darstellung zeichnet sich aus durch Klarheit und Gründlichkeit wie auch durch Maßhalten in der Polemik. [Seine Schriften] sind zum Teil ins Hoch- und Niederdeutsche übersetzt worden und haben einen spürbaren Einfluß auf das religiöse Leben des deutschen Spätmittelalters ausgeübt“ (NDB VIII, 408).
(Gering berieben. Restauriertes Exemplar mit Blattergänzungen und -verstärkungen. Außenrand fast durchgehend brüchig und mit Ausbesserungen, dadurch geringer Verlust im rechten Teil der Titelbordüre und in einem der kleinen Holzschnitte verso. Titelholzschnitt und 3 Textholzschnitte verso blassrot ankoloriert. Das letzte Blatt mit kleinem Einriss im w. Unterrand.)
VD16 H 2110. Panzer VII, 492, 27 u. IX, 551, 27. Benzing, Köbel 39 (Abb. 6). - Seltener, wegen seines Buchschmucks gelobter Druck aus der ersten Offizin Oppenheims. Die vierteilige, in Metall geschnittene Titelbordüre hat die Einfassung des Regiomontanschen Kalenders (Venedig, Erhard Ratdolt 1476) zum Vorbild. „Für die 20 Schnitte dieses Druckes finden sich Anklänge bei den Urs-Graf-Schnitten der kleinen Passion (Straßburg 1507); auch die Kreuzabnahme des Titelholzschnittes des Henricus de Vrimaria erinnert an Urs Graf oder den südwestdeutschen Holzschnittstil der Zeit“ (Benzing, Köbel, S. 10 f.). Der Druck wurde lange als Inkunabel angesehen (siehe Hain 7123 und Goff H 51). - Der Augustiner Heinrich von Friemar (1245-1340) studierte in Paris und lehrte an der Erfurter Universität. „In seiner philosophisch-theologischen Lehre ist er an Thomas von Aquin und dem Augustiner Jakobus von Viterbo orientiert. Seine Darstellung zeichnet sich aus durch Klarheit und Gründlichkeit wie auch durch Maßhalten in der Polemik. [Seine Schriften] sind zum Teil ins Hoch- und Niederdeutsche übersetzt worden und haben einen spürbaren Einfluß auf das religiöse Leben des deutschen Spätmittelalters ausgeübt“ (NDB VIII, 408).