Los 167
Jacobus de Voragine, Legenda aurea sanctorum. Köln 1482.
Schätzpreis
€ 5.000
Ausrufpreis
€ 3.500
Los:
167
Kategorie:
Alte Drucke bis 1600
Legenda aurea sanctorum. 27,5 x 20 cm. 1 w. Bl., CCLXXIX (recte 280) num. Bll. Restauriertes braunes Ldr. mit spätgotischer Blindprägung auf 3 Bünden mit hs. Rs. und 2 messingbeschlagenen Lederschließen in Pp.-Schuber.
((Einband restauriert; Rücken erneuert. Berieben. Schließen und Vorsätze erneuert. Die fliegenden Vorsatzblätter, je 1 vollständig erhaltenes Doppelblatt in Quarto, stammen aus einer Pergamenthandschrift des 12./13. Jahrhunderts (Bernhard von Clairvaux; Incipit: „Scribere me aliquid et devotio iubet..."). Hinterer freier Vorsatz löchrig. Das erste weiße Blatt stark gebräunt und fleckig; mit Exlibris von Lacoste mit der Devise „Torcular calcavi solus“ für den Inkunabelsammler John Patrick Auguste Madden (1808-1889) und gestempelter Inventarnummer. Blatt I mit hs. Besitzvermerk „Bibliotheca Blanquenheimiensis". Erste 12 Blatt im w. Rand wurmstichig. Letzte 30 Blatt gering wurmstichig. Ab Lage D8 bis zum Schluss 1 Wurmloch im Textspiegel mit Buchstabenverlusten. Die Lagen a1-a8 im Kopf- und Außensteg stärker feuchtfleckig. Die Blätter LVI, CIII, CXXXVII, CXLVIII und CLXIIII mit kleinen Einrissen im Fußsteg. Blatt LXVII und LXIX mit Fehlstelle im Außensteg. Blatt LXVIII mit hinterlegter Feh)
Jacobus de Voragine: Legenda aurea sanctorum. Köln: [U. Zell] 19. Mai 1482. 27,5 x 20 cm. 1 w. Bl., CCLXXIX (recte 280) num. Bll. Restauriertes braunes Ldr. mit spätgotischer Blindprägung auf 3 Bünden mit hs. Rs. und 2 messingbeschlagenen Lederschließen in Pp.-Schuber.
(Einband restauriert; Rücken erneuert. Schließen und Vorsätze erneuert. Berieben. Die fliegenden Vorsatzblätter, je 1 vollständig erhaltenes Doppelblatt in Quarto, stammen aus einer Pergamenthandschrift des 12./13. Jahrhunderts (Bernhard von Clairvaux; Incipit: „Scribere me aliquid et devotio iubet...“). Hinterer freier Vorsatz löchrig. Das erste weiße Blatt stark gebräunt und fleckig; mit Exlibris von Lacoste mit der Devise „Torcular calcavi solus“ für den Inkunabelsammler John Patrick Auguste Madden (1808-1889) und gestempelter Inventarnummer. Blatt I mit hs. Besitzvermerk „Bibliotheca Blanquenheimiensis“. Erste 12 Blatt im w. Rand wurmstichig. Letzte 30 Blatt gering wurmstichig. Ab Lage D8 bis zum Schluss 1 Wurmloch im Textspiegel mit Buchstabenverlusten. Die Lagen a1-a8 im Kopf- und Außensteg stärker feuchtfleckig. Die Blätter LVI, CIII, CXXXVII, CXLVIII und CLXIIII mit kleinen Einrissen im Fußsteg. Blatt LXVII und LXIX mit Fehlstelle im Außensteg. Blatt LXVIII mit hinterlegter Fehlstelle im Außensteg. Blätter XCII bis XCV mit minimaler Papierläsur im Fußsteg. Das letzte Blatt an den Rändern hinterlegt. Durchgehend feuchtwellig und gebräunt. Mit wenigen Unterstreichungen und Marginalien von alter Hand in Tinte. Vereinzelt stärker alters- und gebrauchsfleckig.)
BMC I, 436. Copinger 6428. Goff J-102. GW 14003. ISTC ij00102000. Polain (B) 2195. Voulliéme, Köln 622. - Die sechste Kölner Ausgabe der Heiligenlegenden des Jacobus von Voragine (1228-1298). In zweispaltigem Druck mit 49 Zeilen und Kolumnentiteln bei Ulrich Zell erschienen. - Da das Werk des Dominikaners und Erzbischofs von Genua in simplem Latein und einfachem Erzählstil verfasst war, entwickelte es sich rasch zu einer Art Volksbuch, erlangte weite Verbreitung durch volkssprachliche Übersetzungen und diente als Vorbild späterer Heiligenlegenden. Die ursprünglich 182 Traktakte zu Kirchenfesten und Hagiographie umfassende, nach dem Verlauf des Kirchenjahres gegliederte Sammlung stellte neben den Martyrologien über Jahrhunderte eine der wichtigsten Quellen der Heiligenverehrung dar. Es gehen nicht nur Gebete und Andachtsformen auf sie zurück, sondern auch die für die Ikonographie wichtigen Heiligenattribute leiten sich vorrangig aus ihr ab - ungeachtet der schon vom Autor selbst geäußerten Zweifel hinsichtlich der Glaubwürdigkeit seiner Quellen. Auch viele Motive und Themen der Bildenden Kunst wären ohne die bereits zu Lebzeiten des Genueser Erzbischofs oft abgeschriebene Legenda aurea sanctorum nicht zu verstehen.
((Einband restauriert; Rücken erneuert. Berieben. Schließen und Vorsätze erneuert. Die fliegenden Vorsatzblätter, je 1 vollständig erhaltenes Doppelblatt in Quarto, stammen aus einer Pergamenthandschrift des 12./13. Jahrhunderts (Bernhard von Clairvaux; Incipit: „Scribere me aliquid et devotio iubet..."). Hinterer freier Vorsatz löchrig. Das erste weiße Blatt stark gebräunt und fleckig; mit Exlibris von Lacoste mit der Devise „Torcular calcavi solus“ für den Inkunabelsammler John Patrick Auguste Madden (1808-1889) und gestempelter Inventarnummer. Blatt I mit hs. Besitzvermerk „Bibliotheca Blanquenheimiensis". Erste 12 Blatt im w. Rand wurmstichig. Letzte 30 Blatt gering wurmstichig. Ab Lage D8 bis zum Schluss 1 Wurmloch im Textspiegel mit Buchstabenverlusten. Die Lagen a1-a8 im Kopf- und Außensteg stärker feuchtfleckig. Die Blätter LVI, CIII, CXXXVII, CXLVIII und CLXIIII mit kleinen Einrissen im Fußsteg. Blatt LXVII und LXIX mit Fehlstelle im Außensteg. Blatt LXVIII mit hinterlegter Feh)
Jacobus de Voragine: Legenda aurea sanctorum. Köln: [U. Zell] 19. Mai 1482. 27,5 x 20 cm. 1 w. Bl., CCLXXIX (recte 280) num. Bll. Restauriertes braunes Ldr. mit spätgotischer Blindprägung auf 3 Bünden mit hs. Rs. und 2 messingbeschlagenen Lederschließen in Pp.-Schuber.
(Einband restauriert; Rücken erneuert. Schließen und Vorsätze erneuert. Berieben. Die fliegenden Vorsatzblätter, je 1 vollständig erhaltenes Doppelblatt in Quarto, stammen aus einer Pergamenthandschrift des 12./13. Jahrhunderts (Bernhard von Clairvaux; Incipit: „Scribere me aliquid et devotio iubet...“). Hinterer freier Vorsatz löchrig. Das erste weiße Blatt stark gebräunt und fleckig; mit Exlibris von Lacoste mit der Devise „Torcular calcavi solus“ für den Inkunabelsammler John Patrick Auguste Madden (1808-1889) und gestempelter Inventarnummer. Blatt I mit hs. Besitzvermerk „Bibliotheca Blanquenheimiensis“. Erste 12 Blatt im w. Rand wurmstichig. Letzte 30 Blatt gering wurmstichig. Ab Lage D8 bis zum Schluss 1 Wurmloch im Textspiegel mit Buchstabenverlusten. Die Lagen a1-a8 im Kopf- und Außensteg stärker feuchtfleckig. Die Blätter LVI, CIII, CXXXVII, CXLVIII und CLXIIII mit kleinen Einrissen im Fußsteg. Blatt LXVII und LXIX mit Fehlstelle im Außensteg. Blatt LXVIII mit hinterlegter Fehlstelle im Außensteg. Blätter XCII bis XCV mit minimaler Papierläsur im Fußsteg. Das letzte Blatt an den Rändern hinterlegt. Durchgehend feuchtwellig und gebräunt. Mit wenigen Unterstreichungen und Marginalien von alter Hand in Tinte. Vereinzelt stärker alters- und gebrauchsfleckig.)
BMC I, 436. Copinger 6428. Goff J-102. GW 14003. ISTC ij00102000. Polain (B) 2195. Voulliéme, Köln 622. - Die sechste Kölner Ausgabe der Heiligenlegenden des Jacobus von Voragine (1228-1298). In zweispaltigem Druck mit 49 Zeilen und Kolumnentiteln bei Ulrich Zell erschienen. - Da das Werk des Dominikaners und Erzbischofs von Genua in simplem Latein und einfachem Erzählstil verfasst war, entwickelte es sich rasch zu einer Art Volksbuch, erlangte weite Verbreitung durch volkssprachliche Übersetzungen und diente als Vorbild späterer Heiligenlegenden. Die ursprünglich 182 Traktakte zu Kirchenfesten und Hagiographie umfassende, nach dem Verlauf des Kirchenjahres gegliederte Sammlung stellte neben den Martyrologien über Jahrhunderte eine der wichtigsten Quellen der Heiligenverehrung dar. Es gehen nicht nur Gebete und Andachtsformen auf sie zurück, sondern auch die für die Ikonographie wichtigen Heiligenattribute leiten sich vorrangig aus ihr ab - ungeachtet der schon vom Autor selbst geäußerten Zweifel hinsichtlich der Glaubwürdigkeit seiner Quellen. Auch viele Motive und Themen der Bildenden Kunst wären ohne die bereits zu Lebzeiten des Genueser Erzbischofs oft abgeschriebene Legenda aurea sanctorum nicht zu verstehen.