Los 166

H. Holbein, Imagines mortis. Köln: Birckmann 1555.

Schätzpreis
€ 4.000
Ausrufpreis
€ 3.500
Los: 166
Kategorie: Alte Drucke bis 1600
Imagines mortis. His accesserunt epigrammata, è Gallico idiomate à Georgio Aemylio in Latinum translata. 14,2 x 8,7 cm. Mit 1 Hz.-Druckermarke und 53 Textholzschnitten v. Anton Silvius n. Hans Holbein. 2 w., 99 nn., 2 w. Bll. Hellbraunes Ldr. mit goldgepr. Deckelfileten und Eckfleurons, goldgepr. Rt., floraler Rv., Goldschnitt, Steh- und Innenkantenvergoldung.

((Gering berieben. Titel minimal im Kopfsteg eingerissen und mit verblichenen Besitzvermerken von alter Hand in brauner Tinte. Blatt H5 mit Marginalien von alter Hand. Stellenweise gering finger- und altersfleckig.))

[Holbein, Hans:] Imagines mortis. His accesserunt epigrammata, è Gallico idiomate à Georgio Aemylio in Latinum translata. Köln: A. Birckmanns Erben 1555. 14,2 x 8,7 cm. Mit 1 Hz.-Druckermarke und 53 Textholzschnitten v. Anton Silvius n. Hans Holbein. 2 w., 99 nn., 2 w. Bll. Hellbraunes Ldr. mit goldgepr. Deckelfileten und Eckfleurons, goldgepr. Rt., floraler Rv., Goldschnitt, Steh- und Innenkantenvergoldung.

(Gering berieben. Titel minimal im Kopfsteg eingerissen und mit verblichenen Besitzvermerken von alter Hand in brauner Tinte. Blatt H5 mit Marginalien von alter Hand. Stellenweise gering finger- und altersfleckig.)

Adams D 75. Brunet III, 257. Massmann S. 32 f. Merlo 801 ff. VD16 C 5282. - Erste Kölner Ausgabe. Basiert auf der Lyoner Ausgabe von Frellon 1547, enthält jedoch die spiegelverkehrt abgedruckten und etwas vergrößerten Holzschnitte von Anton Silvius, dessen Monogramm auf den Holzschnitten 15, 17, 18, 25 und 45 zu finden ist. Dieser erste Kölner Druck erfreute sich größter Beliebtheit, erlebte viele Auflagen mit sowohl lateinischem als auch deutschem Text und ist als ein solch sauberes Exemplar heute eine absolute Rarität. - Die kunsthistorische Bedeutung der von Hans Holbein vermutlich ab 1523 entworfenen, mehrfach verbotenen, aber stets neu aufgelegten Bildfolge von Sterbeszenen liegt nicht nur im Bruch mit ihren mittelalterlichen Vorbildern, sondern auch darin, dass jedes Blatt eine einzigartige Milieustudie darstellt und den Tod als nivellierendes Moment der ständischen Gesellschaft charakterisiert. Holbeins Holzschnitte wurden u. a. von Peter Paul Rubens kopiert und dienen heute noch als Inspiration in der Bildenden Kunst. - Neben den imagines mortis befinden sich 6 weitere Texte im Buch: Medicina animae (Die Medizin der Seele), Ratio et methodus consolandi periculose decumbentes (Der Trost der Kranken), Sermo de mortalitate (Sterbepredigt von Thascius Caecilius Cyprianus), Oratio ad deum, Oratio ad christum, De patientia & consummatione (Geduldspredigt von Johannes Chrysostomus). - Mit zwei ledernen und einem papiernen Exlibris auf dem vorderen Spiegel.