Los 247
Salbung Davids durch Samuel. Historisierte Initiale "F" aus Bibel (2. Samuel 1, 1-2). Manuskript auf Pergament. Südwestdeutschland(?), Mitte 12. Jh.
Schätzpreis
€ 20.000
Ausrufpreis
€ 14.000
Los:
247
Kategorie:
Salbung Davids durch Samuel. - Historisierte Initiale "F" aus einer Bibel. Ausgeschnittene Initiale, 282 x 144 mm. Handschrift auf Pergament, Zeichnung in schwarzer Feder und Deckfarben.
Rückseite eines ehemals zweispaltig beschriebenen Blattes mit Beginn des 2. Buchs Samuel, 1, 1-2. Randleisteninitiale F(ACTUM EST) mit Knickbandfüllung in Rot und Grün, im oberen Fe
Salbung Davids durch Samuel. - Historisierte Initiale "F" aus einer Bibel. Südwestdeutschland(?), Mitte des 12. Jhs.
Ausgeschnittene Initiale, 280 x 144 mm. Handschrift auf Pergament, Zeichnung in schwarzer Feder und Deckfarben.
Rückseite eines ehemals zweispaltig beschriebenen Blattes mit Beginn des 2. Buchs Samuel, 1, 1-2. Randleisteninitiale F(ACTUM EST) mit Knickbandfüllung in Rot und Grün, im oberen Feld die Darstellung der Salbung Davids durch Samuel in schwarzer Federzeichnung mit Deckfarben in Grün, Rot, Blau und Ocker. Links der Prophet Samuel, der den rechts mit geneigtem Haupt stehenden David mit der Linken aus einem hornförmigen Salbungsgefäß mit Salböl übergießt, die rechte Hand zum Segen erhoben. David, als junger Mann mit gekräuselter Frisur und Kinnbart dargestellt, hält in der linken Hand die Krone. Beide Personen sind durch senkrecht angeodnete Namen gekennzeichnet, zwischen ihnen ein herabhängendes Schriftband mit den Worten Samuels. Der Raum neben beiden Figuren ausgefüllt durch Fadenrankenornamente in Grün und Rot. Im unteren Teil der Initiale den Stamm begleitend ein Fadenrankenornament in gleicher Art, daneben zehn Zeilen Text. Die oberen beiden Zeilen mit dem in grüner und roter Farbe und großen ornamentierten Majuskeln ausgezeichneten Wort [F]ACTUM. Der Text in einer sehr ebenmäßig und sauberen romanischen Minuskel in brauner Tinte, die etwa in die Mitte bis in die zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts zu datieren ist. Auffällig ist am Rand in roter Schrift ein Querverweis auf "D[omini]ca ·[tertia]· l[ectio] ·[prima]·" (eine Lectio in einem Brevier?). - Die Rückseite der Initiale bildet die Rectoseite der Bibelhandschrift, deren Ausschnitt das Kapitel 30, 10-17 des 1. Buches Samuel enthält. - Nach der Textlücke ergibt sich eine Blattgröße der ehemaligen Handschrift von etwa 450 x 320 mm.
Eine in ihrer Ausstattung sehr ungewöhnliche Initiale von höchster Qualität, für die sich bis jetzt keine entsprechende Parallele in einer bekannten Handschrift finden ließ. Die Herkunft der Federzeichnung weist für den fraglichen Zeitraum am ehesten in den süddeutsch-österreichischen Raum, wo sich für deren Farbigkeit und Ornamentik allerdings kein Nachweis findet. Besonders das Fadenrankenornament scheint im 12. Jahrhunderts noch sehr selten zu sein. Ein Beispiel dafür bietet immerhin eine im Kloster Eberbach im Rheingau entstandene Initiale (Oxford, Bodleian Library MS. Laud Misc. 150). - Möglicherweise wird die Herkunft unseres Manuskripts in einem Kloster im Südwesten Deutschlands, vielleicht in in der Gegend des Mittel- oder Oberrheins zu suchen sein.
Provenienz: Aus der ehemaligen bedeutenden Kunstsammlung eines westdeutschen Industriellen. - Unsere Initiale, die wohl schon in den Dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts erworben wurde, war in der Sammlung verzeichnet als "Rheinisch, Mitte 12. Jhdt. (wohl Schule von Worms)".
Rückseite eines ehemals zweispaltig beschriebenen Blattes mit Beginn des 2. Buchs Samuel, 1, 1-2. Randleisteninitiale F(ACTUM EST) mit Knickbandfüllung in Rot und Grün, im oberen Fe
Salbung Davids durch Samuel. - Historisierte Initiale "F" aus einer Bibel. Südwestdeutschland(?), Mitte des 12. Jhs.
Ausgeschnittene Initiale, 280 x 144 mm. Handschrift auf Pergament, Zeichnung in schwarzer Feder und Deckfarben.
Rückseite eines ehemals zweispaltig beschriebenen Blattes mit Beginn des 2. Buchs Samuel, 1, 1-2. Randleisteninitiale F(ACTUM EST) mit Knickbandfüllung in Rot und Grün, im oberen Feld die Darstellung der Salbung Davids durch Samuel in schwarzer Federzeichnung mit Deckfarben in Grün, Rot, Blau und Ocker. Links der Prophet Samuel, der den rechts mit geneigtem Haupt stehenden David mit der Linken aus einem hornförmigen Salbungsgefäß mit Salböl übergießt, die rechte Hand zum Segen erhoben. David, als junger Mann mit gekräuselter Frisur und Kinnbart dargestellt, hält in der linken Hand die Krone. Beide Personen sind durch senkrecht angeodnete Namen gekennzeichnet, zwischen ihnen ein herabhängendes Schriftband mit den Worten Samuels. Der Raum neben beiden Figuren ausgefüllt durch Fadenrankenornamente in Grün und Rot. Im unteren Teil der Initiale den Stamm begleitend ein Fadenrankenornament in gleicher Art, daneben zehn Zeilen Text. Die oberen beiden Zeilen mit dem in grüner und roter Farbe und großen ornamentierten Majuskeln ausgezeichneten Wort [F]ACTUM. Der Text in einer sehr ebenmäßig und sauberen romanischen Minuskel in brauner Tinte, die etwa in die Mitte bis in die zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts zu datieren ist. Auffällig ist am Rand in roter Schrift ein Querverweis auf "D[omini]ca ·[tertia]· l[ectio] ·[prima]·" (eine Lectio in einem Brevier?). - Die Rückseite der Initiale bildet die Rectoseite der Bibelhandschrift, deren Ausschnitt das Kapitel 30, 10-17 des 1. Buches Samuel enthält. - Nach der Textlücke ergibt sich eine Blattgröße der ehemaligen Handschrift von etwa 450 x 320 mm.
Eine in ihrer Ausstattung sehr ungewöhnliche Initiale von höchster Qualität, für die sich bis jetzt keine entsprechende Parallele in einer bekannten Handschrift finden ließ. Die Herkunft der Federzeichnung weist für den fraglichen Zeitraum am ehesten in den süddeutsch-österreichischen Raum, wo sich für deren Farbigkeit und Ornamentik allerdings kein Nachweis findet. Besonders das Fadenrankenornament scheint im 12. Jahrhunderts noch sehr selten zu sein. Ein Beispiel dafür bietet immerhin eine im Kloster Eberbach im Rheingau entstandene Initiale (Oxford, Bodleian Library MS. Laud Misc. 150). - Möglicherweise wird die Herkunft unseres Manuskripts in einem Kloster im Südwesten Deutschlands, vielleicht in in der Gegend des Mittel- oder Oberrheins zu suchen sein.
Provenienz: Aus der ehemaligen bedeutenden Kunstsammlung eines westdeutschen Industriellen. - Unsere Initiale, die wohl schon in den Dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts erworben wurde, war in der Sammlung verzeichnet als "Rheinisch, Mitte 12. Jhdt. (wohl Schule von Worms)".