Los 246
Wolfgangslegende.- Vita divi Wolfgangi. Landshut 1516. / Davor: Gesta Romanorum. Venedig 1516.
Schätzpreis
€ 10.000
Ausrufpreis
€ 7.000
Los:
246
Kategorie:
Alte Drucke bis 1600
Incipit vita divi Wolfgangi praesulis eximij. 15 x 10 cm. Mit 52 (1 wh.) ganzseit. Texthz. 72 Bll. (letztes w.) Blindgepr. HLdr. über Hz.-deckeln mit einer Messingschließe.
((Etwas berieben und l. bestoßen. Bibliotheksschildchen am Rücken. Unbedeutende Altersspuren, Vorsatz u.Ttitel mit div. Besitzvermerken).)
Wolfgangslegende. - Incipit vita divi Wolfgangi praesulis eximij. Landshut: J. Weißenburger 22. Februar 1516. 15 x 10 cm. Mit 52 ganzseit. Textholzschnitten von 49 Stöcken (einer mehrfach wiederholt). 71 Bll. (v. 72; letztes w. Bl. fehlt. A-H8, J8-1).
Vorgebunden: Ex gestis romanorumn hystorie notabiles collecte de vicijs virtutibusque tractantes cum applicationibus moralisatis & mysticis. Venedig: G. Rusconi 26. April 1516. Mit Hz.-Druckermarke auf dem Titel. CXLIII, 9 nn. Bll.
Blindgepr. HLdr. über Holzdeckeln mit einer Messingschließe.
(Etwas berieben und l.bestoßen. Bibliotheksschildchen am Rücken. Meist nur unbedeutende Altersspuren, vereinzelt gebrauchsfleckig. Vorsatz u. Titel mit hs. Besitzvermerken).
(1) VD16 L 868. Schottenloher Nr. 31. - Reich illustrierte Lebensbeschreibung des Heiligen Wolfgang, mit allen Lebensstationen von der Taufe bis zum Tod, besonders ausführlich über die angeblichen Wunder während seines Aufenthalts am Wolfgangsee (Oberösterreich). Die Texte sind als Bildbeschreibungen konzipiert, die Ereignisse aus dem Leben des Heiligen darstellen. Am Ende finden sich Berichte über 9 Wunderheilungen die sich in St. Wolfgang in den Jahren 1511-1515 zugetragen haben. Die Schrift dürfte im Kloster Mondsee verfasst worden sein, um die Wallfahrt nach St. Wolfgang zu fördern. Die Texte, konzipiert als Bildbeschreibungen zu den Holzschnitten, beruhen überwiegend auf der Wolfgangsvita des Otloh von St. Emmeram. Auch die Holzschnitte könnten in dem genannten Kloster entstanden sein, denn dort wurden auch Heiligenbildchen für die Pilger gedruckt. Der Druck enthält auch Texte zur liturgischen Verehrung des Heiligen, vorangestellt ist ein Gedicht in 9 elegischen Distichen, Inc.: „Moribus ingenuis vera tum religione“. (Vgl. BAdW, Geschichtsquellen des deutschen Mittelalters).
(2) EDIT16 CNCE 75304. - Die beliebte spätmittelalterliche Exempelsammlung 'Gesta Romanorum', die seit der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts in wechselnder Gestalt verbreitet war, und in zahlreichen Ausgaben mit unterschiedlicher Anzahl der enthaltenen Kapitel sowie geistlich-allegorischen Auslegungen gedruckt wurde.
Mit drei Besitzeinträgen des 16. und 17. Jahrhunderts auf dem Titelblatt und im Impressum der Wolfgangslegende. Am Schluss Besitzermonogramm von Otto Schäfer, Schweinfurt (OS 1210); erworben 1980.
((Etwas berieben und l. bestoßen. Bibliotheksschildchen am Rücken. Unbedeutende Altersspuren, Vorsatz u.Ttitel mit div. Besitzvermerken).)
Wolfgangslegende. - Incipit vita divi Wolfgangi praesulis eximij. Landshut: J. Weißenburger 22. Februar 1516. 15 x 10 cm. Mit 52 ganzseit. Textholzschnitten von 49 Stöcken (einer mehrfach wiederholt). 71 Bll. (v. 72; letztes w. Bl. fehlt. A-H8, J8-1).
Vorgebunden: Ex gestis romanorumn hystorie notabiles collecte de vicijs virtutibusque tractantes cum applicationibus moralisatis & mysticis. Venedig: G. Rusconi 26. April 1516. Mit Hz.-Druckermarke auf dem Titel. CXLIII, 9 nn. Bll.
Blindgepr. HLdr. über Holzdeckeln mit einer Messingschließe.
(Etwas berieben und l.bestoßen. Bibliotheksschildchen am Rücken. Meist nur unbedeutende Altersspuren, vereinzelt gebrauchsfleckig. Vorsatz u. Titel mit hs. Besitzvermerken).
(1) VD16 L 868. Schottenloher Nr. 31. - Reich illustrierte Lebensbeschreibung des Heiligen Wolfgang, mit allen Lebensstationen von der Taufe bis zum Tod, besonders ausführlich über die angeblichen Wunder während seines Aufenthalts am Wolfgangsee (Oberösterreich). Die Texte sind als Bildbeschreibungen konzipiert, die Ereignisse aus dem Leben des Heiligen darstellen. Am Ende finden sich Berichte über 9 Wunderheilungen die sich in St. Wolfgang in den Jahren 1511-1515 zugetragen haben. Die Schrift dürfte im Kloster Mondsee verfasst worden sein, um die Wallfahrt nach St. Wolfgang zu fördern. Die Texte, konzipiert als Bildbeschreibungen zu den Holzschnitten, beruhen überwiegend auf der Wolfgangsvita des Otloh von St. Emmeram. Auch die Holzschnitte könnten in dem genannten Kloster entstanden sein, denn dort wurden auch Heiligenbildchen für die Pilger gedruckt. Der Druck enthält auch Texte zur liturgischen Verehrung des Heiligen, vorangestellt ist ein Gedicht in 9 elegischen Distichen, Inc.: „Moribus ingenuis vera tum religione“. (Vgl. BAdW, Geschichtsquellen des deutschen Mittelalters).
(2) EDIT16 CNCE 75304. - Die beliebte spätmittelalterliche Exempelsammlung 'Gesta Romanorum', die seit der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts in wechselnder Gestalt verbreitet war, und in zahlreichen Ausgaben mit unterschiedlicher Anzahl der enthaltenen Kapitel sowie geistlich-allegorischen Auslegungen gedruckt wurde.
Mit drei Besitzeinträgen des 16. und 17. Jahrhunderts auf dem Titelblatt und im Impressum der Wolfgangslegende. Am Schluss Besitzermonogramm von Otto Schäfer, Schweinfurt (OS 1210); erworben 1980.