Los 237
Martialis, [Epigrammata]. Aldus-Nachdruck o. O., Dr. u. J. Lyon, zwischen 1501 u. 1503.
Schätzpreis
€ 300
Ausrufpreis
€ 200
Los:
237
Kategorie:
Alte Drucke bis 1600
[Epigrammata]. 15,8 x 10,5 cm. 192 Bll. Blindgepr. Schweinsldr. über Holzdeckeln auf drei Bünden; die Deckel mit Rahmen aus bewohnter Rankenrolle mit Tieren (Hirsch, Adler, Hase u.a.), Blüten und Erdbeeren, im Mittelfeld senkrecht mittig dieselbe Rolle sowie an beiden Seiten außen eine Jagdroll
((Schließen und Schließbeschläge verloren, dadurch im Rückdeckel kl. Bezugsausbruch. Berieben. Zahlr. Marginalien, Unterstreichungen und Streichungen von Händen des 16. bis 18. Jhs. Titel mit mehreren Besitzvermerken des 16. bis 19. Jhs. und mit l. Fingerspuren.))
Martialis, Valerius: [Epigrammata]. o. O., Dr. u. J. [Lyon, zwischen 1501 und 1503]. 15,8 x 10,5 cm. 192 Bll.
Blindgepr. Schweinsldr. über Holzdeckeln auf drei Bünden; die Deckel mit Rahmen aus bewohnter Rankenrolle mit Tieren (Hirsch, Adler, Hase u.a.), Blüten und Erdbeeren, im Mittelfeld senkrecht mittig dieselbe Rolle sowie an beiden Seiten außen eine Jagdrolle mit Jäger, Hund und Netz (Schenke/Schunke II, 17 = Münnerstadt/Unterfranken).
(Schließen und Schließbeschläge verloren, dadurch im Rückdeckel kl. Bezugsausbruch. Berieben. Zahlr. Marginalien, Unterstreichungen und Streichungen von Händen des 16. bis 18. Jhs. Titel mit mehreren Besitzvermerken des 16. bis 19. Jhs. und mit l. Fingerspuren.)
Renouard, Alde, 306, 6. Brunet III, 1490. - Ein unberechtigter Nachdruck aus Lyon der 1501 bei Aldus Manutius in Venedig erschienenen Originalausgabe. Hier der 2. Nachdruck mit den teilw. ergänzten Passagen in griechischen Typen und den latein. Übersetzungen (Im ersten der beiden Varianten sind die griechischen Texte ausgelassen). - Aldus wehrt sich in einem offenen Brief von 1503 gegen die Nachdrucke seiner Werke. Besonders prangert er die Drucker von Lyon an, deren Nachahmungen seines Vergil, Horaz, Juvenal, Martial, Lucan und der römischen Elegiker Catullus, Tibullus, Propertius und Terence Fälschungen von schlechtester Qualität seien. „Die Schrift verrät bei näherer Betrachtung eine gewisse Französizität“, beklagte er, „ebenso wie die Großbuchstaben unförmig sind.“ Sie wurden auf fauligem Papier hergestellt, „von einem seltsamen Geruch“ und mit vielen Fehlern. Er gibt sich große Mühe, sie einzeln aufzulisten und die Unterschiede zwischen den gefälschten und den echten Texten zu vergleichen. Er liefert sogar eine Liste von Druckfehlern in den falschen Texten. „Ich habe diese Angaben gemacht“, schließt Aldus im Kolophon, „damit die zukünftigen Kunden nicht betrogen werden und die Möglichkeit haben, die fehlerhaften Fälschungen von den echten venezianischen Ausgaben zu unterscheiden.“
((Schließen und Schließbeschläge verloren, dadurch im Rückdeckel kl. Bezugsausbruch. Berieben. Zahlr. Marginalien, Unterstreichungen und Streichungen von Händen des 16. bis 18. Jhs. Titel mit mehreren Besitzvermerken des 16. bis 19. Jhs. und mit l. Fingerspuren.))
Martialis, Valerius: [Epigrammata]. o. O., Dr. u. J. [Lyon, zwischen 1501 und 1503]. 15,8 x 10,5 cm. 192 Bll.
Blindgepr. Schweinsldr. über Holzdeckeln auf drei Bünden; die Deckel mit Rahmen aus bewohnter Rankenrolle mit Tieren (Hirsch, Adler, Hase u.a.), Blüten und Erdbeeren, im Mittelfeld senkrecht mittig dieselbe Rolle sowie an beiden Seiten außen eine Jagdrolle mit Jäger, Hund und Netz (Schenke/Schunke II, 17 = Münnerstadt/Unterfranken).
(Schließen und Schließbeschläge verloren, dadurch im Rückdeckel kl. Bezugsausbruch. Berieben. Zahlr. Marginalien, Unterstreichungen und Streichungen von Händen des 16. bis 18. Jhs. Titel mit mehreren Besitzvermerken des 16. bis 19. Jhs. und mit l. Fingerspuren.)
Renouard, Alde, 306, 6. Brunet III, 1490. - Ein unberechtigter Nachdruck aus Lyon der 1501 bei Aldus Manutius in Venedig erschienenen Originalausgabe. Hier der 2. Nachdruck mit den teilw. ergänzten Passagen in griechischen Typen und den latein. Übersetzungen (Im ersten der beiden Varianten sind die griechischen Texte ausgelassen). - Aldus wehrt sich in einem offenen Brief von 1503 gegen die Nachdrucke seiner Werke. Besonders prangert er die Drucker von Lyon an, deren Nachahmungen seines Vergil, Horaz, Juvenal, Martial, Lucan und der römischen Elegiker Catullus, Tibullus, Propertius und Terence Fälschungen von schlechtester Qualität seien. „Die Schrift verrät bei näherer Betrachtung eine gewisse Französizität“, beklagte er, „ebenso wie die Großbuchstaben unförmig sind.“ Sie wurden auf fauligem Papier hergestellt, „von einem seltsamen Geruch“ und mit vielen Fehlern. Er gibt sich große Mühe, sie einzeln aufzulisten und die Unterschiede zwischen den gefälschten und den echten Texten zu vergleichen. Er liefert sogar eine Liste von Druckfehlern in den falschen Texten. „Ich habe diese Angaben gemacht“, schließt Aldus im Kolophon, „damit die zukünftigen Kunden nicht betrogen werden und die Möglichkeit haben, die fehlerhaften Fälschungen von den echten venezianischen Ausgaben zu unterscheiden.“