Los 949
Ö. v. Horváth, Das Buch der Tänze. München 1922. - Mit eigenh. Widmung des Verfassers.
Schätzpreis
€ 2.000
Ausrufpreis
€ 1.300
Los:
949
Kategorie:
Literatur des 20. Jahrhunderts
Künstler*in:
Ödön von Horváth
Horváth, Ödön von: Das Buch der Tänze. München: Oskar Groß für den Schahin-Verlag 1922. 22,6 x 15,2 cm. 40 SS., 1 Bl., 1 w. Bl. Originalbroschur (ohne das Deckelschild).
(Umschlag berieben, gebräunt, mit zahlreichen Randdefekten. Durchgehender Wasserfleck im Oberrand. Gebräunt.)
Wilpert/Gühring 1. - Nr. 70 von 500 handschriftlich nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe. Im Druckvermerk vom Autor signiert. - Erste Ausgabe des heute nahezu verschollenen Erstlingswerks, das auf Anregung des Komponisten Siegfried Kallenberg entstand, der auch die Musik dazu komponierte. Der Band versammelt mit „Märchen“, „Das Teehausmädchen“, „Pestballade“, „Harem“, „Asket“, „Die Perle“ und „Groteske: Episode in China“ die ersten literarischen Veröffentlichungen Ödön von Horváths. - Am 7. Februar 1922 wurden die Texte im Rahmen des „Ersten Abends des Kallenberg-Vereins“ erstmals öffentlich gelesen, begleitet von Kallenbergs Musik und gesprochen von Annie Marée. Vier Jahre später folgte die szenische Uraufführung am Osnabrücker Theater – mit vernichtendem Echo. Die Kritik ließ das Werk durchfallen, und auch Horváth selbst wandte sich schließlich von seinem frühen Opus ab. 1926 kaufte er die noch in den Buchhandlungen befindliche Restauflage auf und ließ sie vernichten. „Darüber hinaus ‚entfernte‘ er Exemplare des Buches aus öffentlichen Bibliotheken und wandte sich persönlich an ihm bekannte Besitzer des Buches, um deren Rückgabe zu erwirken. Mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln sucht er jede Erinnerung an diesen seinen ersten Versuch auszumerzen. Mit Erfolg. Jahrzehntelang bleibt Horváths erstes Buch verschollen“ (T. Krischke, Horváth. Kind seiner Zeit, S. 37). Horváths literarischer Erstling wurde so beinahe vollständig aus der Welt geschafft und ist gerade deswegen eines der seltensten Zeugnisse seiner frühen schriftstellerischen Anfänge. - Mit persönlicher Widmung an Emil Walther Hauck in grüner Tinte auf dem fliegenden Vorsatz, datiert auf Februar 1922.
(Umschlag berieben, gebräunt, mit zahlreichen Randdefekten. Durchgehender Wasserfleck im Oberrand. Gebräunt.)
Wilpert/Gühring 1. - Nr. 70 von 500 handschriftlich nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe. Im Druckvermerk vom Autor signiert. - Erste Ausgabe des heute nahezu verschollenen Erstlingswerks, das auf Anregung des Komponisten Siegfried Kallenberg entstand, der auch die Musik dazu komponierte. Der Band versammelt mit „Märchen“, „Das Teehausmädchen“, „Pestballade“, „Harem“, „Asket“, „Die Perle“ und „Groteske: Episode in China“ die ersten literarischen Veröffentlichungen Ödön von Horváths. - Am 7. Februar 1922 wurden die Texte im Rahmen des „Ersten Abends des Kallenberg-Vereins“ erstmals öffentlich gelesen, begleitet von Kallenbergs Musik und gesprochen von Annie Marée. Vier Jahre später folgte die szenische Uraufführung am Osnabrücker Theater – mit vernichtendem Echo. Die Kritik ließ das Werk durchfallen, und auch Horváth selbst wandte sich schließlich von seinem frühen Opus ab. 1926 kaufte er die noch in den Buchhandlungen befindliche Restauflage auf und ließ sie vernichten. „Darüber hinaus ‚entfernte‘ er Exemplare des Buches aus öffentlichen Bibliotheken und wandte sich persönlich an ihm bekannte Besitzer des Buches, um deren Rückgabe zu erwirken. Mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln sucht er jede Erinnerung an diesen seinen ersten Versuch auszumerzen. Mit Erfolg. Jahrzehntelang bleibt Horváths erstes Buch verschollen“ (T. Krischke, Horváth. Kind seiner Zeit, S. 37). Horváths literarischer Erstling wurde so beinahe vollständig aus der Welt geschafft und ist gerade deswegen eines der seltensten Zeugnisse seiner frühen schriftstellerischen Anfänge. - Mit persönlicher Widmung an Emil Walther Hauck in grüner Tinte auf dem fliegenden Vorsatz, datiert auf Februar 1922.