Los 801
S. Boisserée, Ansichten, Risse und einzelne Theile des Doms von Köln. Stuttgart 1821 (1823-31).
Schätzpreis
€ 3.000
Ausrufpreis
€ 2.000
Los:
801
Kategorie:
Buch- und Schriftwesen, Kunst und Kunstgewerbe
Künstler*in:
Sulpiz Boisserée
Boisserée, Sulpiz: Ansichten, Risse und einzelne Theile des Doms von Köln, mit Ergänzungen nach dem Entwurf des Meisters, nebst Untersuchungen über die alte Kirchen-Baukunst und vergleichenden Tafeln der vorzüglichsten Denkmale. Stuttgart: auf Kosten des Verfassers und der J. G. Cotta’schen Buchhandlung 1821 (1823-31). Blattgröße 82 x 64 cm. Mit Kupfertitel mit Vogelschau-Gesamtansicht von Köln aus Norden nach Schinkel und 17 Kupfertafeln nach Quaglio, Fuchs, Moller u. a. mit Ansichten, Grundrissen, Aufrissen, und Durchschnitten, Darstellungen von Kapitälen, Säulen u. a.; 2 Tafeln mit kolorierten Glasfenstern. HLdr.
(Stark berieben, Rückenbezug nur fragmentarisch erhalten, Bezugsfehlstellen an den Ecken, bestoßen, Vorderdeckel mit Knickspur. Innen durchgehend und besonders an den Außenrändern stockfleckig. Durchgehender Wasserfleck im Bundsteg. Titel knickspurig. Die Tafeln II, IV, VII und XV gefaltet, entlang des Falzes durchtrennt und mit Textilklebeband angestückt. Teils auf die Plattenkante oder knapp darüber beschnitten, leicht wellig bzw. knittrig. Einzelne Tafeln etwas stärker gebräunt. Tafel VI mit kleinem Loch innerhalb der Platte.)
Vgl. das wissenschaftliche Begleitheft von Arnold Wolff zur 3. Auflage (Nachdruck 1979). Fischer, Cotta, Bd. 2., 1414, 1478, 1858 und 2069. Krudewig, in: Clemen, Der Dom zu Köln, S. 7. Schrifttum zur rheinischen Kunst 7001. - Die äußerst seltene erste Ausgabe des monumentalen Tafelbandes zu Boisserées berühmten Domwerk, dem wichtigsten publizistischen Impuls für die Vollendung des Kölner Doms. - Zum Tafelband, der in den Jahren 1823, 1824, 1829 und 1831 in vier Lieferungen erschien, gab es einen zugehörigen Textband mit dem Titel „Geschichte und Beschreibung des Doms von Köln“. Dessen erste Lieferung wurde 1823 ausgeliefert, die zweite, abschließende Auslieferung mit den Erklärungen der Tafeln erfolgte erst 1832. Tafeln und Textband wurden bei Firmin Didot in Paris gedruckt. - Das sogenannte Domwerk des Kölner Kunstsammlers und Kunst- und Architekturhistorikers Sulpiz Boisserée (1783-1854) war als Werbemittel für den Dombaugedanken konzipiert. Mit dessen Vorarbeiten, wie der zeichnerischen und zahlenmäßigen Erfassung der vorhandenen Bauteile, hatte der Autor bereits 1808 begonnen. Es ist nach A. Wolff (Vorwort des Begleitheftes zur dritten Auflage) zugleich „das prägnanteste graphisch-architektonische Kunstwerk der deutschen Romantik“. - Die Zeichnungen für die Kupfertafeln lieferten neben Karl Friedrich Schinkel (Titelvignette mit Köln-Ansicht) Maximilian Heinrich Fuchs (Längenaufriss, Hauptseite und Türme, Durchschnitt des Chors in der Breite, Durchschnitt des Chors und der Vorhalle in der Länge, gemalte Glasfenster I und II, Chorfenster und einzelne Teile), Angelo Quaglio (äußere Ansicht von der Südseite, Säulen, südliche Tür der Hauptseite), Johann Martin Schauß (Grundriss), Sulpiz Boisserée (Grundrisse der verschiedenen Geschosse), Johann Hoffmann (Kapitäle, Tragsteine), Jacob Carl Vierordt (Turmfenster, Strebepfeiler und Widerhalter), Georg Moller (innere Ansicht der Vorhalle), Ignaz Stoelzl (vergleichende Tafeln I und II) und E. F. Ermeler (Titelschrift). Die Kupferstiche wurden ausgeführt von Christian Haldenwang (Ansichtenvignette), Adolph Darnstedt (Ansicht der Südseite), Franz Wolf, Christian Duttenhofer, Ernst und Carl Rauch, Johann Conrad Susemihl, Friedrich Geißler, Johann Michael Eberlein und französischen Künstlern wie Étienne Besnard, Claude Moisy, Louis Sellier, Nicolas-Auguste Leisnier u. a.
(Stark berieben, Rückenbezug nur fragmentarisch erhalten, Bezugsfehlstellen an den Ecken, bestoßen, Vorderdeckel mit Knickspur. Innen durchgehend und besonders an den Außenrändern stockfleckig. Durchgehender Wasserfleck im Bundsteg. Titel knickspurig. Die Tafeln II, IV, VII und XV gefaltet, entlang des Falzes durchtrennt und mit Textilklebeband angestückt. Teils auf die Plattenkante oder knapp darüber beschnitten, leicht wellig bzw. knittrig. Einzelne Tafeln etwas stärker gebräunt. Tafel VI mit kleinem Loch innerhalb der Platte.)
Vgl. das wissenschaftliche Begleitheft von Arnold Wolff zur 3. Auflage (Nachdruck 1979). Fischer, Cotta, Bd. 2., 1414, 1478, 1858 und 2069. Krudewig, in: Clemen, Der Dom zu Köln, S. 7. Schrifttum zur rheinischen Kunst 7001. - Die äußerst seltene erste Ausgabe des monumentalen Tafelbandes zu Boisserées berühmten Domwerk, dem wichtigsten publizistischen Impuls für die Vollendung des Kölner Doms. - Zum Tafelband, der in den Jahren 1823, 1824, 1829 und 1831 in vier Lieferungen erschien, gab es einen zugehörigen Textband mit dem Titel „Geschichte und Beschreibung des Doms von Köln“. Dessen erste Lieferung wurde 1823 ausgeliefert, die zweite, abschließende Auslieferung mit den Erklärungen der Tafeln erfolgte erst 1832. Tafeln und Textband wurden bei Firmin Didot in Paris gedruckt. - Das sogenannte Domwerk des Kölner Kunstsammlers und Kunst- und Architekturhistorikers Sulpiz Boisserée (1783-1854) war als Werbemittel für den Dombaugedanken konzipiert. Mit dessen Vorarbeiten, wie der zeichnerischen und zahlenmäßigen Erfassung der vorhandenen Bauteile, hatte der Autor bereits 1808 begonnen. Es ist nach A. Wolff (Vorwort des Begleitheftes zur dritten Auflage) zugleich „das prägnanteste graphisch-architektonische Kunstwerk der deutschen Romantik“. - Die Zeichnungen für die Kupfertafeln lieferten neben Karl Friedrich Schinkel (Titelvignette mit Köln-Ansicht) Maximilian Heinrich Fuchs (Längenaufriss, Hauptseite und Türme, Durchschnitt des Chors in der Breite, Durchschnitt des Chors und der Vorhalle in der Länge, gemalte Glasfenster I und II, Chorfenster und einzelne Teile), Angelo Quaglio (äußere Ansicht von der Südseite, Säulen, südliche Tür der Hauptseite), Johann Martin Schauß (Grundriss), Sulpiz Boisserée (Grundrisse der verschiedenen Geschosse), Johann Hoffmann (Kapitäle, Tragsteine), Jacob Carl Vierordt (Turmfenster, Strebepfeiler und Widerhalter), Georg Moller (innere Ansicht der Vorhalle), Ignaz Stoelzl (vergleichende Tafeln I und II) und E. F. Ermeler (Titelschrift). Die Kupferstiche wurden ausgeführt von Christian Haldenwang (Ansichtenvignette), Adolph Darnstedt (Ansicht der Südseite), Franz Wolf, Christian Duttenhofer, Ernst und Carl Rauch, Johann Conrad Susemihl, Friedrich Geißler, Johann Michael Eberlein und französischen Künstlern wie Étienne Besnard, Claude Moisy, Louis Sellier, Nicolas-Auguste Leisnier u. a.