Los 690
F. Petrarca, De remediis utriusque fortune. Ohne Druckort und -datum (Heidelberg 1490).
Schätzpreis
€ 5.000
Ausrufpreis
€ 3.500
Los:
690
Kategorie:
Alte Drucke bis 1600
Künstler*in:
Francesco Petrarca
Petrarca, Francesco: De remediis utriusq(ue) fortune. Ohne Druckvermerk (Heidelberg: Heinrich Knoblochtzer, nicht nach 1490). 19 x 14,2 cm. 4 nn., CXII, CXXX num. Bll. (Lagen: nicht sign.⁴, a-c⁸, d⁴, e-g⁸, h⁴, i-l⁸, m⁴, n-p⁸, q⁴, r-t⁸, v⁴, x-z⁸, A⁴, B-D⁸, E⁴, F-G⁸, H⁴, I⁸, K⁴, L⁸, M⁶). Durchgehend rubriziert und mit schlichten roten und blauen Initialen ausgestattet. Der Beginn des Prologs mit einer großen Initiale „C“ mit Fadenausläufern in roter Feder. Blindgeprägtes Leder auf 5 Bünden über Holzdeckeln mit einem Schließenfragment.
(Ecken und Kanten berieben, Rückenbezug mit Fehlstellen, Rückstände eines Signaturschildchens am unteren Rücken. Vorderes Rückengelenk gebrochen. Schließe verloren. Buchschnitt mit Tintensignaturen. Buchblock am Oberrand knapp beschnitten. Vorsatz mit durchgestrichenen Signaturnummern. Titel aus der oberen Bindung gelöst, fleckig, mit Wurmspuren und Buchstabenverlust recto und verso. Titel mit den Stempeln der Universitätsbibliothek Königsberg und Friedrich Wilhelms III. Die ersten beiden Blätter nach dem Titel mit kleiner Wurmspur im Satzspiegel. Blatt o² mit Einriss, kleiner Hinterlegung im Oberrand und hs. Ergänzung der Lagensignatur. Gebräunt, feuchtrandig und im Außenrand sporfleckig. Stellenweise wurmspurig, altersfleckig und mit kleinen Papierdefekten. Zu Beginn wenige Marginalien in brauner Tinte.)
BM STC, German Books, S. 685. BSB-Ink. P-263. Goff P-408. GW M31621. Hain 12791. Poulain 3064. Speck/Neumann 21. - Seltene zweite Ausgabe des erstmals um 1474 in Straßburg, vermutlich bei Heinrich Eggestein, erschienenen Trostspiegels. In dem moralphilosophischen Dialogwerk behandelt Petrarca die ‚Heilmittel‘ gegen die Wechselfälle des Glücks und Unglücks. Das im 14. Jahrhundert entstandene Werk zählt zu den wirkmächtigsten Schriften Petrarcas und verbindet antike stoische und christliche Ethik mit einer eindringlichen Reflexion über die Unbeständigkeit des menschlichen Lebens. Die vorliegende Ausgabe wird dem Heidelberger Drucker Heinrich Knoblochtzer zugeschrieben und entstand spätestens um 1490. Knoblochtzer, einer der bedeutenden Inkunabeldrucker am Oberrhein, war insbesondere für seine typographisch anspruchsvollen und reich ausgestatteten Drucke bekannt.
(Ecken und Kanten berieben, Rückenbezug mit Fehlstellen, Rückstände eines Signaturschildchens am unteren Rücken. Vorderes Rückengelenk gebrochen. Schließe verloren. Buchschnitt mit Tintensignaturen. Buchblock am Oberrand knapp beschnitten. Vorsatz mit durchgestrichenen Signaturnummern. Titel aus der oberen Bindung gelöst, fleckig, mit Wurmspuren und Buchstabenverlust recto und verso. Titel mit den Stempeln der Universitätsbibliothek Königsberg und Friedrich Wilhelms III. Die ersten beiden Blätter nach dem Titel mit kleiner Wurmspur im Satzspiegel. Blatt o² mit Einriss, kleiner Hinterlegung im Oberrand und hs. Ergänzung der Lagensignatur. Gebräunt, feuchtrandig und im Außenrand sporfleckig. Stellenweise wurmspurig, altersfleckig und mit kleinen Papierdefekten. Zu Beginn wenige Marginalien in brauner Tinte.)
BM STC, German Books, S. 685. BSB-Ink. P-263. Goff P-408. GW M31621. Hain 12791. Poulain 3064. Speck/Neumann 21. - Seltene zweite Ausgabe des erstmals um 1474 in Straßburg, vermutlich bei Heinrich Eggestein, erschienenen Trostspiegels. In dem moralphilosophischen Dialogwerk behandelt Petrarca die ‚Heilmittel‘ gegen die Wechselfälle des Glücks und Unglücks. Das im 14. Jahrhundert entstandene Werk zählt zu den wirkmächtigsten Schriften Petrarcas und verbindet antike stoische und christliche Ethik mit einer eindringlichen Reflexion über die Unbeständigkeit des menschlichen Lebens. Die vorliegende Ausgabe wird dem Heidelberger Drucker Heinrich Knoblochtzer zugeschrieben und entstand spätestens um 1490. Knoblochtzer, einer der bedeutenden Inkunabeldrucker am Oberrhein, war insbesondere für seine typographisch anspruchsvollen und reich ausgestatteten Drucke bekannt.