Los 683
Missale Romanum. Venedig 1506.
Schätzpreis
€ 2.000
Ausrufpreis
€ 1.300
Los:
683
Kategorie:
Alte Drucke bis 1600
Missale Romanu(m): multis frigijs, imaginibus, ac divine scripture et sacroru(m) doctoru(m) auctoritatibus ad festinitatu(m) co(n)gruentiam decoratum. Venedig: L. Giunta, 9. Januar 1506. 22,6 x 16 cm. Mit Titelholzschnitt, Hz.-Druckermarke auf dem Titel, zahlr. Hz.-Initialen, Textholzschnitten und 49 von Hz.-Bordüren eingefassten Schmuckseiten mit großen Holzschnittillustrationen. 8 nn., 257 (von 261) num. Bll., 1 nn. Bl. (Lagen: +⁸, a-o⁸, p⁴, q-z⁸, aa-ii⁸, kk⁶). Gotische Typen. Zweispaltiger Druck in Schwarz und Rot. Nach Blatt p² mit 8 handschriftlichen Pergamentblättern zur Vervollständigung des Textes. Auf den Drucktext folgen 44 Seiten handschriftliche Ergänzungen in schwarzer Tinte. Braunes Leder über Holzdeckeln auf 4 Bünden mit 2 Schließenresten. Vorsätze unter Verwendung einer alten Pergamenthandschrift. Zahlreiche Blattweiser.
(Berieben, bestoßen, beschabt und fleckig. Vorderes Rückengelenk restauriert, hinteres Gelenk mit Bezugsfehlstellen; Schließen verloren. Die Vorsätze mit umfangreichen Notizen von alter Hand. Vorsätze wurmspurig. Titel fleckig, mit Eckausriss und hs. Signaturnummer in schwarzer Tinte. Mit zahlr. Blattweiserresten und -spuren in den Außenrändern. Blatt n⁸ fast vollständig aus der Bindung gelöst. Blatt p² mit großem, mit Japan hinterlegten Einriss. Es fehlen 4 Bll. der Lage p. Etwas gebräunt, finger- und stellenweise altersfleckig. Vereinzelt kleine Papierläsuren und wenige Marginalien. Durchgehend leicht feuchtrandig.)
EDIT16 CNCE 11510. - Charakteristisches Beispiel der reich ausgestatteten venezianischen Liturgica des frühen 16. Jahrhunderts aus der bedeutenden Offizin des Lucantonio Giunta. Die Verbindung von zweifarbiger Typographie, großformatigem Bildschmuck und einer Vielzahl figürlicher Initialen entspricht dem hohen Ausstattungsanspruch, den die venezianischen Drucker bei liturgischen Büchern für den kirchlichen Gebrauch entwickelten. Die handschriftliche Ergänzung des Exemplars verleiht dem Missale zudem einen eigenständigen Gebrauchshorizont und veranschaulicht gemeinsam mit den zahlreichen Blattweisern die intensive praktische Funktion als liturgisches Instrument.
(Berieben, bestoßen, beschabt und fleckig. Vorderes Rückengelenk restauriert, hinteres Gelenk mit Bezugsfehlstellen; Schließen verloren. Die Vorsätze mit umfangreichen Notizen von alter Hand. Vorsätze wurmspurig. Titel fleckig, mit Eckausriss und hs. Signaturnummer in schwarzer Tinte. Mit zahlr. Blattweiserresten und -spuren in den Außenrändern. Blatt n⁸ fast vollständig aus der Bindung gelöst. Blatt p² mit großem, mit Japan hinterlegten Einriss. Es fehlen 4 Bll. der Lage p. Etwas gebräunt, finger- und stellenweise altersfleckig. Vereinzelt kleine Papierläsuren und wenige Marginalien. Durchgehend leicht feuchtrandig.)
EDIT16 CNCE 11510. - Charakteristisches Beispiel der reich ausgestatteten venezianischen Liturgica des frühen 16. Jahrhunderts aus der bedeutenden Offizin des Lucantonio Giunta. Die Verbindung von zweifarbiger Typographie, großformatigem Bildschmuck und einer Vielzahl figürlicher Initialen entspricht dem hohen Ausstattungsanspruch, den die venezianischen Drucker bei liturgischen Büchern für den kirchlichen Gebrauch entwickelten. Die handschriftliche Ergänzung des Exemplars verleiht dem Missale zudem einen eigenständigen Gebrauchshorizont und veranschaulicht gemeinsam mit den zahlreichen Blattweisern die intensive praktische Funktion als liturgisches Instrument.