Los 653

Ritterorden. - L. Schneider, Das Buch vom Rothen Adler-Orden. (Berlin 1871).

Schätzpreis
€ 200
Ausrufpreis
€ 140
Los: 653
Kategorie: Geschichte, Kulturgeschichte und Varia
Ritterorden. - Schneider, L(ouis): Das Buch vom Rothen Adler-Orden. (Berlin: A. W. Hayns Erben, um 1871). 36 x 26,7 cm. Mit farblithogr. Front., Titel in Holzstich und 22 farblithogr. Tafeln nach Ludwig Burger; im ersten Teil jede Seite mit Schmuckbordüre. VIII SS., 1 Bl., 139, 106 SS. HLdr. unter Verwendung des wohl originalen Rückenbezugs mit goldgepr. Rt.; Vollgoldschnitt; in HLn.-Schuber.

(Schuber berieben. Rücken gering berieben. Deckel erneuert. Meist etwas stockfleckig, stellenweise wasserrandig.)

Vgl. Lipperheide Of 69, VI. - Wohl 1871 erschienener Neudruck mit durchpaginiertem Anhang. - Aus einer beiliegenden Antiquarsnotiz: „Leider zählt heute dieses seltene und auch kostbare Original ‚Das Buch vom Rothen-Adler-Orden‘ von 1857 zu den großen Raritäten auf der Auktionsbühne. Besonders mit dieser Arbeit überschritt der Autor, Louis Schneider, bereits den Rahmen der schon zur damaligen Zeit vielfach vorhandenen, auch illustrierten Publikationen über Orden und tragbare Ehrenzeichen, denn er beschränkte sich nicht wie diese nur auf Beschreibungen und die bildlichen Wiedergaben der Dekorationen. [...] Die hier vorliegende Erst-Publikation wurde überhaupt nur als Privatdruck im Verlag bei A. W. Hayn im Jahr 1857 möglich und an wenige Personen und Institutionen verschenkt. Sie ist hier mit den beiden Nachträgen von 1863 und 1868 zusammen gebunden. [...] Dieses Buch im Jahr 1861 anlässlich der Krönung von König Wilhelm I. für den allgemeinen Handel erneut herausgebracht, kostete bereits 18 Thaler in der Normalausgabe, wobei die beiden Ergänzungen von 1863 und 1868 mit weiteren Farblithographien noch nicht einberechnet wurden. Das Gesamtwerk musste dann auf ‚Allerhöchte Anordnung‘ von dem bekannten und bedeutenden Verlag von Alexander Duncker in Berlin übernommen werden und konnte in wenigen Exemplaren erscheinen. Allerdings erhöhten sich auch damit die Kosten für das Buch ganz wesentlich, so dass sich König Wilhelm I. genötigt sah, außerhalb seiner ursprünglichen Subskription von 25 Exemplaren noch weitere Bände davon anzukaufen und zu Geschenkzwecken zu verwenden.“