Los 640
Joh. Pistorius Nidanus, Polonicae historiae corpus. Basel 1582.
Schätzpreis
€ 450
Ausrufpreis
€ 300
Los:
640
Kategorie:
Geschichte, Kulturgeschichte und Varia
Künstler*in:
Johann Pistorius Nidanus
Johann Pistorius Nidanus: Polonicae historiae corpus: hoc est, Polonicarum rerum latini recentiores & veteres scriptores, quotquot extant, uno volumine compraehensi omnes & in aliquot distributi tomos. 3 Tle. in 1 Bd. Basel: S. Henricpetri 1582. 34 x 21 cm. Mit 2 versch. Hz.-Druckermarken. 6 Bll., 255 SS.; 5 Bll., 1 w. Bl., 833 SS., 1 w. Bl.; 2 Bll., 166 SS., 1 Bl. Blindgepr. Schweinsleder auf 5 Bünden über Holzdeckeln mit 2 Schließen; Rücken im 18. Jh. mit weißem Schafslederbezug und 2 Rs. versehen.
(Berieben und wurmstichig. Die Deckel innen stark wurmstichig. Anfangs und am Schluss stark, sonst nur gering wurmspurig. Durchgehend etwas gebräunt und stockfleckig, wenige Bll. stärker gebräunt. Titel mit hs. Besitzvermerk und Stempel der Stiftsbibliothek St. Peter in Salzburg.)
VD16 P 3045. NDB XX, S. 486 f. - Erste Ausgabe dieser umfangreichen Quellensammlung zur polnischen Geschichte. - Pistorius wuchs als fünftes Kind in einem humanistisch geprägten Pfarrhaus auf und studierte in Marburg, Wittenberg, Tübingen, Padua und Paris. Nach seiner Promotion zum Mediziner wurde er als Arzt und Historiker bekannt und wirkte ab 1575 am badischen Hof, wo er bedeutende Werke zur deutschen und polnischen Geschichte verfasste. Durch die umfangreiche Bibliothek und die Manuskripte seines Vaters erhielt er tiefe Einblicke in die Reformationsgeschichte. Obwohl er zunächst dem Luthertum nahestand, trat er 1588 zur katholischen Kirche über und wurde zu einem wichtigen Vertreter der katholischen Reform. In hohen kirchlichen Ämtern setzte er sich für Bildungsreformen und die Ausbildung des Klerus ein. Seine berühmte Bibliothek galt als bedeutende Gelehrtensammlung; etwa 150 Bände sind bis heute erhalten.
(Berieben und wurmstichig. Die Deckel innen stark wurmstichig. Anfangs und am Schluss stark, sonst nur gering wurmspurig. Durchgehend etwas gebräunt und stockfleckig, wenige Bll. stärker gebräunt. Titel mit hs. Besitzvermerk und Stempel der Stiftsbibliothek St. Peter in Salzburg.)
VD16 P 3045. NDB XX, S. 486 f. - Erste Ausgabe dieser umfangreichen Quellensammlung zur polnischen Geschichte. - Pistorius wuchs als fünftes Kind in einem humanistisch geprägten Pfarrhaus auf und studierte in Marburg, Wittenberg, Tübingen, Padua und Paris. Nach seiner Promotion zum Mediziner wurde er als Arzt und Historiker bekannt und wirkte ab 1575 am badischen Hof, wo er bedeutende Werke zur deutschen und polnischen Geschichte verfasste. Durch die umfangreiche Bibliothek und die Manuskripte seines Vaters erhielt er tiefe Einblicke in die Reformationsgeschichte. Obwohl er zunächst dem Luthertum nahestand, trat er 1588 zur katholischen Kirche über und wurde zu einem wichtigen Vertreter der katholischen Reform. In hohen kirchlichen Ämtern setzte er sich für Bildungsreformen und die Ausbildung des Klerus ein. Seine berühmte Bibliothek galt als bedeutende Gelehrtensammlung; etwa 150 Bände sind bis heute erhalten.