Los 492
Waldemar, Prinz von Preußen. Zur Erinnerung an die Reise des Prinzen Waldemar von Preußen nach Indien in den Jahren 1844-1846. 4 Tle. in 2 Bdn. Berlin 1853.
Schätzpreis
€ 9.000
Ausrufpreis
€ 6.000
Zuschlag
€ 6.000
Los:
492
Kategorie:
Geographie und Ansichtenwerke
Waldemar, Prinz von Preußen. Zur Erinnerung an die Reise des Prinzen Waldemar von Preußen nach Indien in den Jahren 1844-1846. 4 Tle. in 2 Bdn. Berlin: Decker 1853. 58 x 43 cm. Mit lithogr. Porträt, 2 lithogr. Titeln, 6 grenzkolor. gest. Karten und 104 (1 doppelblattgr.) getönten lithogr. Tafeln. 1 Bl., V SS., 1 Bl., 33 SS., 30 Bll., 45 SS., 34 Bll., 18 SS.; 2 Bll., 22 SS., 26 Bll., 30 SS., 15 Bll. Schwarzes OrLn. mit blindgepr. Deckelbordüren, goldgepr. Deckeltitel, goldgepr. Vign. auf dem Vorderdeckel (preußischer Adler) und einer goldgepr. Gedächtnisvign. in Erinnerung an den Ersten Sikh-Krieg auf dem Rückdeckel.
(Berieben, gering bestoßen, Deckel mit Kratzspuren, Kantenbezüge von Bd. 1 erneuert, Kapitale von Bd. 1 beschädigt, Rückenbezug von Bd. 2 erneuert, Rückdeckel von Bd. 2 mit Feuchtigkeitsfleck und leicht gewellt. Buchblock von Bd. 1 leicht verzogen. Stockfleckig und leicht gebräunt, wenige Bll. stärker gebräunt. Bd. 2 durchgehend leicht wasserrandig.)
Aschoff 1443. Lipperheide Ld 38. Yakushi (1994) W26a. - Prachtvoll ausgestattetes, posthum publiziertes Reisewerk, das auf den Tagebüchern, Notizen, Briefen und Skizzen des Prinzen Friedrich Wilhelm Waldemar von Preußen (1817-1849) sowie seines Begleiters, des Arztes und Botanikers Werner Friedrich Hoffmeister basiert. Der junge Prinz, kaum zum Oberst befördert, brach in den Jahren 1844 bis 1846 zu einer ausgedehnten Reise jenseits des Orients auf, die ihn vor allem durch Indien bis in die Vorgebirge des Himalayas führte. Dort wurde er Zeuge des Ersten Sikh-Kriegs zwischen dem letzten souveränen indischen Staat und der Britischen Ostindien-Kompanie und hielt sich mit seiner Reisegesellschaft als Beobachter an der Seite der Engländer auf den großen Schlachtfeldern von Mudki, Ferozeshah und Sobraon auf. Seine Reiseerinnerungen erschienen 1853 in zwei großformatigen Bänden, die nach dem frühen Tod des Prinzen auf Veranlassung und „Kosten von König Friedrich Wilhelm IV. in kleiner Auflage gedruckt und nur verschenkt“ (Aschoff) wurden. Eine gekürzte, für den Buchhandel bestimmte Sonderausgabe erschien erst 1857. Das Werk enthält ein Vorwort von Alexander von Humboldt, der Text wurde redaktionell von H. Mahlmann und Graf von Oriola bearbeitet. Die außerordentlich sorgfältigen Tafeln schufen Bellermann, Tempeltei, Haun und Klaus nach den originalen Skizzen des Prinzen. Die Ansichten zeigen u. a. Aden, Athen, Benares, Candy, Delhi, Kairo, Kathmandu, Korfu, Lahore, Madras, Patna und Triest sowie zahlreiche Landschaften aus dem Himalaya. Inhaltlich zeichnet das Buch eindrucksvoll die Etappen der Reise nach: die Abreise aus Berlin über Kalkutta und Hindostan, die Durchquerung verschiedener Regionen einschließlich Nepals und der Himalaya-Ausläufer sowie die Rückkehr nach Europa. Aufgrund seines Entstehungskontextes, der aufwendigen Ausstattung und der geringen Erstauflage gilt dieses Werk heute nicht nur als wichtige historische Quelle zur europäischen Reiseliteratur des 19. Jahrhunderts, sondern auch als bibliophile Rarität.
(Berieben, gering bestoßen, Deckel mit Kratzspuren, Kantenbezüge von Bd. 1 erneuert, Kapitale von Bd. 1 beschädigt, Rückenbezug von Bd. 2 erneuert, Rückdeckel von Bd. 2 mit Feuchtigkeitsfleck und leicht gewellt. Buchblock von Bd. 1 leicht verzogen. Stockfleckig und leicht gebräunt, wenige Bll. stärker gebräunt. Bd. 2 durchgehend leicht wasserrandig.)
Aschoff 1443. Lipperheide Ld 38. Yakushi (1994) W26a. - Prachtvoll ausgestattetes, posthum publiziertes Reisewerk, das auf den Tagebüchern, Notizen, Briefen und Skizzen des Prinzen Friedrich Wilhelm Waldemar von Preußen (1817-1849) sowie seines Begleiters, des Arztes und Botanikers Werner Friedrich Hoffmeister basiert. Der junge Prinz, kaum zum Oberst befördert, brach in den Jahren 1844 bis 1846 zu einer ausgedehnten Reise jenseits des Orients auf, die ihn vor allem durch Indien bis in die Vorgebirge des Himalayas führte. Dort wurde er Zeuge des Ersten Sikh-Kriegs zwischen dem letzten souveränen indischen Staat und der Britischen Ostindien-Kompanie und hielt sich mit seiner Reisegesellschaft als Beobachter an der Seite der Engländer auf den großen Schlachtfeldern von Mudki, Ferozeshah und Sobraon auf. Seine Reiseerinnerungen erschienen 1853 in zwei großformatigen Bänden, die nach dem frühen Tod des Prinzen auf Veranlassung und „Kosten von König Friedrich Wilhelm IV. in kleiner Auflage gedruckt und nur verschenkt“ (Aschoff) wurden. Eine gekürzte, für den Buchhandel bestimmte Sonderausgabe erschien erst 1857. Das Werk enthält ein Vorwort von Alexander von Humboldt, der Text wurde redaktionell von H. Mahlmann und Graf von Oriola bearbeitet. Die außerordentlich sorgfältigen Tafeln schufen Bellermann, Tempeltei, Haun und Klaus nach den originalen Skizzen des Prinzen. Die Ansichten zeigen u. a. Aden, Athen, Benares, Candy, Delhi, Kairo, Kathmandu, Korfu, Lahore, Madras, Patna und Triest sowie zahlreiche Landschaften aus dem Himalaya. Inhaltlich zeichnet das Buch eindrucksvoll die Etappen der Reise nach: die Abreise aus Berlin über Kalkutta und Hindostan, die Durchquerung verschiedener Regionen einschließlich Nepals und der Himalaya-Ausläufer sowie die Rückkehr nach Europa. Aufgrund seines Entstehungskontextes, der aufwendigen Ausstattung und der geringen Erstauflage gilt dieses Werk heute nicht nur als wichtige historische Quelle zur europäischen Reiseliteratur des 19. Jahrhunderts, sondern auch als bibliophile Rarität.