Los 378

H. G. Robley, Moko; or Maori Tattooing. London 1896.

Schätzpreis
€ 1.000
Ausrufpreis
€ 500
Los: 378
Kategorie: Geographie und Ansichtenwerke
Künstler*in: Horatio Gordon Robley
Robley, Horatio Gordon: Moko; or Maori Tattooing. London: Chapman and Hall 1896. Mit Front. und 180 Abb. im Text. XXI SS., 1 Bl., 216 SS. Illustr. OrLn. mit goldgepr. Deckel- und Rückentitel sowie schwarzgepr. Tattoo-Motiven auf beiden Deckeln.

(Berieben, gering bestoßen und fleckig. Rücken mit kleinen Bezugsdefekten. Durchgehend etwas stockfleckig.)

Taylor 254. Hocken 436. - Erste Ausgabe der reich illustrierten Standardmonographie. - Eine der frühesten umfassenden Darstellungen der traditionellen Maori-Tätowierung. Generalmajor H. G. Robley (1840–1930), ein britischer Soldat, der während der Kolonialkriege in Neuseeland, Südafrika, auf Mauritius und Sri Lanka stationiert war, fertigte in Tauranga, einer Hafenstadt auf der Nordinsel von Neuseeland, Skizzen und Zeichnungen von Maori-Tattoos und konservierten Köpfen verstorbener Maori an. Diese sogenannten Mokomokai galten während der Musketenkriege als wertvolle Handelsware. Robley beschreibt die kulturelle, soziale und spirituelle Bedeutung insbesondere von Gesichtstätowierungen, erläutert ihre Funktionen als Ausdruck von Identität, Rang und persönlicher Geschichte und bietet einen Überblick über Werkzeuge, Techniken und Motive. Die Auflistung der konsultierten wissenschaftlichen Autoritäten zum Schluss umfasst zudem einige Literaturhinweise.