Los 1228
K. Schwitters / T. v. Doesburg. Kleine Dada Soirée. 1923. Programm-Plakat. Farbige Lithographie. 1923.
Schätzpreis
€ 3.500
Ausrufpreis
€ 2.500
Zuschlag
€ 3.600
Los:
1228
Kategorie:
Ill. Bücher, Mappenwerke, Kunstliteratur bis 1945
KURT SCHWITTERS / THEO VAN DOESBURG
Kleine Dada Soirée 1923
Haagsche K. K. Binnenhof 8. - Offsetlithographie in Schwarz und Rot. 30 x 30 cm. - Mehrsprachiges Programmplakat für die Abendveranstaltung am 10. Januar 1923 im Haagsche Kunstkring, Den Haag, der ersten Dada-Zusammenkunft in den Niederlanden.
(Faltspuren. Das Rot leicht verblasst. Reißzweckenlöcher an den Ecken. Weitere kleine Löchlein über das Blatt verteilt. Die Ecken knickspurig. 3 kleine Einrisse am linken Blattrand, davon einer im Mittelfalz und jeweils ein ca. 1,5 cm langer Einriss darüber und darunter. Am rechten Blattrand eine minimale Kratzspur. Mittelfalz im Zentrum brüchig.)
Anfang 1923 fand der niederländische ‚Dada-Veldtocht‘ statt. Theo van Doesburg, seine Frau Nelly, Kurt Schwitters und der in den Niederlanden lebende ungarische Maler Vilmos Huszár organisierten eine Reihe von abendlichen Vorträgen und Aufführungen, um einheimische Künstler mit Dada vertraut zu machen. Diese ‚Kampagne für den Dadaismus‘ mit Lesungen von Theo van Doesburg und Kurt Schwitters, Klavierspiel von Nelly van Doesburg, einem konstruktivistischen Puppentheater von Vilmos Huszár und Ragtime-Musik des Komponisten Erik Satie brachte dem Dada für kurze Zeit in den Niederlanden eine große Popularität ein. „Unser Erscheinen in Holland glich einem gewaltigen Siegeszug. Ganz Holland ist jetzt dada, weil es immer schon dada war“, schrieb Schwitters in einer Zwischenbilanz im MERZ-Heft 1.
Das disharmonische Erscheinungsbild des Plakats spiegelt den Tenor vieler Dada-Abende wider, die oft mit Scheinvorträgen begannen, die von bellenden Zuhörern, absurden Witzen und Sketchen und experimenteller Poesie unterbrochen wurden. Von Schwitters stammt der schwarz gedruckte Bild-Text, von Doesburg wohl der rote DADA-Überdruck.
Kleine Dada Soirée 1923
Haagsche K. K. Binnenhof 8. - Offsetlithographie in Schwarz und Rot. 30 x 30 cm. - Mehrsprachiges Programmplakat für die Abendveranstaltung am 10. Januar 1923 im Haagsche Kunstkring, Den Haag, der ersten Dada-Zusammenkunft in den Niederlanden.
(Faltspuren. Das Rot leicht verblasst. Reißzweckenlöcher an den Ecken. Weitere kleine Löchlein über das Blatt verteilt. Die Ecken knickspurig. 3 kleine Einrisse am linken Blattrand, davon einer im Mittelfalz und jeweils ein ca. 1,5 cm langer Einriss darüber und darunter. Am rechten Blattrand eine minimale Kratzspur. Mittelfalz im Zentrum brüchig.)
Anfang 1923 fand der niederländische ‚Dada-Veldtocht‘ statt. Theo van Doesburg, seine Frau Nelly, Kurt Schwitters und der in den Niederlanden lebende ungarische Maler Vilmos Huszár organisierten eine Reihe von abendlichen Vorträgen und Aufführungen, um einheimische Künstler mit Dada vertraut zu machen. Diese ‚Kampagne für den Dadaismus‘ mit Lesungen von Theo van Doesburg und Kurt Schwitters, Klavierspiel von Nelly van Doesburg, einem konstruktivistischen Puppentheater von Vilmos Huszár und Ragtime-Musik des Komponisten Erik Satie brachte dem Dada für kurze Zeit in den Niederlanden eine große Popularität ein. „Unser Erscheinen in Holland glich einem gewaltigen Siegeszug. Ganz Holland ist jetzt dada, weil es immer schon dada war“, schrieb Schwitters in einer Zwischenbilanz im MERZ-Heft 1.
Das disharmonische Erscheinungsbild des Plakats spiegelt den Tenor vieler Dada-Abende wider, die oft mit Scheinvorträgen begannen, die von bellenden Zuhörern, absurden Witzen und Sketchen und experimenteller Poesie unterbrochen wurden. Von Schwitters stammt der schwarz gedruckte Bild-Text, von Doesburg wohl der rote DADA-Überdruck.