Los 521

A. Dumas, Les trois Mousquetaires. 5 Bde. Brüssel 1844. + (Fortsetz.:) Vingt ans après. 8 in 4 Bdn. Brüssel 1845. - Insges. 9 Bde.

Schätzpreis
€ 1.500
Ausrufpreis
€ 1.000
Zuschlag
€ 1.700
Los: 521
Kategorie: Literatur des 17. bis 19. Jahrhunderts
Künstler*in: Alexandre Dumas
Dumas, Alexandre: Les Trois Mousquetaires. 5 Bde. / Vingt ans après (Suite des Trois Mousquétaires). 8 in 4 Bdn. Zus. 9 Bde. Brüssel: Alph. Lebègue et sacré fils 1844-45. 14 x 9 cm. Dunkelgrünes HLdr. mit Rt. und etwas Rv.

(Berieben und bestoßen, die Rücken der "vingt ans" etwas besser. Innen meist etwas feucht- und altersfleckig.)

Vgl. Carteret I, 235. Vicaire III, 359. - Einer der vielen belgischen Raubdrucke im Jahr der Pariser Erstausgabe erschienen, hier mit der Fortsetzung "Vingt ans après". - Die "Trois Mousquetaires" wurden ursprünglich als Fortsetzungsroman unter dem Titel "Arthos, Porthos und Arami" in der Pariser Zeitung "Le Siècle" vom 14. März 1844 bis 1. Juli 1844 kapitelweise veröffentlicht. Sie erfreuten sich rasch großer Beliebtheit und noch bevor Dumas einen Verleger für seine geplante Buchausgabe finden konnte, kamen ihm verschiedene Brüsseler Verleger zuvor und versorgten die - auch ausländische - Öffentlichkeit mit dem gebundenen Druckwerk.
Diese Bände waren natürlich nicht von Dumas überarbeitet, beinhalteten also noch den ursprünglichen, reinen Text wie in "Le Siècle" abgedruckt, manchesmal mit kleinen Änderungen der belgischen Raub-Verleger versehen. Bibliographen und Sammler unterscheiden hier ihre Sammelleidenschaft: die einen finden gerade diese ursprüngliche Textform reizvoll, andere wiederum halten sich an die Pariser Originalausgabe, die bei Baudry erschien und von Dumas anständig bearbeitet und freigegeben wurde. Auch Carteret wettert eher gegen die belgischen Drucke: "ce que nous combattons avec énergie, à savoir que ces éditions parues à l' etranger simultanément avec les éditions originales françaises sont à rejeter pour toutes sortes de raisons dont la meilleure est, qu'en dehors de leur impression qui est fort médiocre, leur texte publié est souvent expurgé et n'a pu, par suite de la fraude, recevoir les corrections indispensables des auteurs". - Der Dumas-Bibliograph Frank Reed stellt sogar fest, dass die meisten frühen Übersetzungen auf der Grundlage der belgischen Ausgaben gefertigt wurden, da sie wesentlich billiger waren als die autorisierte französische Ausgabe. (Frank W. Reed: A bibliography of Alexandre Dumas père, Neuhys 1933).