Los 480

H. Hesse. Eigenh. letzter Vers des Gedichts ‚Allein‘ mit Unterschrift. 30.I.1911.

Schätzpreis
€ 500
Ausrufpreis
€ 360
Zuschlag
€ 360
Los: 480
Kategorie: Manuskripte und Autographen
HESSE, HERMANN (1877 Calw - 1962 Montagnola)
Literaturnobelpreisträger.

Eigenhändiger letzter Vers des Gedichts ‚Allein‘ mit Unterschrift. 30.I.1911. 1 Blatt. Bleistift auf Papier. 20,7 x 16,5 cm.

(Auf Passepartout montiert. Schwach gebräunt. Am rechten Oberrand die Zahl 29 in schwarzer Tinte von anderer Hand.)

„Es ist kein Wissen
Noch Können so gut
Als daß man alles Schwere
Alleine tut.“

Hesses Gedicht ‚Allein‘ steht in der Tradition seiner lebensphilosophischen Betrachtungen. Stilistisch ist es bewusst schlicht gehalten, liest sich fast sprichwortartig oder wie eine Lebensweisheit in Versform. Inhaltlich knüpft es an ein zentrales Motiv in Hesses Werk an: die Auseinandersetzung mit dem Selbst, dem Leiden und dem menschlichen Wachstum. Die in den letzten Zeilen ausgedrückte Essenz des Gedichts rückt die innere Stärke und Selbstverantwortung des Menschen ins Zentrum – Tugenden, die in Hesses Literatur, etwa in ‚Siddhartha‘ oder ‚Demian‘, immer wieder auftauchen.