Los 479

W. Heisenberg. Mesonenerzeugung als Stosswellenproblem. 1952. 23 SS. Manuskript.

Schätzpreis
€ 36.000
Ausrufpreis
€ 30.000
Los: 479
Kategorie: Manuskripte und Autographen
HEISENBERG, WERNER (Würzburg 1901 - 1976 München)
Physiker. Gilt als Begründer der Quantenmechanik.

Mesonenerzeugung als Stosswellenproblem. Eigenhändiges Manuskript. 30,5 x 20,5 cm. Mit einigen Diagrammen und Berechnungen. 23 SS. hs. Text mit einigen Änderungen, Ergänzungen und Streichungen. Ohne Umschlag gefaltet.

(Unbedeutende Altersspuren.)

Werner Heisenberg beschreibt die Erzeugung von Mesonen. Diese subatomaren Teilchen wurden 1934 von Hideki Yukawa theoretisch vorausgesagt und 1936 bzw. 1945 bestätigt. Mesonen werden heute als Paare von Quarks und Antiquarks verstanden, die in Teilchenbeschleunigern erzeugt werden können. Sie sind in der Natur nur kurzlebige Produkte, die seit dem Urknall keine Rolle mehr in der Natur spielen. In der Teilchenphysik spielen Mesonen jedoch eine wichtige Rolle, da sie zum Beispiel die Bindung von Protonen und Neutronen im Atomkern erklären. Inzwischen sind etwa 104 verschiedene Arten von Mesonen bekannt und für über 50 weitere gibt es Indizien.
Das hier angebotene, hochbedeutende Manuskript einer Veröffentlichung Heisenbergs steht am Anfang eines Forschungszweiges, der immer noch mit vielen weiteren Entdeckungen aufwartet. - Werner Heisenberg wurde mit dem Nobelpreis für Physik des Jahres 1932 ausgezeichnet für die Begründung der Quantenmechanik und für seine Forschungen zum Wasserstoff. Weitere hohe Auszeichnungen folgten. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte er sich weiterhin für die Kernforschung und den Bau von Atomreaktoren ein, doch er votierte immer vehement gegen die militärische Nutzung der Kernkraft. - Umfangreiche wissenschaftliche Manuskripte des Nobelpreisträgers Heisenberg, wie das hier angebotene, konnten wir im Handel nicht nachweisen. - Mit Begleitschreiben Heisenbergs an einen Verleger vom 30. April 1954, in dem er mitteilt, dass er ihm hiermit das Manuskript des Textes schickt, der in der 'Zeitschrift für Physik' im Jahr 1952 auf den Seiten 65-78 veröffentlicht worden war.