Los 474
A. v. Favrat. 3 Dankesschreiben Wilhelms I., 1 Urkunde über die Verleihung des St.-Wladimir-Ordens, 1 weiteres Schriftstück u. 1 Briefumschlag. 1818-57.
Schätzpreis
€ 300
Ausrufpreis
€ 200
Zuschlag
€ 260
Los:
474
Kategorie:
Manuskripte und Autographen
FAVRAT, ARTHUR VON
Leutnant im 30. königlich-preußischen Infanterieregiment.
1) Wilhelm, Prinz von Preußen (ab 1871 Wilhelm I.). Dankschreiben mit eigenhändiger Unterschrift. Berlin, 23. März 1818. 1 Blatt. 28,4 x 22,5 cm. - An den Leutnant a. D. Arthur von Favrat. Wilhelm bedankt sich für übersandte Glückwünsche zu seinem 21. Geburtstag. (Verso auf Trägerkarton montiert. Gebräunt und mit zahlr. kleinen, teils hinterlegten Einrissen im rechten Rand.)
2) Eigenhändiges Schreiben mit Unterschrift eines nicht identifizierten Absenders in deutscher Sprache an „den Hauptmann Herrn Baron von Favrat“ mit Glückwünschen zur Geburt des vierten Sohnes, der Zusicherung der Patenschaft und des Beilegens des Vornamens Karl. Berlin, 5. April 1828. 1 Blatt. 22,7 x 18,5 cm. (Verso auf Trägerkarton montiert. Leicht gebräunt und minimal fleckig.)
3) Wilhelm, Prinz von Preußen. Dankschreiben mit eigenhändiger Unterschrift. Berlin, 10. Januar 1840. 1 Blatt. 26,8 x 22,2 cm. - An „Herrn Major Freiherr von Favrat“. Wilhelm dankt für Glückwünsche zum Jahreswechsel. (Verso auf Trägerkarton montiert. Gebräunt und etwas altersfleckig. Kleiner Einriss im Mittelfalz.)
4) Wilhelm, Prinz von Preußen. Dankschreiben mit eigenhändiger Unterschrift. Berlin, 8. Januar 1857. 1 Blatt. 28,3 x 22,2 cm. - An „den Lieutenant a. d. u. Polizei Commissar, Herrn von Favrat“, der Wilhelm zum militärischen Dienstjubiläum gratuliert hatte. (Verso auf Trägerkarton montiert. Gebräunt. Mittelfalz minimal eingerissen.)
5) Urkunde Zar Alexanders I. über die Verleihung des St.-Wladimir-Ordens vierter Klasse an der Schleife an den königlichen Leutnant im 12. Infanterieregiment, Herrn von Favrat. Von einem Generalmajor und einem weiteren Funktionsträger eigenhändig unterzeichnet. St. Petersburg, 25. Dezember 1818. 1 Blatt. 33,9 x 22 cm. In russischer Sprache. Mit papiergedecktem Siegel. (Verso auf Trägerkarton montiert. Gebräunt und altersfleckig. An Ober- und Unterrand jeweils zwei kleine Löcher einer früheren Montage. Das Siegel mit Durchschlag. Recto mit hs. Regest in deutscher Sprache.)
6) Briefumschlag mit gut erhaltenem Wachssiegel des 30. königlich-preußischen Infanterieregiments. Adressiert an den „königlichen Lieutenant im 30. Infanterie Regiment Herrn v. Favrat“ und an „den königlichen Oberst und Commandeur des 30sten Infanterie-Regiments, Ritter pp. Herrn Hencke“. Ohne Ortsangabe und Datierung. 1 Doppelblatt. 34,2 x 21 cm. (Verso auf Trägerkarton montiert. Einriss durch Brieföffnung. Gebräunt und im Adressbereich fleckig.)
Bei dem Adressaten der hier versammelten Schriftstücke handelt es sich wahrscheinlich um den Vater des über die Bestände der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften aufzufindenden Leibpagen Wilhelms I., C. Arthur Friedrich von Favrat. Für diese höchster Diskretion und Loyalität unterliegende Stellung wählte Wilhelm I. ausschließlich Personen aus, zu deren Eltern oder Angehörigen er persönliche Beziehungen pflegte, insbesondere berief er Söhne gefallener Offiziere in das Amt. Es ist anzunehmen, dass der hier vom russischen Kaiserreich mit dem Orden des Heiligen Wladimir, einem kaiserlich-russischen Zivil- und Militärorden, ausgezeichnete und in Kontakt mit Wilhelm I. stehende „Baron von Favrat“ ein Nachfahre des Franz Andreas von Favrat (1733-1804) gewesen ist, der als General der preußischen Infanterie und Gouverneur von Glatz diente. Im Adressbuch von Aachen und Burtscheid von 1855 ist ein Arthur von Favrat als Polizeikommissar mit Aachener Adresse gemeldet, was zu dem Schreiben Wilhelms vom 8. Januar 1857 passt. Zuvor diente Arthur von Favrat im 12., später im prestigeträchtigen 30. preußischen Infanterieregiment unter dem Oberst und Kommandeur August Wilhelm Heinrich Hencke (1797-1860), welcher 1852 den Roten Adlerorden verliehen bekam. Insgesamt ein genealogisch und militärhistorisch interessantes Konvolut, das zu weiterer Nachforschung anregt.
Leutnant im 30. königlich-preußischen Infanterieregiment.
1) Wilhelm, Prinz von Preußen (ab 1871 Wilhelm I.). Dankschreiben mit eigenhändiger Unterschrift. Berlin, 23. März 1818. 1 Blatt. 28,4 x 22,5 cm. - An den Leutnant a. D. Arthur von Favrat. Wilhelm bedankt sich für übersandte Glückwünsche zu seinem 21. Geburtstag. (Verso auf Trägerkarton montiert. Gebräunt und mit zahlr. kleinen, teils hinterlegten Einrissen im rechten Rand.)
2) Eigenhändiges Schreiben mit Unterschrift eines nicht identifizierten Absenders in deutscher Sprache an „den Hauptmann Herrn Baron von Favrat“ mit Glückwünschen zur Geburt des vierten Sohnes, der Zusicherung der Patenschaft und des Beilegens des Vornamens Karl. Berlin, 5. April 1828. 1 Blatt. 22,7 x 18,5 cm. (Verso auf Trägerkarton montiert. Leicht gebräunt und minimal fleckig.)
3) Wilhelm, Prinz von Preußen. Dankschreiben mit eigenhändiger Unterschrift. Berlin, 10. Januar 1840. 1 Blatt. 26,8 x 22,2 cm. - An „Herrn Major Freiherr von Favrat“. Wilhelm dankt für Glückwünsche zum Jahreswechsel. (Verso auf Trägerkarton montiert. Gebräunt und etwas altersfleckig. Kleiner Einriss im Mittelfalz.)
4) Wilhelm, Prinz von Preußen. Dankschreiben mit eigenhändiger Unterschrift. Berlin, 8. Januar 1857. 1 Blatt. 28,3 x 22,2 cm. - An „den Lieutenant a. d. u. Polizei Commissar, Herrn von Favrat“, der Wilhelm zum militärischen Dienstjubiläum gratuliert hatte. (Verso auf Trägerkarton montiert. Gebräunt. Mittelfalz minimal eingerissen.)
5) Urkunde Zar Alexanders I. über die Verleihung des St.-Wladimir-Ordens vierter Klasse an der Schleife an den königlichen Leutnant im 12. Infanterieregiment, Herrn von Favrat. Von einem Generalmajor und einem weiteren Funktionsträger eigenhändig unterzeichnet. St. Petersburg, 25. Dezember 1818. 1 Blatt. 33,9 x 22 cm. In russischer Sprache. Mit papiergedecktem Siegel. (Verso auf Trägerkarton montiert. Gebräunt und altersfleckig. An Ober- und Unterrand jeweils zwei kleine Löcher einer früheren Montage. Das Siegel mit Durchschlag. Recto mit hs. Regest in deutscher Sprache.)
6) Briefumschlag mit gut erhaltenem Wachssiegel des 30. königlich-preußischen Infanterieregiments. Adressiert an den „königlichen Lieutenant im 30. Infanterie Regiment Herrn v. Favrat“ und an „den königlichen Oberst und Commandeur des 30sten Infanterie-Regiments, Ritter pp. Herrn Hencke“. Ohne Ortsangabe und Datierung. 1 Doppelblatt. 34,2 x 21 cm. (Verso auf Trägerkarton montiert. Einriss durch Brieföffnung. Gebräunt und im Adressbereich fleckig.)
Bei dem Adressaten der hier versammelten Schriftstücke handelt es sich wahrscheinlich um den Vater des über die Bestände der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften aufzufindenden Leibpagen Wilhelms I., C. Arthur Friedrich von Favrat. Für diese höchster Diskretion und Loyalität unterliegende Stellung wählte Wilhelm I. ausschließlich Personen aus, zu deren Eltern oder Angehörigen er persönliche Beziehungen pflegte, insbesondere berief er Söhne gefallener Offiziere in das Amt. Es ist anzunehmen, dass der hier vom russischen Kaiserreich mit dem Orden des Heiligen Wladimir, einem kaiserlich-russischen Zivil- und Militärorden, ausgezeichnete und in Kontakt mit Wilhelm I. stehende „Baron von Favrat“ ein Nachfahre des Franz Andreas von Favrat (1733-1804) gewesen ist, der als General der preußischen Infanterie und Gouverneur von Glatz diente. Im Adressbuch von Aachen und Burtscheid von 1855 ist ein Arthur von Favrat als Polizeikommissar mit Aachener Adresse gemeldet, was zu dem Schreiben Wilhelms vom 8. Januar 1857 passt. Zuvor diente Arthur von Favrat im 12., später im prestigeträchtigen 30. preußischen Infanterieregiment unter dem Oberst und Kommandeur August Wilhelm Heinrich Hencke (1797-1860), welcher 1852 den Roten Adlerorden verliehen bekam. Insgesamt ein genealogisch und militärhistorisch interessantes Konvolut, das zu weiterer Nachforschung anregt.