Los 428
G. Mercuriale, De arte gymnastica libri sex. Venedig 1573.
Schätzpreis
€ 900
Ausrufpreis
€ 500
Zuschlag
€ 500
Los:
428
Kategorie:
Alte Drucke bis 1600
Künstler*in:
Girolamo Mercuriale
Mercuriale, Girolamo: De arte gymnastica libri sex. Secunda editione acti, & multis figuris ornati. Venedig: Giunta 1573. 23 x 17,5 cm. Mit 23 blattgr. Holzschnitten und 1 Textholzschnitt. 6 Bll., 308 (recte 312) SS., 14 Bll. Mod. HLdr. über drei Bünden mit Rs. und ornamentaler Rv.
(Ecken, Kanten und Rücken berieben. Gelenke gebrochen, Kapitale mit Bezugsfehlstellen. Unterer Buchschnitt mit hs. Titel in brauner Tinte. Titel im Außenrand verstärkt. Titel, Vorstücke und die ersten vier Lagen sowie von Lage M bis zum Schluss stark wasserfleckig, sonst durchgehend im Oberrand und oberen Bundsteg wasserfleckig. Die Lagen K und L mit kleiner Wurmspur im Unterrand. Blatt N⁸ mit Eckergänzung. Mit wenigen Marginalien und Unterstreichungen.)
Adams M 1320. BM STC, Italian books, S. 434. Brunet III, 1646. Mortimer 302. Wellcome I, 4224. - Erste illustrierte Ausgabe und zugleich das erste illustrierte Buch, das sich umfassend mit Bewegung als Grundlage eines gesunden Lebens befasst. Die berühmten Holzschnitte der Renaissance-Künstler Cristoforo Coriolani und Pirro Ligorio zeigen Sportarten wie Boxen, Kugelstoßen, Diskuswerfen, Ringen, Schwimmen u. a. - Das als Begründung der wissenschaftlichen Gymnastik geltende Werk beleuchtet ausführlich die Grundsätze und Regeln körperlicher Bewegung, bietet einen historischen Überblick über die Ernährungs-, Hygiene-, Bade- und Bewegungsgewohnheiten der Griechen und Römer und analysiert deren Einfluss auf Wohlbefinden und Krankheit. - Der italienische Arzt Girolamo Mercuriale (latinisiert: Hieronymus Mercurialis; 1530-1606) lehrte Medizin an den Universitäten von Rom, Padua, Bologna und Pisa. Im Jahr des Erscheinens vorliegender Ausgabe wurde er zur Behandlung Kaiser Maximilians II. nach Wien berufen und als Belohnung für die offensichtlich erfolgreiche medizinische Betreuung in den Adelsstand erhoben. Die erwiesene Anwendung seiner Prinzipien an den Höfen Maximilians II. und später Ferdinands I. brachten seinem Werk große Aufmerksamkeit ein, obwohl sich Mercuriale vorwiegend auf antike Vorbilder bezog und zeitgenössische Leibesübungen vernachlässigte. Die erste Ausgabe erschien 1569 noch ohne Illustrationen und war Kardinal Farnese gewidmet, dem Mercuriale nach seinem Studium nach Rom gefolgt war. Die zweite, erweiterte Ausgabe von 1573 ist Kaiser Maximilian II. gewidmet.
(Ecken, Kanten und Rücken berieben. Gelenke gebrochen, Kapitale mit Bezugsfehlstellen. Unterer Buchschnitt mit hs. Titel in brauner Tinte. Titel im Außenrand verstärkt. Titel, Vorstücke und die ersten vier Lagen sowie von Lage M bis zum Schluss stark wasserfleckig, sonst durchgehend im Oberrand und oberen Bundsteg wasserfleckig. Die Lagen K und L mit kleiner Wurmspur im Unterrand. Blatt N⁸ mit Eckergänzung. Mit wenigen Marginalien und Unterstreichungen.)
Adams M 1320. BM STC, Italian books, S. 434. Brunet III, 1646. Mortimer 302. Wellcome I, 4224. - Erste illustrierte Ausgabe und zugleich das erste illustrierte Buch, das sich umfassend mit Bewegung als Grundlage eines gesunden Lebens befasst. Die berühmten Holzschnitte der Renaissance-Künstler Cristoforo Coriolani und Pirro Ligorio zeigen Sportarten wie Boxen, Kugelstoßen, Diskuswerfen, Ringen, Schwimmen u. a. - Das als Begründung der wissenschaftlichen Gymnastik geltende Werk beleuchtet ausführlich die Grundsätze und Regeln körperlicher Bewegung, bietet einen historischen Überblick über die Ernährungs-, Hygiene-, Bade- und Bewegungsgewohnheiten der Griechen und Römer und analysiert deren Einfluss auf Wohlbefinden und Krankheit. - Der italienische Arzt Girolamo Mercuriale (latinisiert: Hieronymus Mercurialis; 1530-1606) lehrte Medizin an den Universitäten von Rom, Padua, Bologna und Pisa. Im Jahr des Erscheinens vorliegender Ausgabe wurde er zur Behandlung Kaiser Maximilians II. nach Wien berufen und als Belohnung für die offensichtlich erfolgreiche medizinische Betreuung in den Adelsstand erhoben. Die erwiesene Anwendung seiner Prinzipien an den Höfen Maximilians II. und später Ferdinands I. brachten seinem Werk große Aufmerksamkeit ein, obwohl sich Mercuriale vorwiegend auf antike Vorbilder bezog und zeitgenössische Leibesübungen vernachlässigte. Die erste Ausgabe erschien 1569 noch ohne Illustrationen und war Kardinal Farnese gewidmet, dem Mercuriale nach seinem Studium nach Rom gefolgt war. Die zweite, erweiterte Ausgabe von 1573 ist Kaiser Maximilian II. gewidmet.