Los 423

Köln. - Des Ertzstiffts Cöln Reformation. Köln 1538.

Schätzpreis
€ 600
Ausrufpreis
€ 400
Zuschlag
€ 500
Los: 423
Kategorie: Alte Drucke bis 1600
Köln. - Des Ertzstiffts Cöln Reformation dere weltlicher Gericht Rechts, und Policey. Durch Herman Ertzbisschoffen zu Cöln uffgericht. Köln: P. Quentel 1538. 31,5 x 19,5 cm. Mit Hz.-Titelbordüre und 1 blattgr. Holzschnitt. 10 nn. Bll., 92 (recte 98) röm. num. Bll. Handgebundenes, dunkelgrünes Ldr. mit blingepr. Deckelfilete, breiter ornamentaler Innenkantenvergoldung und Rs. in Ln.-Schuber

(Rücken und Schuber lichtblass. Titel minimal fleckig, mit ca. 10 cm langem, gut restauriertem Einriss im mittleren Bildbereich und hs. Korrektur des gedruckten Erlassungsdatums um ein Jahr. Die ersten 11 Bll. nach dem Titel an den Ecken fachgerecht restauriert. Weitere winzige Eckergänzungen. Der blattgroße Holzschnitt „Arbor consanguinitatis“ am Außenrand bis in die Darstellung beschnitten. Minimale Alters- und Gebrauchsspuren.)

VD16 K 1740. BM, German books, S. 217. Kaspers, S. 90. - Erste Ausgabe der ersten zusammenfassenden Aufzeichnung des Landrechts Kurkölns, in der im Wesentlichen das Gerichtsverfahren, Strafrecht und Polizeirecht geregelt werden. Erzbischof Herman von Wied (1515-1547) hatte nach Beratungen mit den Ständen 1537 und 1538 die vorliegende Landrechtsreformation erlassen. Sie enthält eine weltliche Gerichtsordnung, Auszüge aus früheren Bestimmungen, einige Reichsgesetze wie die Carolina, eine Polizeiordnung und einen Formularteil. - „Besondere Beachtung verdient schließlich das Titelblatt (...) wegen der Darstellung des Erzbischofs inmitten der Inhaber der Erbämter seines Hofes, Erbschenk, Erbhofmeister, Erbmarschall und Erbkämmerer.“ (Kaspers).