Los 416
F. v. Schiller. - A. Streicher, Schiller's Flucht von Stuttgart und Aufenthalt in Mannheim. Stgt. und Augsburg 1836.
Schätzpreis
€ 200
Ausrufpreis
€ 140
Zuschlag
€ 140
Los:
416
Kategorie:
Literatur des 17. bis 19. Jahrhunderts
Schiller. - (Streicher, Andreas): Schiller's Flucht von Stuttgart und Aufenthalt in Mannheim von 1782 bis 1785. Stuttgart u. Augsburg: Cotta 1836. 17,9 x 10,2 cm. VI SS., 216 SS., 2 SS. Braunes HLn. mit marmorierten grünen Bezugspapieren. Goldgepr. Rt.
(Einband berieben und bestoßen; Gelenke aufgeplatzt. Vorsätze sowie Titel- und letzte Bll. etwas gebräunt. Gering altersfleckig.)
Goed. V, 118, 51. Marcuse 307. Borst 1812. - Erste Ausgabe. - Enthält auf S. 114 zwei Verse aus dem verloren gegangenen Gedicht "Teufel Amor". - Andreas Streicher wuchs seit 1771 im Stuttgarter Waisenhaus auf. Von höherer Bildung ausgeschlossen, fand er seinen Weg durch die Musik. Seine musikalische Begabung brachte ihn in Kontakt zu Hofmusikern und Musikzöglingen der Hohen Karlsschule. Dort studierte auch Friedrich Schiller, mit dem sich Streicher anfreundete. Zusammen besuchten sie 1782 heimlich die Uraufführung der Räuber in Mannheim, wofür Schiller mit 14 Tagen Haft büßen musste. Noch im gleichen Jahr flohen die beiden aus Stuttgart nach Mannheim. Über diese Flucht schrieb Streicher dieses vielgelesene Buch. Eigentlich wollte er weiter nach Hamburg zu Carl Philipp Emanuel Bach reisen, doch aus Geldmangel musste er in Mannheim bleiben. Dort lebte Streicher von Klavierunterricht und gab Konzerte. 1786 zog er nach München, wo er als Klavierlehrer und zunehmend auch als Komponist bekannt wurde. 1793 heiratete er Nannette Stein (1769-1833), Tochter des Augsburger Klavierbauers Johann Andreas Stein. 1794 ging das Paar nach Wien, wo Nannette und ihr Bruder Matthäus Andreas Stein die Klavierfabrik "Frère et Seur Stein" eröffneten. Nach der Aufteilung des Unternehmens 1802 erwarb Streicher die nötigen technischen Kenntnisse und stieg selbst als Klavierbauer in das Geschäft seiner Frau ein. Er und Nannette waren wichtige Vertraute Ludwig van Beethovens in dessen letzten Lebensjahren.
(Einband berieben und bestoßen; Gelenke aufgeplatzt. Vorsätze sowie Titel- und letzte Bll. etwas gebräunt. Gering altersfleckig.)
Goed. V, 118, 51. Marcuse 307. Borst 1812. - Erste Ausgabe. - Enthält auf S. 114 zwei Verse aus dem verloren gegangenen Gedicht "Teufel Amor". - Andreas Streicher wuchs seit 1771 im Stuttgarter Waisenhaus auf. Von höherer Bildung ausgeschlossen, fand er seinen Weg durch die Musik. Seine musikalische Begabung brachte ihn in Kontakt zu Hofmusikern und Musikzöglingen der Hohen Karlsschule. Dort studierte auch Friedrich Schiller, mit dem sich Streicher anfreundete. Zusammen besuchten sie 1782 heimlich die Uraufführung der Räuber in Mannheim, wofür Schiller mit 14 Tagen Haft büßen musste. Noch im gleichen Jahr flohen die beiden aus Stuttgart nach Mannheim. Über diese Flucht schrieb Streicher dieses vielgelesene Buch. Eigentlich wollte er weiter nach Hamburg zu Carl Philipp Emanuel Bach reisen, doch aus Geldmangel musste er in Mannheim bleiben. Dort lebte Streicher von Klavierunterricht und gab Konzerte. 1786 zog er nach München, wo er als Klavierlehrer und zunehmend auch als Komponist bekannt wurde. 1793 heiratete er Nannette Stein (1769-1833), Tochter des Augsburger Klavierbauers Johann Andreas Stein. 1794 ging das Paar nach Wien, wo Nannette und ihr Bruder Matthäus Andreas Stein die Klavierfabrik "Frère et Seur Stein" eröffneten. Nach der Aufteilung des Unternehmens 1802 erwarb Streicher die nötigen technischen Kenntnisse und stieg selbst als Klavierbauer in das Geschäft seiner Frau ein. Er und Nannette waren wichtige Vertraute Ludwig van Beethovens in dessen letzten Lebensjahren.