Los 365
J. de Voragine, Legenda aurea. Deutsch v. Richard Benz. 2 Bde. Jena 1917-21. Eines von 1500 Ex.
Schätzpreis
€ 200
Ausrufpreis
€ 120
Zuschlag
€ 120
Los:
365
Kategorie:
Literatur des 17. bis 19. Jahrhunderts
Künstler*in:
Jacobus de Voragine
Jacobus de Voragine: Legenda aurea. Deutsch von Richard Benz. 2 Bde. Jena: Eugen Diederichs 1917-21. 27,5 x 20 cm. Hellbraunes Ldr. auf 5 Zierbünden mit goldgepr. Deckelfileten, goldgepr. Blütenstempeln auf den Vorderdeckeln, goldgepr. Rt., dezenter Rv. und Kopfgoldschnitt.
(Gering berieben. Rücken verblasst. Kratzspuren auf den Deckeln. Buchschnitt minimal stockfleckig. Vor- und Nachsätze gebräunt und etwas stock- bzw. braunfleckig. Lederbezug mit Abklatsch auf fliegenden Vor- und Nachsatz. Papierbedingt etwas gebräunt. Wenige Blätter schwach wasserrandig.)
Eines von 500 handkolorierten Ex. (GA 1600). - Ulf Diederichs, S. 194 u. 226 f. - Monumentalausgabe der über Jahrhunderte viel rezipierten Lebensgeschichten Heiliger des italienischen Dominikaners in deutscher Übersetzung. - Druckanordnung, handgemalte Initialen in Inkunabelmanier, Titel- und Einbandentwurf von Richard Benz. - Eugen Diederichs realisierte die Herausgabe dieses mittelalterlichen Prachtwerks auf der Höhe seiner verlegerischen Reputation. Im Druckjahr des ersten Bandes, der allerdings erst 1921 zusammen mit dem zweiten Band erschien, berief er die Lauensteiner Kulturtagung ein, an der wichtige Vertreter des geistigen, künstlerischen, politischen und ökonomischen Lebens Deutschlands teilnahmen, darunter Max Weber. Diederichs betrachtete seine Publikationen dieser Zeit als nationale Aufgabe in einem volkskundlich-politischen Spannungsfeld und trug damit - ganz im Sinne der Lauensteiner Tagung - zur Prägung kommender Wirklichkeiten bei (vgl. Ulf Diederichs, S. 191 f.).
(Gering berieben. Rücken verblasst. Kratzspuren auf den Deckeln. Buchschnitt minimal stockfleckig. Vor- und Nachsätze gebräunt und etwas stock- bzw. braunfleckig. Lederbezug mit Abklatsch auf fliegenden Vor- und Nachsatz. Papierbedingt etwas gebräunt. Wenige Blätter schwach wasserrandig.)
Eines von 500 handkolorierten Ex. (GA 1600). - Ulf Diederichs, S. 194 u. 226 f. - Monumentalausgabe der über Jahrhunderte viel rezipierten Lebensgeschichten Heiliger des italienischen Dominikaners in deutscher Übersetzung. - Druckanordnung, handgemalte Initialen in Inkunabelmanier, Titel- und Einbandentwurf von Richard Benz. - Eugen Diederichs realisierte die Herausgabe dieses mittelalterlichen Prachtwerks auf der Höhe seiner verlegerischen Reputation. Im Druckjahr des ersten Bandes, der allerdings erst 1921 zusammen mit dem zweiten Band erschien, berief er die Lauensteiner Kulturtagung ein, an der wichtige Vertreter des geistigen, künstlerischen, politischen und ökonomischen Lebens Deutschlands teilnahmen, darunter Max Weber. Diederichs betrachtete seine Publikationen dieser Zeit als nationale Aufgabe in einem volkskundlich-politischen Spannungsfeld und trug damit - ganz im Sinne der Lauensteiner Tagung - zur Prägung kommender Wirklichkeiten bei (vgl. Ulf Diederichs, S. 191 f.).