Los 345
J. G. Herder, Abhandlung über den Ursprung der Sprache. Berlin 1772.
Schätzpreis
€ 200
Ausrufpreis
€ 140
Zuschlag
€ 850
Los:
345
Kategorie:
Literatur des 17. bis 19. Jahrhunderts
Künstler*in:
(Johann Gottfried) Herder
Herder, (Johann Gottfried): Abhandlung über den Ursprung der Sprache, welche den von der Königl. Academie der Wissenschaften für das Jahr 1770 gesezten Preis erhalten hat. Berlin: C. F. Voß 1772. 15,5 x 9,7 cm. 1 Bl., 222 SS. Späterer, mit Buntpapier bezogener Pp.
(Berieben, bestoßen und braunfleckig. Rücken gebräunt und mit Bezugsfehlstellen. Innen gebräunt und stellenweise altersfleckig. Stempel auf Titel und dem letzten Blatt verso. 2 hs. Besitzvermerke auf dem Vorsatz.)
Goed. IV/1, 724, 30. Günther/Volgina/Seifert 405. Schulte-Strathaus 18. Borst 238. - Erste Ausgabe. - Grundlegende Schrift der Sprachphilosophie des 18. Jahrhunderts, die wegen ihrer Hinweise auf die Volkspoesie großen Einfluss auf den Sturm und Drang hatte. „Entgegen der allgemein vertretenen Ansicht, daß die Sprache eine unmittelbare, eigens von Gott verliehene Gabe sei, stellte Herder zu seiner eigenen Befriedigung fest, daß es nicht Gott war, der die Sprache für den Menschen erfand, sondern daß der Mensch selber sie ersann als natürliches Mittel, seinen eigenen Verstand zu entfalten. Dies war damals, wie es auch in der Einleitung zur ‚Abhandlung‘ gesagt wird, eine neue und erschreckend unorthodoxe Ansicht. Die Pioniernatur dieses Essays von ungefähr zweihundert Seiten wird durch die allgemeine Anerkennung der Philologen von heute nicht geschmälert.“ (Carter-Muir 216).
(Berieben, bestoßen und braunfleckig. Rücken gebräunt und mit Bezugsfehlstellen. Innen gebräunt und stellenweise altersfleckig. Stempel auf Titel und dem letzten Blatt verso. 2 hs. Besitzvermerke auf dem Vorsatz.)
Goed. IV/1, 724, 30. Günther/Volgina/Seifert 405. Schulte-Strathaus 18. Borst 238. - Erste Ausgabe. - Grundlegende Schrift der Sprachphilosophie des 18. Jahrhunderts, die wegen ihrer Hinweise auf die Volkspoesie großen Einfluss auf den Sturm und Drang hatte. „Entgegen der allgemein vertretenen Ansicht, daß die Sprache eine unmittelbare, eigens von Gott verliehene Gabe sei, stellte Herder zu seiner eigenen Befriedigung fest, daß es nicht Gott war, der die Sprache für den Menschen erfand, sondern daß der Mensch selber sie ersann als natürliches Mittel, seinen eigenen Verstand zu entfalten. Dies war damals, wie es auch in der Einleitung zur ‚Abhandlung‘ gesagt wird, eine neue und erschreckend unorthodoxe Ansicht. Die Pioniernatur dieses Essays von ungefähr zweihundert Seiten wird durch die allgemeine Anerkennung der Philologen von heute nicht geschmälert.“ (Carter-Muir 216).