Los 1320

Saul Steinberg. Gogols Nose. 1964/65. Tusche.

Schätzpreis
€ 5.000
Ausrufpreis
€ 4.000
Los: 1320
Kategorie: Papierarbeiten
Künstler*in: SAÜL STEINBERG
SAÜL STEINBERG

Gogol's Nose 1964/65

Tusche auf Papier. Signiert (wohl nach 1974). Blattgröße 29 x 37 cm.
(Gefalteter Doppelblattbogen an allen vier Ecken frei in Passepartout montiert.)

Provenienz: Rahmenrückwand mit 4 Schildchen: Galerie Maeght, Paris; Kestner-Gesellschaft, Hannover; Galerie Maeght, Zürich; Kölnischer Kunstverein.


Saul Steinberg – Zeichnungen, Aquarelle, Collagen, Gemälde, Reliefs – 1963-1974, Kölnischer Kunstverein 1974, Kat. Nr. 5 – Abbildung im Katalog, ohne Signatur.


"Die Nase" von Nikolai Wassiljewitsch Gogols aus dem Jahre 1836, gilt als Meisterwerk der absurden Literatur. Die Erzählung handelt von dem Kollegienassessor Kowaljow, der verzweifelt versucht, seine Nase wiederzufinden, nachdem diese eines Morgens beim Frühstück im Brot seines Barbiers Jakowlewitsch auftaucht und fortan ein Eigenleben entwickelt. Die skurile Geschichte stieß bei Steinberg auf große Resonanz, der auch in vielen anderen Arbeiten eine Nase als zentrales Motiv verwendete und dessen Geruchssinn wohl so ausgeprägt war, dass er den Geruch von etwas oder jemandem fast genauso oft verbal beschrieb, wie er das Aussehen von etwas oder jemandem bildlich darstellte.