Los 54
J. L. Gottfried, Historische Chronica. Frankfurt 1657.
Schätzpreis
€ 800
Ausrufpreis
€ 600
Zuschlag
€ 850
Los:
54
Kategorie:
Geschichte, Kulturgeschichte und Varia
Künstler*in:
Johann Ludwig Gottfried
Gottfried, Johann Ludwig: Historische Chronica, oder Beschreibung der Fürnemsten Geschichten, so sich von Anfang der Welt, biß auff das Jahr Christi 1619 zugetragen. Frankfurt am Main: Merians Erben 1657. 31,6 x 20,2 cm. Mit gest. Kupfertitel, Drucktitel in Schwarz und Rot mit Hz.-Druckermarke und Hz.-Bordüre, 31 gest. Porträtmedaillontafeln, 1 doppelblattgr. gest. Weltkarte, 1 doppelblattgr. gest. Plan der Belagerung Ostendes, 1 doppelblattgr. gest. Plan der Stadt Jülich, 1 doppelblattgr. gest. Kupfertafel mit der Darstellung der Seeschlacht bei Gibraltar und zahlr. Textkupfern. 6 Bll., 31 Bll., 1185 SS., 1 nn. S., 26 Bll. Pgt. unter Verwendung alten Bezugmaterials mit hs. Rt.
(Einband berieben und leicht fleckig. Ecken teils aufgeplatzt. Kupfertitel, Drucktitel und erste 12 Bll. mit schwächer werdendem Feuchtfleck im weißen Außenrand. Porträttafel XV mit dem handschriftlichen Zusatz „Pompeia“ in brauner Tinte. 2 weitere Porträttafeln recto mit hs. Zusätzen in rotem Buntfstift, 3 verso mit Marginalien. Gering gebräuntes, gut erhaltenes Exemplar mit nur sehr wenigen kleinen Papierläsuren.)
Wüthrich III, 77 f. (entgegen Wüthrich mit Kupfertitel und ohne die Fehlpaginierungen auf den Seiten 759 und 767). VD17 23:301021P. - Vierte Ausgabe der berühmten Chronik mit den schönen Merian-Kupfern, erstmals mit dem Zusatz über die Reformationsgeschichte von 1517-1601 (S. 992-1052). Der Autor des Zusatzes wird nicht genannt, es ist weder Gottfried selbst, der bereits 1633 gestorben war, noch der Verfasser des achten Teils der Chronik, Johann Philipp Abele. Der Leser erfährt zu Beginn des Supplements nur folgendes: „Günstiger Leser, als der Author dieser Historien biß zum Stehenden Theyl kommen, ist er darüber verstorben, und hat das ruckstehende M. Joan-Philippus Abelinus, zusambt dem folgenden Achten Theyl, verfertiget, die Historiam aber vom Religion- und Reformation-Wesen allzu kurtz und unvollkommen eingeruckt, derowegen der Verlager bewogen, solche durch Jemanden etwas fleissiger extrahiren, unnd an das Liecht stellen zulassen, wie mit folgendem Anhang dieses siebenden Theyls beschiehet, welches der günstige Leser im besten vermercken wolle.“ (S. 992). - Die in vier Monarchien oder Weltreiche eingeteilte Übersicht über die Weltgeschichte von der Schöpfung bis zur Gegenwart des in der Oberpfalz geborenen Theologen Johann Ludwig Gottfried (1584-1633) war über Generationen hinweg so beliebt, dass selbst der junge Goethe sie als Nachschlagewerk für seine Studien und als historische Inspirationsquelle herangezogen haben soll. Nach dem Tod Gottfrieds führte Johann Philipp Abele die Chronik weiter und erweiterte sie um den achten Teil. Die Illustrationen stammen fast alle von Matthäus Merian dem Älteren. „Eine Weltgeschichte in dieser Bilderfülle ist vor und nach Merian nicht produziert worden.“ (Wüthrich). - Die Porträttafeln jeweils mit Holzschnitt-Ornamentrahmen aus beweglichen Lettern. Porträttafel XV mit dem abgefallenen linken Rand der Pompeia. - Wüthrich gibt explizit „kein Kupfertitelblatt“ an. Dieses Exemplar mit dem Kupfertitel der 3. Ausgabe.
(Einband berieben und leicht fleckig. Ecken teils aufgeplatzt. Kupfertitel, Drucktitel und erste 12 Bll. mit schwächer werdendem Feuchtfleck im weißen Außenrand. Porträttafel XV mit dem handschriftlichen Zusatz „Pompeia“ in brauner Tinte. 2 weitere Porträttafeln recto mit hs. Zusätzen in rotem Buntfstift, 3 verso mit Marginalien. Gering gebräuntes, gut erhaltenes Exemplar mit nur sehr wenigen kleinen Papierläsuren.)
Wüthrich III, 77 f. (entgegen Wüthrich mit Kupfertitel und ohne die Fehlpaginierungen auf den Seiten 759 und 767). VD17 23:301021P. - Vierte Ausgabe der berühmten Chronik mit den schönen Merian-Kupfern, erstmals mit dem Zusatz über die Reformationsgeschichte von 1517-1601 (S. 992-1052). Der Autor des Zusatzes wird nicht genannt, es ist weder Gottfried selbst, der bereits 1633 gestorben war, noch der Verfasser des achten Teils der Chronik, Johann Philipp Abele. Der Leser erfährt zu Beginn des Supplements nur folgendes: „Günstiger Leser, als der Author dieser Historien biß zum Stehenden Theyl kommen, ist er darüber verstorben, und hat das ruckstehende M. Joan-Philippus Abelinus, zusambt dem folgenden Achten Theyl, verfertiget, die Historiam aber vom Religion- und Reformation-Wesen allzu kurtz und unvollkommen eingeruckt, derowegen der Verlager bewogen, solche durch Jemanden etwas fleissiger extrahiren, unnd an das Liecht stellen zulassen, wie mit folgendem Anhang dieses siebenden Theyls beschiehet, welches der günstige Leser im besten vermercken wolle.“ (S. 992). - Die in vier Monarchien oder Weltreiche eingeteilte Übersicht über die Weltgeschichte von der Schöpfung bis zur Gegenwart des in der Oberpfalz geborenen Theologen Johann Ludwig Gottfried (1584-1633) war über Generationen hinweg so beliebt, dass selbst der junge Goethe sie als Nachschlagewerk für seine Studien und als historische Inspirationsquelle herangezogen haben soll. Nach dem Tod Gottfrieds führte Johann Philipp Abele die Chronik weiter und erweiterte sie um den achten Teil. Die Illustrationen stammen fast alle von Matthäus Merian dem Älteren. „Eine Weltgeschichte in dieser Bilderfülle ist vor und nach Merian nicht produziert worden.“ (Wüthrich). - Die Porträttafeln jeweils mit Holzschnitt-Ornamentrahmen aus beweglichen Lettern. Porträttafel XV mit dem abgefallenen linken Rand der Pompeia. - Wüthrich gibt explizit „kein Kupfertitelblatt“ an. Dieses Exemplar mit dem Kupfertitel der 3. Ausgabe.