Los 469

W. M. von Goethe, Der Mensch und die elementarische Natur. Stuttgart und Tübingen 1845.

Schätzpreis
€ 200
Ausrufpreis
€ 140
Zuschlag
€ 240
Los: 469
Kategorie: Literatur des 17. bis 19. Jahrhunderts
(Goethe, Wolfgang Maximilian von): Erlinde (als 2. Titel). Der Mensch und die elementarische Natur. Dritter Beitrag. Stuttgart und Tübingen: Cotta 1845. 22,4 x 18 cm. 4 Bll., 240 SS., 1 Bl. Mod. Pp. mit Buntpapierbezug, Rs.

(Kanten l. berieben. Vorsätze erneuert, Titel mit Besitzvermerk. Stockfleckig.)

Holzmann/Boh. VII, (= III. Nachtrag) 7048. Kippenberg 3543. - Erste Ausgabe und seltenes Erstlingswerk des Versdramas "Erlinde". - Wolfgang Maximilian von Goethe (1820-1883) war Joh. Wolfg. von Goethes Lieblingsenkel und genoss dessen Erziehung. "Seine Heidelberger rechtsgeschichtliche Dissertation (1845) „De fragmento Vegoiae“ fügte er dem Werk „Der Mensch und die elementarische Natur“ (anonym 1845) ein, worin er die romantische Vorstellung von der ursprünglichen Einheit von Mensch und Natur philosophisch, wissenschaftlich und dichterisch zu beleben versuchte. Das mit Schellingschen Begriffen theoretisch ansprechend behandelte Thema vermochte G. in dem Versdrama „Erlinde“ (entstanden 1839-42) und den „Gedichten“ (1851) nur in künstlerisch unzureichendem, gefühligem Klassizismus darzustellen. In biographischer Hinsicht belegen sie das Erlebnis, als Spätling von der elementaren Kraft getrennt zu sein. Da die ersehnte Anerkennung ausblieb, entsagte G. verbittert weiteren dichterischen Versuchen." (NDB VI, 576-77). - Mit eigenhändigem Namenszug der "Emilie von Gleichen", Schillers jüngster Tochter, die mit dem Fhrn. von Gleichen verheiratet war. - Breitrandiges Exemplar.