Los 277

(E. Oehme). Eigenh. Briefgedicht mit U. O. O. u. D.

Schätzpreis
€ 300
Ausrufpreis
€ 200
Los: 277
Kategorie: Manuskripte und Autographen
(OEHME, ERNST FERDINAND, 1797 - 1855 Dresden)

Eigenhändiges Briefgedicht mit Unterschrift („derjenige welcher“). Ohne Ortsangabe und Datierung. 1 Blatt. Ca. 23 x 15,5 cm.

(Gebräunt. Mehrere Randbeschädigungen. Der Unterrand bis knapp unter der Signatur ausgerissen.)

„Herzliches Dankgedicht nach eröffneter Leimung / v. denjenigen / der sich heute seines Namens etwas / schämt. / in wirklich tiefster Submission. / Das wohl sehr schön zu nennen / Bei Hochzeiten Kindtaufen (nehmen) mußte / Freundschaft und Leim nicht zu verkennen / Ich daher wohl sehr - / deshalb mit dergleichen fortfahren / Immer wiederholen in Jahren. / der Persönliche wird bald selbst erscheinen, etwas verblüfft / weil die Zweifel noch nicht ruhen wollen, und so noch / keinen Begriff von solcher menschlicher Schlechtigkeit in sich aufnehmen will [...].“

Ernst Ferdinand Oehme (1797-1855) war einer der herausragendsten Vertreter der Dresdner Romantik. Im Anschluss an Johann Christian Clausen Dahl und Caspar David Friedrich schuf er ein umfangreiches Werk, das im Gegensatz zu seinen Vorbildern stärker in der Realität verankert ist und weniger zur Symbolik tendiert. - Laut Auskunft des Vorbesitzers von der Hand Ernst Oehmes.