Los 232

C. G. Wrangel. Diktatschreiben mit eigenh. U. Hauptquartier Blankenhayn, 22.II.1646.

Schätzpreis
€ 400
Ausrufpreis
€ 300
Zuschlag
€ 300
Los: 232
Kategorie: Manuskripte und Autographen
WRANGEL, CARL GUSTAF (1613 Schloss Skokloster - 1676 Rügen)

Diktiertes Schreiben mit eigenhändiger Unterschrift. „Haubtquartier Blankenhayn“, 22. Februar 1646. 2 Blatt. Mit Ringsiegel. 31,4 x 19,1 cm.

(Das Doppelblatt sauber in zwei Hälften zerrissen. Kleine Randläsuren. Blatt 2 mit größeren Einrissen in den Falzen. Gebräunt und gering fleckig.)

An Anna Sophia Gräfin zu Schwarzburg-Rudolstadt. Über Übergriffe der Soldaten Wrangels auf Untertanen der Gräfin: „Was Euer Fürstl. Gnd. vom heutigen dato mir gegönneten Tadgeschehen schreiben ist mir nicht lieb zur vernehmen getrofen [...]“. Wrangel verspricht, die „Verbrecher“ zu bestrafen.

Als Sohn eines schwedischen Feldmarschalls und Generalgouverneurs von Livland schlug Wrangel traditionell die militärische Laufbahn ein. Seit 1627 kämpfte er unter dem schwedischen König Gustav II. Adolf und diente nach dessen Tod unter Bernhard von Sachsen-Weimar und Johan Banér. - Anna Sophia von Anhalt (1584-1652), durch Heirat Gräfin zu Schwarzburg-Rudolstadt, war die jüngste Tochter des reformierten Joachim Ernst von Anhalt. Sie gilt als Fürsprecherin des innovativen Pädagogen Wolfgang Ratke (1571-1635), den sie am Weimarer Hof ihrer Schwester Dorothea Maria kennengelernt hatte.