Los 221

R. v. Tiefenbach. Bericht mit eigenh. U. O. O., 13.VI.1641.

Schätzpreis
€ 750
Ausrufpreis
€ 500
Los: 221
Kategorie: Manuskripte und Autographen
TIEFENBACH, RUDOLF VON (1582 Graz - 1653)

Brief mit eigenhändiger Unterschrift („Teüffenpach“). Ohne Ortsangabe, 13. Juni 1641. 1 Doppelblatt (3 beschriebene Seiten). 31,9 x 21,1 cm.

(Gering fleckig und mit kleinen Randläsuren. Das Gegenblatt mit Einriss im vertikalen Mittelfalz. Das Papier in den Falzen an einigen Stellen gebrochen. Gebräunt. Auf dem Gegenblatt verso sowohl die Adresse als auch ein handschriftlicher Antwortentwurf der Landstände.)

An einen Ausschuss der Landstände über eine von Tiefenbach eingereichte Beschwerde „wider den alten gewesten buechhalter Leopolden Schnizer“, wozu er die „Abschrifften aller meiner der zeit in handen habender quittungen“ beilegt. Außerdem führt Tiefenbach einen dritten Punkt an: „Dritten, die mir zuegeraitte gülten unnd güetter, Mannerstorff unnd Zwerendorff betr., würdt herr graf Paul Palffy nimmermehr in abredt sein, daß ich solche jemals, sondern er bis dato possediret unndt genossen, hab ihme auch dem verlaß nach bey der buechhalterey, von der einlag abschrifft schon vorlangst zuekhomen lassen [...]“.

Trotz seines protestantischen Glaubens trat der dem Freiherrenstand angehörende Rudolf von Tiefenbach in das habsburgische Heer ein und kämpfte als Generalwachtmeister unter Feldmarschall Bucquoy in der Schlacht am Weißen Berg bei Prag. 1623 konvertierte Tiefenbach, nach dem Tode Bucquoys zum Oberbefehlshaber über die kaiserlichen Truppen in Ungarn befördert, zum Katholizismus. Unter Wallenstein stieg er bis zum Feldmarschall auf.