Los 186
C. v. Ilow. Schreiben mit eigenh. U. Beltheim, 1.IX.1628.
Schätzpreis
€ 750
Ausrufpreis
€ 500
Zuschlag
€ 500
Los:
186
Kategorie:
Manuskripte und Autographen
ILOW, CHRISTIAN VON (1585 Neumark Brandenburg - 1634 Eger)
Schreiben mit eigenhändiger Unterschrift („Christian Freiher Von Ilow“). Beltheim, 1. September 1628. 1 Doppelblatt (1 beschriebene Seite). Mit papiergedecktem Siegel. 32,4 x 20,5 cm.
(Leicht gebräunt. Das Gegenblatt unterhalb des Siegels beschnitten.)
„Lieber Herr und Freundt, sein schreiben datirt den 30 augusti habe ich zu recht empfangen. Darauß mir verwunderung vernohmen, daß er mich vor unbesonnen helt eine ordinanz auß zu geben, wan ich daß nit genuch samb befügt, unnd mir von Ihr. Excel. Herrn Graffen zu Colaldo, General Leidenant und Veltmarschalkh vorher anbefohlen worden, die referirung uff Ir. Excel. schreiben [...] ist von solchen (die sie sich mit niemandt einzulassen) nichts gemeldt, sondern vilmehr ein falsch erdichtung. Gelangt derowegen noch zum uberfluß mein freundlich ansinnen, die Compagnie nach Laudt dessen zu Luczelburg, gegebene ordinanz, biß so lang durch mich solche casiret worden, mit allen gueten zu anwenden unndt Herrn Ritmaister Wurmb sein außstendigen Restes zu entrichten, damit andere darauß entstehende ungelegenheit verhitet bleiben [...]“.
Christian Freiherr von Ilow entstammte einem Adelsgeschlecht der Neumark, kämpfte bereits seit Beginn des Dreißigjährigen Krieges im kaiserlichen Heer und entschied an der Spitze eines Kürassierregiments den Sieg Tillys bei Stadtlohn 1623. Ab 1625 befehligte er als Oberst ein Reiterregiment unter Wallenstein. 1627 wurde Ilow in den Reichsfreiherrenstand erhoben. Nach der Schlacht bei Breitenfeld stieg er bis zum Feldmarschall auf. Christian von Ilow soll ein ränkesüchtiger Egoist gewesen sein, dessen rücksichtslosen Erpressungen berüchtigt waren. Aus Eigennutz trieb er Wallenstein zum Bruch mit dem Kaiser, gehörte zu den Unterzeichnern des Bündnisbriefes von Pilsen und wurde in der Mordnacht von Eger getötet.
Schreiben mit eigenhändiger Unterschrift („Christian Freiher Von Ilow“). Beltheim, 1. September 1628. 1 Doppelblatt (1 beschriebene Seite). Mit papiergedecktem Siegel. 32,4 x 20,5 cm.
(Leicht gebräunt. Das Gegenblatt unterhalb des Siegels beschnitten.)
„Lieber Herr und Freundt, sein schreiben datirt den 30 augusti habe ich zu recht empfangen. Darauß mir verwunderung vernohmen, daß er mich vor unbesonnen helt eine ordinanz auß zu geben, wan ich daß nit genuch samb befügt, unnd mir von Ihr. Excel. Herrn Graffen zu Colaldo, General Leidenant und Veltmarschalkh vorher anbefohlen worden, die referirung uff Ir. Excel. schreiben [...] ist von solchen (die sie sich mit niemandt einzulassen) nichts gemeldt, sondern vilmehr ein falsch erdichtung. Gelangt derowegen noch zum uberfluß mein freundlich ansinnen, die Compagnie nach Laudt dessen zu Luczelburg, gegebene ordinanz, biß so lang durch mich solche casiret worden, mit allen gueten zu anwenden unndt Herrn Ritmaister Wurmb sein außstendigen Restes zu entrichten, damit andere darauß entstehende ungelegenheit verhitet bleiben [...]“.
Christian Freiherr von Ilow entstammte einem Adelsgeschlecht der Neumark, kämpfte bereits seit Beginn des Dreißigjährigen Krieges im kaiserlichen Heer und entschied an der Spitze eines Kürassierregiments den Sieg Tillys bei Stadtlohn 1623. Ab 1625 befehligte er als Oberst ein Reiterregiment unter Wallenstein. 1627 wurde Ilow in den Reichsfreiherrenstand erhoben. Nach der Schlacht bei Breitenfeld stieg er bis zum Feldmarschall auf. Christian von Ilow soll ein ränkesüchtiger Egoist gewesen sein, dessen rücksichtslosen Erpressungen berüchtigt waren. Aus Eigennutz trieb er Wallenstein zum Bruch mit dem Kaiser, gehörte zu den Unterzeichnern des Bündnisbriefes von Pilsen und wurde in der Mordnacht von Eger getötet.