Los 180
M. v. Hatzfeldt. Eigenh. Brief mit U. Orttenberg, 9.IX.1646.
Schätzpreis
€ 1.200
Ausrufpreis
€ 800
Zuschlag
€ 800
Los:
180
Kategorie:
Manuskripte und Autographen
HATZFELDT, MELCHIOR VON (1593 Altenkirchen - 1658 Powitzko)
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. „Im Lager bey Orttenberg“, 9. September 1646. 1 Blatt. Verso mit Adresse und Ringsiegel. 31,6 x 19,7 cm.
(2 Einschnitte durch Brieföffnung. Verso mit kurzer Sammlernotiz in Tinte.)
„Lieber Georg, Es hat der General Adiutant Garnier bey seinem jüngstern Anwesn zu Cölln, einige lange Röhr bestelt, welche die Khauffleüth nacher Ehrenbreitstein zulieffern versprochen, davon du ohne Zweifel Wissenschafft haben wirrdest: Weillen dann Ihr fürstl. Gnaden Herr Landtgraf Georg zu Hessen, eine Anzahl Gewähr daselbsten bestölln zulassen, willens; Alß wollestu dem jenigen, welchen hochgedacht Ihr fürstl. Gnaden dessentwegen dahin abfertigen werden, alle adressae geben, unnd sovill möglich an die händt gehn, damit derselbe erwehntes Gewehr in den praecio wie Ichs allzeit erkauff, bekommen möge [...]“.
Melchior von Hatzfeldt stand unter dem Kommando des kaiserlichen Feldherrn Matthias Gallas, als er 1635 von Banér geschlagen wurde. Im Folgejahr konnte er die schwedischen Truppen jedoch aus Sachsen und Pommern vertreiben. 1637 entsetzte er Leipzig und schlug im Jahr darauf den schwedischen General King und Pfalzgraf Karl Ludwig in Westfalen. Von 1639 bis 1640 war er mit der Verteidigung Böhmens beauftragt und zog danach wieder nach Westfalen. Er hatte wesentlichen Anteil am Sieg bei Tuttlingen, wo er die Bayern unter Franz von Mercy unterstützte. In der Schlacht gegen das Heer Torstenssons bei Jankau geriet er in schwedische Gefangenschaft. - Der im Brief erwähnte Generaladjutant Garnier (Johann Heinrich Garnier; 1614-1664) diente unter Hatzfeldt und wurde nach Kriegsende zum Statthalter von Freiburg ernannt.
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. „Im Lager bey Orttenberg“, 9. September 1646. 1 Blatt. Verso mit Adresse und Ringsiegel. 31,6 x 19,7 cm.
(2 Einschnitte durch Brieföffnung. Verso mit kurzer Sammlernotiz in Tinte.)
„Lieber Georg, Es hat der General Adiutant Garnier bey seinem jüngstern Anwesn zu Cölln, einige lange Röhr bestelt, welche die Khauffleüth nacher Ehrenbreitstein zulieffern versprochen, davon du ohne Zweifel Wissenschafft haben wirrdest: Weillen dann Ihr fürstl. Gnaden Herr Landtgraf Georg zu Hessen, eine Anzahl Gewähr daselbsten bestölln zulassen, willens; Alß wollestu dem jenigen, welchen hochgedacht Ihr fürstl. Gnaden dessentwegen dahin abfertigen werden, alle adressae geben, unnd sovill möglich an die händt gehn, damit derselbe erwehntes Gewehr in den praecio wie Ichs allzeit erkauff, bekommen möge [...]“.
Melchior von Hatzfeldt stand unter dem Kommando des kaiserlichen Feldherrn Matthias Gallas, als er 1635 von Banér geschlagen wurde. Im Folgejahr konnte er die schwedischen Truppen jedoch aus Sachsen und Pommern vertreiben. 1637 entsetzte er Leipzig und schlug im Jahr darauf den schwedischen General King und Pfalzgraf Karl Ludwig in Westfalen. Von 1639 bis 1640 war er mit der Verteidigung Böhmens beauftragt und zog danach wieder nach Westfalen. Er hatte wesentlichen Anteil am Sieg bei Tuttlingen, wo er die Bayern unter Franz von Mercy unterstützte. In der Schlacht gegen das Heer Torstenssons bei Jankau geriet er in schwedische Gefangenschaft. - Der im Brief erwähnte Generaladjutant Garnier (Johann Heinrich Garnier; 1614-1664) diente unter Hatzfeldt und wurde nach Kriegsende zum Statthalter von Freiburg ernannt.