Los 159
J. v. Aldringen. Eigenh. Brief mit U. Peuerbach, 8.V.1634.
Schätzpreis
€ 900
Ausrufpreis
€ 700
Zuschlag
€ 700
Los:
159
Kategorie:
Manuskripte und Autographen
ALDRINGEN, JOHANN VON (1588 Luxemburg - 1634 Landshut)
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Peuerbach, 8. Mai 1634. 1 Doppelblatt (1 beschriebene Seite). 31 x 19 cm. Mit Adresse verso und Siegelresten.
(2 kleine Einrisse im rechten Rand. Mit Sammlervermerk in blassem Bleistift. Siegelreste.)
An die Linzer Standesherren zur Ankündigung der Ankunft kaiserlicher Truppen, zu deren Unterhalt die Stadt Linz verpflichtet war: „Meine Herren wissen sich zuerynnern, was bey denselben Ich wegen der aus Schwaben ankhomenen Kay. Truppen, und das dieselben auf etliche wenig Tage im Landt verbleiben und underhalten werden mögen, anbringen, unnd dieselben mich darauff beschaiden lassen. Weilen nun Ich zu meiner alhero ankunfft soviel befonden, daß gemelte Kay. Truppen beraits dieser arthen angelangt, alß wollen meine Herren gebeten sein, sich gefallen zu lassen, alsobalden einen Commissarien zu dem ende abzuordenen, damit nach meiner Herren disposition denselben die Quartiren angewiesen, die Verpflegung darauf geraicht und mit dem underhalt versehen werden [...]“.
Johann von Aldringen trat 1618 in das kaiserliche Heer ein und wurde von Tilly zum Oberst ernannt. Gemeinsam mit Wallenstein kämpfte er 1626 in der Schlacht von Dessau. Im Mantuanischen Erbfolgekrieg (1628-1631) zog er mit Matthias Gallas nach Norditalien, wo sich beide neben Piccolomini an der Plünderung Mantuas beteiligten. Nach dem Tod Tillys wurde von Aldringen zum Oberbefehlshaber des Heeres der Katholischen Liga ernannt und stieg zum kaiserlichen Feldmarschall auf. An der Verschwörung gegen Wallenstein beteiligte sich von Aldringen wohl aus rein militärischen Gründen, da Wallenstein seiner Meinung nach die Abwehr der Schweden sabotierte. Johann von Aldringen wurde am 28. Februar 1863 von Franz Joseph I. in die Liste der „berühmtesten, zur immerwährenden Nacheiferung würdiger Kriegsfürsten und Feldherren Österreichs“ aufgenommen.
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Peuerbach, 8. Mai 1634. 1 Doppelblatt (1 beschriebene Seite). 31 x 19 cm. Mit Adresse verso und Siegelresten.
(2 kleine Einrisse im rechten Rand. Mit Sammlervermerk in blassem Bleistift. Siegelreste.)
An die Linzer Standesherren zur Ankündigung der Ankunft kaiserlicher Truppen, zu deren Unterhalt die Stadt Linz verpflichtet war: „Meine Herren wissen sich zuerynnern, was bey denselben Ich wegen der aus Schwaben ankhomenen Kay. Truppen, und das dieselben auf etliche wenig Tage im Landt verbleiben und underhalten werden mögen, anbringen, unnd dieselben mich darauff beschaiden lassen. Weilen nun Ich zu meiner alhero ankunfft soviel befonden, daß gemelte Kay. Truppen beraits dieser arthen angelangt, alß wollen meine Herren gebeten sein, sich gefallen zu lassen, alsobalden einen Commissarien zu dem ende abzuordenen, damit nach meiner Herren disposition denselben die Quartiren angewiesen, die Verpflegung darauf geraicht und mit dem underhalt versehen werden [...]“.
Johann von Aldringen trat 1618 in das kaiserliche Heer ein und wurde von Tilly zum Oberst ernannt. Gemeinsam mit Wallenstein kämpfte er 1626 in der Schlacht von Dessau. Im Mantuanischen Erbfolgekrieg (1628-1631) zog er mit Matthias Gallas nach Norditalien, wo sich beide neben Piccolomini an der Plünderung Mantuas beteiligten. Nach dem Tod Tillys wurde von Aldringen zum Oberbefehlshaber des Heeres der Katholischen Liga ernannt und stieg zum kaiserlichen Feldmarschall auf. An der Verschwörung gegen Wallenstein beteiligte sich von Aldringen wohl aus rein militärischen Gründen, da Wallenstein seiner Meinung nach die Abwehr der Schweden sabotierte. Johann von Aldringen wurde am 28. Februar 1863 von Franz Joseph I. in die Liste der „berühmtesten, zur immerwährenden Nacheiferung würdiger Kriegsfürsten und Feldherren Österreichs“ aufgenommen.