Los 84
H. Lloyd, The history of the late war in Germany. Bde. I u. II (von III). London 1781.
Schätzpreis
€ 200
Ausrufpreis
€ 140
Zuschlag
€ 140
Los:
84
Kategorie:
Geschichte, Kulturgeschichte und Varia
Künstler*in:
Henry Lloyd
Henry Lloyd: The history of the late war in Germany, between the King of Prussia, and the Empress of Germany and her Allies. Bde. I u. II (von III). London: Printed for S. Hooper 1781. 26,5 x 20,7 cm. Mit 7 gest. kol. Faltkarten, 7 gest. Faltplänen mit Stellungskolorit, 5 Faltkupfern mit Truppenschemata und 7 gefalt. Tabellen. 2 Bll., XXXIX, 147 SS., 1 nn. S.; 3 Bll., XXXIX SS., 2 Bll., 186 SS. Marmor. Ldr. mit 2 Rs., Rv., Deckel- und Stehkantenfileten, Innenkantenvergoldung.
(Berieben, etwas bestoßen und gering beschabt. Die Rücken leicht brüchig. Vorderes Gelenk von Band I aufgebrochen, fast gelöst. Das Plänekolorit mit Abklatsch. Die ersten 39 röm. num. Seiten von Band I mit Wurmgängen am unteren Rand, davon im unteren Falz auch die große Faltkarte am Anfang betroffen. Gering gebräunt und vereinzelt leicht altersfleckig.)
Vgl. Graesse IV, 240 (3 Bde. in 2, 1766-90) u. Pohler II, 40 (2 Bde.; 1. Bd. in 2. Aufl. 1781, 2. Bd. 1798). - Hier offenbar der erste Band in zweiter Auflage und der Fortsetzungsband in erster Ausgabe. - Henry Lloyd diente im Siebenjährigen Krieg (1756-63) in der österreichischen Armee, wechselte jedoch später zur Gegenseite unter dem Herzog von Braunschweig. Seine „History of the late war in Germany“ gehört zu den ersten Versuchen einer geschlossenen militärischen Darstellung und Analyse des Krieges. „Lloyd war ein merkwürdiges Original. Er betrachtete die verschiedenen Armeen und Kriege wie ebensoviele Kollegien, in denen man sich zum Professor der Kriegswissenschaften ausbilden konnte. Gab es nichts mehr zu lernen oder behandelte man ihn nicht nach Wunsch, so ging er seines Weges. Dadurch bekommt er den Anschein einer Condottierenatur; hat er doch allen großen Militärmächten seiner Zeit gedient und ‚wie ein roter Faden zieht sich durch des Mannes Leben, begründet oder nicht, der Vorwurf, als habe er mit den diplomatischen und militärischen Geheimnissen, welche er bei den verschiedenen Mächten kennen gelernt, Handel getrieben‘. Jedenfalls aber war Lloyd ein reich veranlagter Geist, klug und mutig, und als Militärschriftsteller macht er (...) Epoche.“ (Jähns 2103).
(Berieben, etwas bestoßen und gering beschabt. Die Rücken leicht brüchig. Vorderes Gelenk von Band I aufgebrochen, fast gelöst. Das Plänekolorit mit Abklatsch. Die ersten 39 röm. num. Seiten von Band I mit Wurmgängen am unteren Rand, davon im unteren Falz auch die große Faltkarte am Anfang betroffen. Gering gebräunt und vereinzelt leicht altersfleckig.)
Vgl. Graesse IV, 240 (3 Bde. in 2, 1766-90) u. Pohler II, 40 (2 Bde.; 1. Bd. in 2. Aufl. 1781, 2. Bd. 1798). - Hier offenbar der erste Band in zweiter Auflage und der Fortsetzungsband in erster Ausgabe. - Henry Lloyd diente im Siebenjährigen Krieg (1756-63) in der österreichischen Armee, wechselte jedoch später zur Gegenseite unter dem Herzog von Braunschweig. Seine „History of the late war in Germany“ gehört zu den ersten Versuchen einer geschlossenen militärischen Darstellung und Analyse des Krieges. „Lloyd war ein merkwürdiges Original. Er betrachtete die verschiedenen Armeen und Kriege wie ebensoviele Kollegien, in denen man sich zum Professor der Kriegswissenschaften ausbilden konnte. Gab es nichts mehr zu lernen oder behandelte man ihn nicht nach Wunsch, so ging er seines Weges. Dadurch bekommt er den Anschein einer Condottierenatur; hat er doch allen großen Militärmächten seiner Zeit gedient und ‚wie ein roter Faden zieht sich durch des Mannes Leben, begründet oder nicht, der Vorwurf, als habe er mit den diplomatischen und militärischen Geheimnissen, welche er bei den verschiedenen Mächten kennen gelernt, Handel getrieben‘. Jedenfalls aber war Lloyd ein reich veranlagter Geist, klug und mutig, und als Militärschriftsteller macht er (...) Epoche.“ (Jähns 2103).