Los 589

Reineke de Vos mit dem Koker. Wolfenbüttel 1711.

Schätzpreis
€ 240
Ausrufpreis
€ 160
Zuschlag
€ 160
Los: 589
Kategorie: Literatur des 17. bis 19. Jahrhunderts
Reineke Fuchs. - Reineke de Vos mit dem Koker (hrsg. v. F. A. Hackmann). Wolfenbüttel: G. Freitag (Frytag) 1711. 20,2 x 16,6 cm. Mit gest. Front., 2 Textholzschnitten und einigen culs-de-lampe in Hz. 9 Bll., 380 SS. HPgt. mit hs. Rt.

(Berieben. Der Pgt.-Bezug in den Ecken fleckig. Beide Deckel knickspurig. Der Buntpapier-Deckelbezug später und unsorgfältig aufgeklebt; knittrig und Ecken und Rücken überlappend. Vorsätze unschön angeschmutzt. Frontispiz im w. Rand staubfleckig, mit einem kleinen schwarzen Fleck im unteren und einem minimalen Altersfleck im oberen Bildbereich. Titel schmutz- und gering altersfleckig; mit kurzer hs. Notiz und monogrammiertem Besitzvermerk. Seite 151 mit ca. 4 cm langem Einriss im Außensteg. Die letzten 3 Lagen schwach wasserrandig. Durchgehend etwas angestaubt, fingerfleckig und stellenweise gering altersfleckig. Wenige Seiten angefalzt. Mit einigen Unterstreichungen in Bleistift und rotem Buntstift.)

VD18 10252258. Ebert 18846. Goed. I, 483, 18. - Erste Ausgabe der von Friedrich August Hackmann (1670 - um 1745) wiederentdeckten niederdeutschen Textfassung des Reineke Fuchs, die einen ziemlich genauen Abdruck des Textes der Lübecker Inkunabel von 1498 darstellt. Die Fassung Hackmanns wurde maßgeblich für Johann Christoph Gottscheds Prosafassung von 1752. Als Verfasser des beigefügten Kokers (Köchers), einer Sammlung von gereimten Sprichwörtern und Sittenlehren in alphabetischer Folge, vermutet Ebert irrtümlich Hackmann als Herausgeber, während es sich in Wahrheit um den mittelniederdeutschen Chronisten Hermann Bote (um 1450-1520) handelt.