Los 566
J. R. de la Morlière, Mirza-Nadir, oder Nachrichten und sonderbare Begebenheiten. Breslau u. Lpz 1752
Schätzpreis
€ 400
Ausrufpreis
€ 200
Zuschlag
€ 200
Los:
566
Kategorie:
Literatur des 17. bis 19. Jahrhunderts
Künstler*in:
Charles-Jacques-Louis-Auguste Rochette de La Morlière
La Morlière, Jacques Rochette de: Mirza-Nadir, oder Nachrichten und sonderbare Begebenheiten des Marquisen von St. T*** Stadthalters des Königs von Persien in der Stadt und dem Lande Tandahar. 4 Tle. in 1 Bd. Breslau & Leipzig: C. G. Meyer 1752. 16,3 x 10 cm. 11 Bll., 428 SS. Pp. auf 2 Bünden.
(Berieben, bestoßen und beschabt. Rückengelenke aufgeplatzt. Titel stark gebräunt. Vorderes fliegendes Vorsatzblatt mit Stempel der Fürstlich-Starhembergschen Familien-Bibliothek auf Schloss Eferding. Durchgehend papierbedingt gebräunt.)
Vgl. Barbier/Billard III, 314 (frz. Ausg.). - Erste deutsche Ausgabe, nur drei Jahre nach der französischen Originalausgabe erschienen. - Von dem in Grenoble als Sohn des Leiters des Finanzgerichtshofes geborenen französischen Libertin und Literat Jacques Rochette de la Morlière (1719-1785) sind vor allem seine vielgelesenen freizügigen Romane bekannt. Besonders der 1746 erschienene Band „Angola, histoire indienne. Ouvrages sans ressemblance“ sorgte für Aufsehen, da er mit entsprechenden Kupferstichen versehen war und ein satirisches Sittenbild der Pariser Gesellschaft unter Ludwig XV. zeichnete. Für seinen 1748 erschienen Roman „Les Lauriers ecclésiastiques ou Campagnes de l'abbé TM***“, in dessen Protagonisten der königliche Finanzberater und Günstling der Madame de Pomapdour, Abbé Joseph-Marie de Terray, vermutet wurde, handelte sich La Morlière sogar die Verbannung nach Rouen ein. Darüber hinaus fiel der mehrfach übersetzte Autor durch zahlreiche private Skandale, Betrügereien und Intrigen in der Theaterszene auf, die ihm weitere Verbannungen und auch Gefängnishaft einbrachten. - Sehr selten. Seit 1975 auf keiner deutschen Auktion, seit 2004 nicht im internationelen Online-Antiquariatsangebot.
(Berieben, bestoßen und beschabt. Rückengelenke aufgeplatzt. Titel stark gebräunt. Vorderes fliegendes Vorsatzblatt mit Stempel der Fürstlich-Starhembergschen Familien-Bibliothek auf Schloss Eferding. Durchgehend papierbedingt gebräunt.)
Vgl. Barbier/Billard III, 314 (frz. Ausg.). - Erste deutsche Ausgabe, nur drei Jahre nach der französischen Originalausgabe erschienen. - Von dem in Grenoble als Sohn des Leiters des Finanzgerichtshofes geborenen französischen Libertin und Literat Jacques Rochette de la Morlière (1719-1785) sind vor allem seine vielgelesenen freizügigen Romane bekannt. Besonders der 1746 erschienene Band „Angola, histoire indienne. Ouvrages sans ressemblance“ sorgte für Aufsehen, da er mit entsprechenden Kupferstichen versehen war und ein satirisches Sittenbild der Pariser Gesellschaft unter Ludwig XV. zeichnete. Für seinen 1748 erschienen Roman „Les Lauriers ecclésiastiques ou Campagnes de l'abbé TM***“, in dessen Protagonisten der königliche Finanzberater und Günstling der Madame de Pomapdour, Abbé Joseph-Marie de Terray, vermutet wurde, handelte sich La Morlière sogar die Verbannung nach Rouen ein. Darüber hinaus fiel der mehrfach übersetzte Autor durch zahlreiche private Skandale, Betrügereien und Intrigen in der Theaterszene auf, die ihm weitere Verbannungen und auch Gefängnishaft einbrachten. - Sehr selten. Seit 1975 auf keiner deutschen Auktion, seit 2004 nicht im internationelen Online-Antiquariatsangebot.