Los 553

Hooghe. - Les Cent Nouvelles Nouvelles. 2 Bde. Köln (d. i. Amsterdam) 1701.

Schätzpreis
€ 300
Ausrufpreis
€ 200
Zuschlag
€ 200
Los: 553
Kategorie: Literatur des 17. bis 19. Jahrhunderts
Hooghe. - Les Cent Nouvelles Nouvelles. Suivent les Cent Nouvelles contenant Les Cent Histoires Nouveaux, Qui sont moult plaisans à raconter, En toutes bonnes Compagnies; par manière de joyeuseté. 2 Bde. Köln (d. i. Amsterdam): P. Gaillard 1701. 15,3 x 9,5 cm. Mit 1 rad. Front., 2 Hz.-Titelvign., 100 halbseitigen Radierungen und 2 rad. Vign. v. Romeyn de Hooghe. 15 Bll., 349 SS.; 12 Bll., 325 SS. Braunes marmoriertes Kalbleder mit Deckelfileten, Kantenvergoldung, floraler Rv. und 2 Rs.

(Berieben und gering bestoßen. Ecken aufgeplatzt. Beide Bde. in den Außengelenken rissig und mit kleinen Schab- und Wurmspuren. Rücken von Bd. 1 mit kleinen Bezugsfehlstellen an Kapital und Fuß. Ein Rs. von Bd. 1 verloren. Gering gebräunt. Unbedeutende Alters- und Gebrauchsspuren.)

Cohen/R. 658. - Zweiter Druck der ersten Ausgabe eines der Hauptwerke des niederländischen Kupferstechers und Radierers Romeyn de Hooghe (1645-1708). „Er hat La Fontaines ‚Contes‘, 1685, die Erzählungen Boccaccios, 1697, diejenigen der Marguerite de Navarre, 1698, und die ‚Cent Nouvelles nouvelles‘ Ludwigs XI., 1701, illustriert und sich hiermit auf ein Feld begeben, das ganz dem Geschmack des kommenden Zeitalters entsprechen sollte. Seine in den Text gedruckten halbseitigen Kupfer lassen die später so allgemein beliebt gewordene illustrative Kopfvignette vorausahnen. Die Reihe der von ihm entworfenen Illustrationen geht über die genannten Werke weit hinaus. […] Im Stil seiner Darstellung hat Romain de Hooghe freilich nicht viel Französisches. Es fehlt ihm häufig an Eleganz, und er hat eine ausgesprochene Vorliebe für das Groteske, das dem Franzosen in der Regel wenig liegt.“ (Fürstenberg, S. 70). - Die am Hof Philipps des Guten von Burgund entstandene Novellensammlung erschien zuerst 1486. Lange galten Antoine de La Sale oder Ludwig XI. als Verfasser. - Mit Exlibris „de la bibliothèque de Laussat“.