Los 550

J. G. Herder. Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts. 4 Tle in 2 Bdn. Ruga 1774-76

Schätzpreis
€ 200
Ausrufpreis
€ 140
Zuschlag
€ 330
Los: 550
Kategorie: Literatur des 17. bis 19. Jahrhunderts
Künstler*in: Johann Gottfried Herder
Herder, Johann Gottfried: Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts. 4 Tle. in 2 Bdn. Riga: Hartknoch 1774-76. 22 x 19 cm. 2 Bll., 383 (recte 375) SS., 1 nn. S.; 4 Bll., 210(r. 201) SS., 1 nn. S. Hldr. mit Rs. u. Rv.

(Berieben. Deckel mit Schabspuren. Ecken bestoßen. Innendeckel mit Bibliotheksschildchen. Durchgehend altersfleckig und gebräunt.)

Goed. IV/I 725, 39. Günther/Volgina/Seifert 419. Schulte-Strathaus 21. - In seiner hebräischen Archäologie "über die Urgeschichte der Hebräer" versucht Herder eine neue Deutung des alttestamentarischen Buches Mosis, die gegen die rationale Bibelauslegung gerichtet ist und ganz auf dem unmittelbaren Erlebnis des Autors beruht, der die Bibel nicht als poetisches Zeugnis der Offenbarung Gottes, sondern ebenso als historischen Bericht von den Anfängen der Menschheit wertet ... Alle Ansätze, die Herder später in den 'Theologischen Briefen' un in der Schrift ' Vom Geist der hebräischen Poesie" geläutert und gereinigt vortragen wird, finden sich hier in der ungebrochenen polemischen Frische des ganz und gar an seinem Objekt sich zu berauschenden Interpreten ausgesprochen" (KLL III, 813 f.)