Los 400
J. J. Boissard, Topographiae Romae ... 6 Tle. in 2 Bd. Ffm 1627-28.
Schätzpreis
€ 1.200
Ausrufpreis
€ 800
Zuschlag
€ 800
Los:
400
Kategorie:
Buch- und Schriftwesen, Kunst und Kunstgewerbe
Künstler*in:
Jean Jacques Boissard
Jean Jacques Boissard: Topographiae Romae cum tabulis geographicis imaginibus antiquae et novae urbis inscriptionibus, marmoribus ... magna diligentia aeri incisis. 6 Tle. in 2 Bdn. Frankfurt a. M: M. Merian, Th. de Bry und de Bry Söhne 1597- 1602 (r. 1627-1628). 31,5 x 20 cm. Mit 6 Kupfertiteln, 4 (t. wh.) Porträtkupfern, 1 gefalt. Kupferkarte und 524 t. doppelblattgr. od. wenig gefalt. Kupfertafeln. Ldr. mit Rv.
(Berieben und bestoßen. Stellenweise l. Alters- und Gebrauchsspuren. Teil 2 ohne die IV Vorseiten mit den sich häufig wiederholenden Porträts de Brys. Besonders Textblätter von Teil I stark gebräunt. Wenige Tafeln mit Textabklatsch.)
Wüthrich IV, S. 615 - 626. Schudt 715 u. 718. Olschki XI, 16478. Rossetti 1160. - Einer der bekanntesten, auf vier Tage angelegten Romführer, "das große Werk des Boissard" (Schudt), unter dessen Namen es meist zitiert wird. Die überwiegend von de Bry gestochenen Tafeln zeigen das antike Rom mit seinen Obelisken, Grabmälern, Statuen, Einzelansichten u.v. m. Boissard kam aus der Franche Comté und ließ sich auf breiter Basis zum Antiquar ausbilden. Vor allem in Deutschland auch zum zeichnenden Künsler und Dichter. In Metz fungierte er als Publizist in den Gebieten der Emblematik, der Altertumswissenschaften und der Biographien. Von 1597 bis in sein Todesjahr 1602 erschienen seine "Romanae Urbis Topographiae". "Er starb vor Abschluß dieses Werkes, weshalb es trotz seiner 6 Bände als unvollendet zu betrachten ist. Die Zeichnungen stammen meist alle von ihm selbst, sein Inventar der römischen Inschriften kam durch einen glücklichen Umstand zustande: Als er auf Besuch in der Sammlung des Kardinals Carafa war, ließ er sich heimlich im Garten mit den vielen römischen Altertümern einschließen und kopierte die ganze Nacht hindurch Inschriften ..." (Wüthrich). - Laut Wüthrich (S. 615) gibt es zwei Varianten (oder Ausgaben), eine ältere und eine jüngere. Sie unterscheiden sich vor allem durch die Titelblätter und den Satz; die Abbildungsteile sind identisch. Die zeitliche Differenz ist nicht zu bestimmen, dürfte aber wohl mehrere Jahre betragen (Wechsel von v zu u bei einem U-Laut). Die wohl ältere Variante verwendet für alle sechs Teile nur die Kupfertitelblätter de Brys. ..." - Hier vorhanden die meist fehlende Italien-Karte im ersten Teil.
(Berieben und bestoßen. Stellenweise l. Alters- und Gebrauchsspuren. Teil 2 ohne die IV Vorseiten mit den sich häufig wiederholenden Porträts de Brys. Besonders Textblätter von Teil I stark gebräunt. Wenige Tafeln mit Textabklatsch.)
Wüthrich IV, S. 615 - 626. Schudt 715 u. 718. Olschki XI, 16478. Rossetti 1160. - Einer der bekanntesten, auf vier Tage angelegten Romführer, "das große Werk des Boissard" (Schudt), unter dessen Namen es meist zitiert wird. Die überwiegend von de Bry gestochenen Tafeln zeigen das antike Rom mit seinen Obelisken, Grabmälern, Statuen, Einzelansichten u.v. m. Boissard kam aus der Franche Comté und ließ sich auf breiter Basis zum Antiquar ausbilden. Vor allem in Deutschland auch zum zeichnenden Künsler und Dichter. In Metz fungierte er als Publizist in den Gebieten der Emblematik, der Altertumswissenschaften und der Biographien. Von 1597 bis in sein Todesjahr 1602 erschienen seine "Romanae Urbis Topographiae". "Er starb vor Abschluß dieses Werkes, weshalb es trotz seiner 6 Bände als unvollendet zu betrachten ist. Die Zeichnungen stammen meist alle von ihm selbst, sein Inventar der römischen Inschriften kam durch einen glücklichen Umstand zustande: Als er auf Besuch in der Sammlung des Kardinals Carafa war, ließ er sich heimlich im Garten mit den vielen römischen Altertümern einschließen und kopierte die ganze Nacht hindurch Inschriften ..." (Wüthrich). - Laut Wüthrich (S. 615) gibt es zwei Varianten (oder Ausgaben), eine ältere und eine jüngere. Sie unterscheiden sich vor allem durch die Titelblätter und den Satz; die Abbildungsteile sind identisch. Die zeitliche Differenz ist nicht zu bestimmen, dürfte aber wohl mehrere Jahre betragen (Wechsel von v zu u bei einem U-Laut). Die wohl ältere Variante verwendet für alle sechs Teile nur die Kupfertitelblätter de Brys. ..." - Hier vorhanden die meist fehlende Italien-Karte im ersten Teil.