Los 33
Biblia germanica. - Berleburger Bibel. 8 in 7 Bdn. Berleburg 1726-42.
Schätzpreis
€ 2.000
Ausrufpreis
€ 1.300
Zuschlag
€ 1.600
Los:
33
Kategorie:
Geschichte, Kulturgeschichte und Varia
Biblia germanica. - Die Heilige Schrift Altes und Neues Testaments, nach dem Grund-Text aufs neue übersehen und übersetzet: Nebst einiger Erklärung des buchstäblichen Sinnes, wie auch der fürnehmsten Fürbildern und Weissagungen von Christo und seinem Reich … Welchem allem noch untermängt eine Erklärung die den inneren Zustand des geistlichen Lebens … zu erkennen gibt. 8 in 7 Bdn. Berleburg: 1726-42. 34 x 21,2 cm. Braunes Ldr. mit Rs., goldgepr. Rt. und etwas blindgepr. Rückenverzierung.
(Berieben. Einige Einbände mit Schabspuren. Mehrere Kapitale ausgefranst, eines mit Einriss. Unterschiedlich stark gebräunt, Titel- und Schlussblatt meist stärker. Vereinzelt leicht braunfleckig. Das fliegende Vorsatzblatt von Bd. 7 mit hs. Eintragungen. Insgesamt gutes Exemplar mit wenigen Alters- oder Gebrauchsspuren. Es fehlt das Frontispiz.)
Darlow/Moule 4239. Graesse I, 379. Wetzer-Welte II, 760. VD18 1080577X. - Einzige Ausgabe der achtbändigen Berleburger Bibel, die nur in einer Auflage in der Philadelphischen Gemeinde in Berleburg erschienen ist. Theologisch federführend wirkte u. a. der Herausgeber Johann Friedrich Haug (1680-1753), der in Straßburg aufgrund seiner Nähe zu pietistischen Strömungen seines Diakonamtes enthoben worden war und sich daraufhin der philadelphischen Gemeinde in Berleburg unter Graf Casimir zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, einem der Bearbeiter des begleitenden Kommentars und Förderer des Berleburger Bibelprojekts, anschloss. Die Berleburger Bibel stellt eine der interessantesten deutschsprachigen Bibelübersetzungen des Protestantismus dar und gilt zugleich als die vollständigste Zusammenfassung des sonst eher weit verstreuten Schriftgutes des radikalen Pietismus. Sie habe „in aller Stille und unbemerkt allenthalben wie ein Ferment gewirkt, vor allem in den kirchenkritischen spiritualistisch-pietistischen Kreisen bis in die Erweckungsbewegung hinein, selbst in der russischen Freimaurerei wahrnehmbar, in Schwaben greifbar durch die Verbreitung der in ihr vertretenen androgynen Spekulation“ (NDB VIII, S. 91). - „This version (...) presents a rigorous revision of Luther's translation, based on the original texts, with reference to the Zürich Bible“ (Darlow/Moule). - Mit 2 Exlibris auf dem Innendeckel jedes Bandes, davon eines der Bibliothek des südschwedischen Schlosses Säfstaholm.
(Berieben. Einige Einbände mit Schabspuren. Mehrere Kapitale ausgefranst, eines mit Einriss. Unterschiedlich stark gebräunt, Titel- und Schlussblatt meist stärker. Vereinzelt leicht braunfleckig. Das fliegende Vorsatzblatt von Bd. 7 mit hs. Eintragungen. Insgesamt gutes Exemplar mit wenigen Alters- oder Gebrauchsspuren. Es fehlt das Frontispiz.)
Darlow/Moule 4239. Graesse I, 379. Wetzer-Welte II, 760. VD18 1080577X. - Einzige Ausgabe der achtbändigen Berleburger Bibel, die nur in einer Auflage in der Philadelphischen Gemeinde in Berleburg erschienen ist. Theologisch federführend wirkte u. a. der Herausgeber Johann Friedrich Haug (1680-1753), der in Straßburg aufgrund seiner Nähe zu pietistischen Strömungen seines Diakonamtes enthoben worden war und sich daraufhin der philadelphischen Gemeinde in Berleburg unter Graf Casimir zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, einem der Bearbeiter des begleitenden Kommentars und Förderer des Berleburger Bibelprojekts, anschloss. Die Berleburger Bibel stellt eine der interessantesten deutschsprachigen Bibelübersetzungen des Protestantismus dar und gilt zugleich als die vollständigste Zusammenfassung des sonst eher weit verstreuten Schriftgutes des radikalen Pietismus. Sie habe „in aller Stille und unbemerkt allenthalben wie ein Ferment gewirkt, vor allem in den kirchenkritischen spiritualistisch-pietistischen Kreisen bis in die Erweckungsbewegung hinein, selbst in der russischen Freimaurerei wahrnehmbar, in Schwaben greifbar durch die Verbreitung der in ihr vertretenen androgynen Spekulation“ (NDB VIII, S. 91). - „This version (...) presents a rigorous revision of Luther's translation, based on the original texts, with reference to the Zürich Bible“ (Darlow/Moule). - Mit 2 Exlibris auf dem Innendeckel jedes Bandes, davon eines der Bibliothek des südschwedischen Schlosses Säfstaholm.