Los 171

Konkordienformel. - Concordia. 2 Werke in 1 Bd. Dresden 1580.

Schätzpreis
€ 600
Ausrufpreis
€ 400
Zuschlag
€ 850
Los: 171
Kategorie: Alte Drucke bis 1600
Konkordienformel. - Concordia. Christliche, Widerholete einmütige Bekentnüs nachbenanter Churfürsten, Fürsten und Stende Augspurgischer Confession, und derselben Theologen Lere und glaubens: Mit angeheffter, in Gottes wort, als der einigen Richtschnur, wolgegründter erklerung etlicher Artickel, bey welchen nach D. Martin Luthers seligen absterben, Disputation und streit vorgefallen. Dresden: M. Stöckel u. G. Bergen 1580. 19,5 x 30,8 cm. Mit 1 großen Hz.-Druckermarke. 12 nn., 330 num. Bll., 1 w. Bl., 30 nn., XXIV Bll. u. 1 w. Bl. nach Blatt 159. Blindgepr. Schweinsleder über Holzdeckeln auf 5 Bünden mit 2 Schließenresten.

(Bestoßen und stark berieben. Vorderdeckel mit Bezugsfehlstellen und wurmstichig. Die untere Außenseite des vorderen Holzdeckels mit Fehlstelle. Rücken am Fuß aufgeplatzt und mit Bezugsfehlstelle. Schließen verloren. Titel gebräunt, wurmstichig, alters- und fingerfleckig. Die Vorstücke schwächer werdend wurmstichig. Blatt 168 mit Eckausriss. Gebräunt, stellenweise wasserrandig und gebrauchsfleckig. Mit wenigen kleineren Papierläsuren, Marginalien und Unterstreichungen.)

VD16 K 1990. - Das einheitliche Lehrbekenntnis, die formula concordiae von 1577, sollte die seit dem Tod Luthers schwelenden Gegensätze zwischen dem in Kursachsen vertretenen Philippismus und dem im Herzogtum Sachsen und Württemberg vertretenen orthodoxen Lutherverständnis einer Lösung zuführen und für Eintracht in der noch jungen protestantischen Kirche sorgen. Im Jahr 1580 erschien in Dresden dieses Konkordienbuch auf Grundlage der 1577 von württembergischen, niedersächsischen und badischen Theologen auf Veranlassung des Kurfürsten August von Sachsen ausgearbeiteten formula concordiae. Der Text setzt sich aus verschiedenen Schriften zusammen (Augsburger Konfession, Apologie derselben, Schmalkaldische Artikel, Kleiner und Großer Katechismus Luthers etc.), bis am Ende die eigentliche „Konkordie“ abgedruckt ist, in der versucht wird, die strittigen Punkte zu harmonisieren. Am Schluss folgt auf 23 Blatt die Auflistung der Namen der Theologen, Kirchen- und Schuldiener der verschiedenen Territorien, welche die Konkordie unterzeichnet haben, sowie der 24 Blatt umfassende Appendix „Verzeichnis der Zeugnisse heiliger Schrifft, und der alten reinen Kirchen Lerer, wie dieselbigen von der Person, und Göttlichen Maiestet der Menschlichen Natur unsers Herrn Ihesu Christi, zur rechten der Allechtigen krafft Gottes eingesetzt, gelehret und geredt haben“. - Die große Hz.-Druckermarke für Stöckel und Bergen entworfen und mit der Jahresangabe 1579. - Auf dem vorderen fliegenden Vorsatz der auf 1690 datierte Vermerk „gehört in die Kirche zu Ritnordthausen“ in dunkler Tinte. - Angebunden: August, Herzog von Sachsen: Ordnung, wie es in seiner Churf. G. Landen, bey den Kirchen, mit der lehr und Ceremonien ... gehalten werden sol. Leipzig: H. Steinmann 1580. Mit Porträt-Holzschnitt und Hz.-Druckermarke. 9 Bll., 457 röm. num. SS., 10 Bll. - Vgl. VD16 S 887 (Variante Regensburg). (Titel und Porträt-Holzschnitt gebräunt, finger- und braunfleckig. Blatt 87 mit hinterlegtem Randeinriss; geringer Wortverlust. Blatt 169 mit 3 kleinen Fehlstellen im Satzspiegel und Buchstabenverlust. Mit wenigen Marginalien und Unterstreichungen. Gebräunt, alters- und gebrauchsfleckig.)