Los 396
Rheinischer Most. Hrsg. v. F. G. Salzmann. 1775. (fehlen erste Bll.).
Schätzpreis
€ 3.000
Ausrufpreis
€ 2.000
Los:
396
Kategorie:
Literatur des 17. bis 19. Jahrhunderts
[Neu-eröffnetes moralisch-politisches Puppenspiel / Rheinischer Most. Erster Herbst. Hrsg. von Fr, Salzmann]. 16,7 x 10 cm. Mit 2 Musikbeilagen und zahlr. kl. Texthz. (ohne 4 Bll. Titel, Vorbericht und Inhalt.) SS. 3- 183 SS. Marmorierter Pp.
((Berieben und bestoßen. Gebrauchs- und altersfleckig, reparierte Papierblessuren, besonders erstes Bl. "Prolog". Es fehlen das Titelblatt und 4 Bll. Vorbericht und Inhalt.))
Goethe. - [Rheinischer Most. Erster Herbst. Hrsg. von Fr. Salzmann]. O. O. 1774-75. 16,7 x 10 cm. Mit 2 Musikbeilagen und zahlr. kl. Texthz. (es fehlen 4 Bll. Titel, Vorbericht und Inhalt; die fehlenden Bll. liegen in Fotokopie bei). SS. 3- 183. Marmorierter Pp.
(Berieben und bestoßen. Gebrauchs- und altersfleckig, reparierte Papierblessuren, besonders erstes Bl. „Prolog“. Es fehlen das Titelblatt und 4 Bll. Vorbericht und Inhalt.)
Meyer 132. Hagen 78 und 58, 60. Hirzel A 64 und Hirtzel (Forts.) S. 15. Vgl. VD 18 90938976 (nur Puppenspiel, datiert 1774). Goed. IV/1 768, 15; IV/3, 114, 75; 119, 78; 122, 87; 180, Zeile 1; 183, 17; 184, 18. - Seltenes Stück der Goethe-Literatur, das erste und einzig erschienene Heft. Herausgeber war F. R. Salzmann, angeregt durch Heinrich Leopold Wagner, einem Mitglied der Deutschen Gesellschaft, der ein Sprachrohr für die moderne neue Richtung schaffen wollte. In den Frankfurter Gelehrtenanzeigen wurde mittels eines Zwiegesprächs zwischen Merkur und H. Sachs Werbung dafür gemacht.
Enthalten:
I: Goethe, J. W. v.: [Neueröffnetes moralisch-politisches Puppenspiel, worinn:] 1. Prolog. SS. 3-6.
2. Des Künstlers Erdewallen, ein Drama. SS. 7-16.
3. Jahrmarktsfest zu Plundersweilern, ein Schönbartspiel. SS. 17-42.
4. Ein Fastnachtsspiel, auch wohl zu tragieren nach Ostern vom Pater Brey, dem falschen Propheten. SS. 43-66.
II: Goethe, J. W. v.: Prolog zu den neuesten Offenbarungen Gottes, verdeutscht durch D. C. F. Bahrdt. SS. 67-72.
III: Goethe, J. W. v.: Götter, Helden und Wieland, eine Farce. SS. 73-104.
IV: Merck, J. H.: Rhapsodie, von J. H. Reimhardt dem Jüngeren. SS. 105-118.
V: Wagner, H. L.: Prometheus, Deukalion und seine Recensenten. Mit zahlr. kl. Texthz. SS. 119-146.
VI. Lenz, J. M. R.: Menalk und Mopsus, eine Ekloge. SS. 147-170.
VII. Merck, J. H.: Pätus und Arria, eine Künstler-Romanze. Mit 1 Musikbeilage. SS. 171-180.
VIII: Reitzenstein, C. E.: Lotte bei Werthers Grab, eine Elegie. Mit 1 Musikbeilage. SS. 181-183.
Die von Goethe improvisierte Dichtung im Prolog des ersten Stückes ist wohl von Wagner überbracht. Das Stück „Götter, Helden und Wieland“ soll wohl von Goethe nicht zum Druck freigegeben worden sein, sondern Lenz veranlasste die Veröffentlichung des Textes, wie aus einem Brief an Herder vom 30. September 1775 hervorgeht (vgl. Lenz, Briefe 1, 132). Im Rückblick deutete Goethe die Veröffentlichung des Stücks durch Lenz als ein Unternehmen, „wodurch er mir zu schaden und mich beym Publikum in üblen Ruf zu setzen die Absicht hatte“. In einem Gespräch mit Johanna Fahlmer soll Goethe laut Überlieferung gesagt haben: „Den verfluchten Dreck schrieb ich in der Trunkenheit! Ich war trunken!“. Johanna Fahlmer erwähnte dies wohl ausführlich in einem Brief, den sie an Friedrich Heinrich Jacobi schrieb (zitiert von Fr. H. Jacobi in seinem Brief an Wieland vom 8. und 11. Mai 1774; aus „Joh. Wolfg. Goethe - Briefe - Historisch-kritische Ausgabe“, hrsg. von Georg Kurscheid, Norbert Oellers und Elke Richter.)
((Berieben und bestoßen. Gebrauchs- und altersfleckig, reparierte Papierblessuren, besonders erstes Bl. "Prolog". Es fehlen das Titelblatt und 4 Bll. Vorbericht und Inhalt.))
Goethe. - [Rheinischer Most. Erster Herbst. Hrsg. von Fr. Salzmann]. O. O. 1774-75. 16,7 x 10 cm. Mit 2 Musikbeilagen und zahlr. kl. Texthz. (es fehlen 4 Bll. Titel, Vorbericht und Inhalt; die fehlenden Bll. liegen in Fotokopie bei). SS. 3- 183. Marmorierter Pp.
(Berieben und bestoßen. Gebrauchs- und altersfleckig, reparierte Papierblessuren, besonders erstes Bl. „Prolog“. Es fehlen das Titelblatt und 4 Bll. Vorbericht und Inhalt.)
Meyer 132. Hagen 78 und 58, 60. Hirzel A 64 und Hirtzel (Forts.) S. 15. Vgl. VD 18 90938976 (nur Puppenspiel, datiert 1774). Goed. IV/1 768, 15; IV/3, 114, 75; 119, 78; 122, 87; 180, Zeile 1; 183, 17; 184, 18. - Seltenes Stück der Goethe-Literatur, das erste und einzig erschienene Heft. Herausgeber war F. R. Salzmann, angeregt durch Heinrich Leopold Wagner, einem Mitglied der Deutschen Gesellschaft, der ein Sprachrohr für die moderne neue Richtung schaffen wollte. In den Frankfurter Gelehrtenanzeigen wurde mittels eines Zwiegesprächs zwischen Merkur und H. Sachs Werbung dafür gemacht.
Enthalten:
I: Goethe, J. W. v.: [Neueröffnetes moralisch-politisches Puppenspiel, worinn:] 1. Prolog. SS. 3-6.
2. Des Künstlers Erdewallen, ein Drama. SS. 7-16.
3. Jahrmarktsfest zu Plundersweilern, ein Schönbartspiel. SS. 17-42.
4. Ein Fastnachtsspiel, auch wohl zu tragieren nach Ostern vom Pater Brey, dem falschen Propheten. SS. 43-66.
II: Goethe, J. W. v.: Prolog zu den neuesten Offenbarungen Gottes, verdeutscht durch D. C. F. Bahrdt. SS. 67-72.
III: Goethe, J. W. v.: Götter, Helden und Wieland, eine Farce. SS. 73-104.
IV: Merck, J. H.: Rhapsodie, von J. H. Reimhardt dem Jüngeren. SS. 105-118.
V: Wagner, H. L.: Prometheus, Deukalion und seine Recensenten. Mit zahlr. kl. Texthz. SS. 119-146.
VI. Lenz, J. M. R.: Menalk und Mopsus, eine Ekloge. SS. 147-170.
VII. Merck, J. H.: Pätus und Arria, eine Künstler-Romanze. Mit 1 Musikbeilage. SS. 171-180.
VIII: Reitzenstein, C. E.: Lotte bei Werthers Grab, eine Elegie. Mit 1 Musikbeilage. SS. 181-183.
Die von Goethe improvisierte Dichtung im Prolog des ersten Stückes ist wohl von Wagner überbracht. Das Stück „Götter, Helden und Wieland“ soll wohl von Goethe nicht zum Druck freigegeben worden sein, sondern Lenz veranlasste die Veröffentlichung des Textes, wie aus einem Brief an Herder vom 30. September 1775 hervorgeht (vgl. Lenz, Briefe 1, 132). Im Rückblick deutete Goethe die Veröffentlichung des Stücks durch Lenz als ein Unternehmen, „wodurch er mir zu schaden und mich beym Publikum in üblen Ruf zu setzen die Absicht hatte“. In einem Gespräch mit Johanna Fahlmer soll Goethe laut Überlieferung gesagt haben: „Den verfluchten Dreck schrieb ich in der Trunkenheit! Ich war trunken!“. Johanna Fahlmer erwähnte dies wohl ausführlich in einem Brief, den sie an Friedrich Heinrich Jacobi schrieb (zitiert von Fr. H. Jacobi in seinem Brief an Wieland vom 8. und 11. Mai 1774; aus „Joh. Wolfg. Goethe - Briefe - Historisch-kritische Ausgabe“, hrsg. von Georg Kurscheid, Norbert Oellers und Elke Richter.)