Los 157

Albrecht von Eyb, Spiegel der Sitten. Augsburg 1511.

Schätzpreis
€ 500
Ausrufpreis
€ 360
Los: 157
Kategorie: Alte Drucke bis 1600
Spiegel der Sitten. Im Latein genannt Speculum morum. Von guten und bösen Sitten. Von Sünden und Tugenden dargegen. Von Ständen und Ämptern mancherlay Personen. 28 x 19,5 cm. Titelbl. in Kopie eingebunden, 5 Bll., CXCI gez. Bll.(CXLII-CLX in Kopie). Blindgepr. Ldr. auf drei Bünden mit zwei Schließenhaften.

((Einband stark restauriert: berieben und bestoßen; Gelenke aufgeplatzt; Schließbänder fehlen. Bindung teils gelockert. Titelbl. mit Holzschnitt verso und 19 Bll. Text fehlen. Mit rotem, verblasstem Stift nachrubriziert. Leicht wellig und gebräunt. Wurmfraß.))

Eyb, Albrecht von: Spiegel der Sitten. Im Latein genannt Speculum morum. Von guten und bösen Sitten. Von Sünden und Tugenden dargegen. Von Ständen und Ämptern mancherlay Personen. Dabey auch nach völgklich Comedien Plauti in Menechino et Bachide und Philegema Ugolini. Kurtzweilig und schimpflich zu lesen. Darauß man nemen mag leere und underschid gutter Sitten und pöser dargegen. Die Guten zu begreiffen und die Bösen zu vermeiden... Augsburg: Rynmann 1511. 28 x 19,5 cm. Titelbl. in Kopie eingebunden, 5 Bll., CXCI gez. Bll. (CXLII-CLX in Kopie). Blindgepr. Ldr. auf drei Bünden mit zwei ehemaligen Messingschließen.

(Einband stark restauriert; Berieben und bestoßen; Gelenke aufgeplatzt; Schließbänder fehlen. Bindung teils gelockert. Titelbl. mit dem Holzschnitt des Verfassers verso und 19 Bll. Text fehlen und in Kopie ergänzt. Mit rotem, verblasstem Stift nachrubriziert. Leicht wellig und gebräunt. Wurmfraß.)

VD16 E 4749. Panzer, I, S. 327 f., 689. - Die ersten 5 Bll. mit einem Schreiben von Gabriel, dem Bischof von Eichstätt, an den Canonikus Johann Huff, darauf folgend dessen Antwort, worin Huff seine Furcht äußert, dass dieses Werk nicht durchgehend gebilligt werden möchte und schließlich der Vorrede des Verfassers, worin er die Veranlassung, diesen Spiegel der Sitten zu schreiben und von der Einteilung desselben redet, sowie auch die Frage untersucht: "Ob zimlich sey die Poeten zu lesen und zu gebrauchen". Das Werk ist in 4 Teile aufgeteilt. Der erste handelt von den sieben Todsünden und von sieben Tugenden dagegen; der zweite von den Eigenschaften der Personen und ihren Ämtern, vom Fürsten bis zum Bettler; der dritte und vierte enthalten Übersetzungen der auf dem Titel angezeigten drei Komödien (vgl. Panzer).