Los 144
Die Cronica van der hilliger Stat van Coellen. Köln: Joh. Koelhoff d. J. 1499 . 350 (v. 368) Bll.
Schätzpreis
€ 4.000
Ausrufpreis
€ 2.600
Los:
144
Kategorie:
Alte Drucke bis 1600
Die Cronica van der hilliger Stat van Coellen [Kölnische Chronik]. 29,4 x 19,7 cm. 350 Bll. (st. 368): [Fehlen 12 nn. Bll. Haupttitel und Register AB6] Fol.[i]-CCCl [fehlen Fol. lxviii, Clxv, CCCxi, CCCxii]. - [Am Schluss fehlen 2 leere Bll.]. Got. Typen. Einspaltig (fehlendes Register zweispaltig) zu 49 Zeilen; Kolumnentitel Später HLdr. mit goldgepr. Rt in Pp.-Schuber.
((Einband berieben und bestoßen. Stark restauriert. Zweiter Titel und letztes Blatt vollständig hinterlegt. 2 Bll. lose. Zahlreiche geklebte Risse und geschlossene Fehlstellen, Text- und Bildverlust meist von Hand ergänzt. Stellenweise ankoloriert, bzw. rubrizierte Majuskeln. Diverse Randmarginalien von alter Hand. Insgesamt stark gebräunt und fleckig.))
Koehlhoffsche Chronik. - Die Cronica van der hilliger Stat van Coellen [Kölnische Chronik]. Köln: Joh. Koehlhoff d. J., 23. Aug. 1499. 29,4 x 19,7 cm. 350 Bll. (st. 368): [Fehlen 12 nn. Bll. Haupttitel und Register AB 6] Fol.[I]-CCCl [fehlen Fol. LXVIII, CLXV, CCCXI, CCCXII]. - [Am Schluss fehlen 2 leere Bll.]. Got. Typen. Einspaltig (fehlendes Register zweispaltig) zu 49 Zeilen; Kolumnentitel. Mit 347 teils wiederholten Holzschnitten (von 368, fehlen der Hauptitel, 1 Bl. beidseitig mit insgesamt 18 Wappen-Hz., 1 Bl. mit zwei kleinen Holzschnitten).
Späteres HLdr. mit goldgepr. Rt.
(Einband berieben und bestoßen. Stark restauriert. Zweiter Titel und letztes Blatt vollständig hinterlegt. 2 Bll. lose. Zahlreiche geklebte Risse und geschlossene Fehlstellen, Text- und Bildverlust meist von Hand ergänzt. Stellenweise ankoloriert bzw. rubrizierte Majuskeln. Diverse Randmarginalien von alter Hand. Insgesamt stark gebräunt und fleckig.)
GW 6688. Hain 4989. Voulliéme Köln 324. Borchling/Claussen 312. Severin Corsten, Die Kölnische Chronik von 1499, Hbg 1982. - Die Kölnische Chronik gehört als reich bebildertes und in der Volkssprache geschriebenes Buch mit den zwei Jahrzehnte früher entstandenen Bilderbibeln zu den ungewöhnlichen Hervorbringungen des Kölner Buchdrucks der Inkunabelzeit (Corsten). Während dem Werk zur Zeit seines Erscheinens kein Erfolg beschieden war und es sogar zum wirtschaftlichen Ruin des Druckers und Verlegers Joh. Koehlhoff d. J. führte, ist die Kölnische Chronik heute als eines der wichtigsten Quellenwerke zur Kölner und rheinländischen Geschichte, als bedeutendes Denkmal der kölnisch-ripuarischen Sprache oder auch als Beleg für die Rolle Gutenbergs als Erfinder des Buchdrucks aus der neueren Forschungsgeschichte nicht mehr wegzudenken.
Die ungewöhnlich hohe Anzahl von Holzschnitten scheint aus dem Erfolg der Schedelschen Weltchronik zu resultieren, ist aber auch zu einem wesentlichen Teil von einer handschriftlich überlieferten stadtkölnischen Chronik abhängig: der um 1470 entstandenen "Agrippina" des Heinrich von Beeck. Die Holzschnitte zeigen frühe Stadtansichten von Köln, historische Szenen, Porträts und Wappen (darunter der doppelblattgr. Quaternionenadler). - Bei dem anonym gebliebenen Verfasser, über den man seit Jahrhunderten Vermutungen anstellt, handelt es sich möglicherweise um einen Mönch der Augustiner-Eremiten (vgl. Corsten). - Die Auflage des Buches hat laut Corsten kaum über 250 Exemplare betragen, bekannt sind 209 Exemplare/Fragmente in öffentlichen Einrichtungen.
((Einband berieben und bestoßen. Stark restauriert. Zweiter Titel und letztes Blatt vollständig hinterlegt. 2 Bll. lose. Zahlreiche geklebte Risse und geschlossene Fehlstellen, Text- und Bildverlust meist von Hand ergänzt. Stellenweise ankoloriert, bzw. rubrizierte Majuskeln. Diverse Randmarginalien von alter Hand. Insgesamt stark gebräunt und fleckig.))
Koehlhoffsche Chronik. - Die Cronica van der hilliger Stat van Coellen [Kölnische Chronik]. Köln: Joh. Koehlhoff d. J., 23. Aug. 1499. 29,4 x 19,7 cm. 350 Bll. (st. 368): [Fehlen 12 nn. Bll. Haupttitel und Register AB 6] Fol.[I]-CCCl [fehlen Fol. LXVIII, CLXV, CCCXI, CCCXII]. - [Am Schluss fehlen 2 leere Bll.]. Got. Typen. Einspaltig (fehlendes Register zweispaltig) zu 49 Zeilen; Kolumnentitel. Mit 347 teils wiederholten Holzschnitten (von 368, fehlen der Hauptitel, 1 Bl. beidseitig mit insgesamt 18 Wappen-Hz., 1 Bl. mit zwei kleinen Holzschnitten).
Späteres HLdr. mit goldgepr. Rt.
(Einband berieben und bestoßen. Stark restauriert. Zweiter Titel und letztes Blatt vollständig hinterlegt. 2 Bll. lose. Zahlreiche geklebte Risse und geschlossene Fehlstellen, Text- und Bildverlust meist von Hand ergänzt. Stellenweise ankoloriert bzw. rubrizierte Majuskeln. Diverse Randmarginalien von alter Hand. Insgesamt stark gebräunt und fleckig.)
GW 6688. Hain 4989. Voulliéme Köln 324. Borchling/Claussen 312. Severin Corsten, Die Kölnische Chronik von 1499, Hbg 1982. - Die Kölnische Chronik gehört als reich bebildertes und in der Volkssprache geschriebenes Buch mit den zwei Jahrzehnte früher entstandenen Bilderbibeln zu den ungewöhnlichen Hervorbringungen des Kölner Buchdrucks der Inkunabelzeit (Corsten). Während dem Werk zur Zeit seines Erscheinens kein Erfolg beschieden war und es sogar zum wirtschaftlichen Ruin des Druckers und Verlegers Joh. Koehlhoff d. J. führte, ist die Kölnische Chronik heute als eines der wichtigsten Quellenwerke zur Kölner und rheinländischen Geschichte, als bedeutendes Denkmal der kölnisch-ripuarischen Sprache oder auch als Beleg für die Rolle Gutenbergs als Erfinder des Buchdrucks aus der neueren Forschungsgeschichte nicht mehr wegzudenken.
Die ungewöhnlich hohe Anzahl von Holzschnitten scheint aus dem Erfolg der Schedelschen Weltchronik zu resultieren, ist aber auch zu einem wesentlichen Teil von einer handschriftlich überlieferten stadtkölnischen Chronik abhängig: der um 1470 entstandenen "Agrippina" des Heinrich von Beeck. Die Holzschnitte zeigen frühe Stadtansichten von Köln, historische Szenen, Porträts und Wappen (darunter der doppelblattgr. Quaternionenadler). - Bei dem anonym gebliebenen Verfasser, über den man seit Jahrhunderten Vermutungen anstellt, handelt es sich möglicherweise um einen Mönch der Augustiner-Eremiten (vgl. Corsten). - Die Auflage des Buches hat laut Corsten kaum über 250 Exemplare betragen, bekannt sind 209 Exemplare/Fragmente in öffentlichen Einrichtungen.