Los 231
Agostino Dati, Opera. Siena 1503. - Angebund.: Conrad Brälin von Trochtelfingen, Hymnorum expositio. Lat./dt. Handschrift. 1467.
Schätzpreis
€ 2.000
Ausrufpreis
€ 1.400
Los:
231
Kategorie:
Alte Drucke bis 1600
Opera. 31,5 x 21 cm. Mit zahlr. Hz.-Initialen, auf der letzten Seite ganzs. Hz.-Druckermarke. 14 nn. Bll., Bl. I-XXV, 1 w. Bl., Bl. XXIX-CCLXXXX (nach XXV ein Bl. in der Foliierung übersprungen). Blindgepr. Schweinsleder des 16. Jhs. über Holzdeckeln auf vier Bünden, mit altem hs. Deckeltitel u. Titel auf dem Vorderschnitt sowie Resten von Signaturschildern u. alte Signaturziffer "79" auf dem Rücken. Blindprägung mit dreifachem Rahmen aus dreifach
((Berieben, Deckel wurmstichig, 2 Schließen mit Beschlägen verloren. Innen etwa im ersten und letzten Sechstel kleinere Wurmgänge. Teilweise außen etwas feuchtrandig. Titel und drei weitere Blätter mit zeitgenöss. Besitzeinträgen. Einige zeitgenössische Tintenmarginalien. Das erste leere Blatt der Handschrift feuchtfleckig und außen mit Leimspuren.))
Dati, Agostino: Opera. Siena: Simeone di Niccolò Nardi, 1503, 27. Okt. 31,5 x 21 cm. Mit zahlr. Hz.-Initialen, auf der letzten Seite ganzs. Hz.-Druckermarke. 14 nn. Bll., Bl. I-XXV, 1 w. Bl., Bl. XXIX-CCLXXXX (nach XXV ein Bl. in der Foliierung übersprungen).
Blindgepr. Schweinsleder des 16. Jhs. über Holzdeckeln auf vier Bünden, mit altem hs. Deckeltitel u. Titel auf dem Vorderschnitt sowie Resten von Signaturschildern u. alte Signaturziffer "79" auf dem Rücken. Blindprägung der Deckel mit dreifachem Rahmen aus dreifachen Streicheisenlinien, außen Rollenstempel mit Blumenranken und Vögeln, innen eine weitere schmalere Rolle mit Blattranken und Vögeln, im Mittelfeld drei Blattwerkstempel.
Beigebunden: [H]ymnorum expositio. Lateinische und deutsche Handschrift auf Papier. o. O. [schwäbisch], 1467, 13. März. "Scriptum a me Cu[o]nrado brälin de Trochtelfingen".
Papier. 39 Bll. (ohne 1 leeres[?] Bl. am Schluss). Lagen mit Wortreklamanten: a10, b12, c12, d6-1. 315 x 210 mm. Schriftraum 146 x 233 mm. Zweispaltig zu 41-51 Zeilen. Bastarda in brauner Tinte. Rubriziert, zahlr. rote Lombarden. Wasserzeichen: Zwei gekreuzte Schlüssel, darüber Kreuz (Ansbach 1466. - Piccard 121294).
Beginnt mit (Fol. 2ra:) "1. In adve[n]tu ad uesp[er]as / (C)Onditor alme sideru[m] | O alme [con]dito[r] o du hailger | schöpffer ...", endet mit dem Hymnus zur Vesper des Festes St. Afrae, der Schutzheiligen Augsburgs (Fol. 39ra:) "(G)Aude ciuitas augusta. Du stat o[u]g | spurg frö[w] dich ...". Kolophon in Rot: "Et sic est finis ymnor[um] expo-|sic[ionis] p[er] c[urri]culu[m] an[n]i ... 1467 die p[ro]xi[mo] p[ost] festu[m] g[re]go[r]ij.
(Berieben, Deckel wurmstichig, 2 Schließen mit Beschlägen verloren. Innen etwa im ersten und letzten Sechstel kleinere Wurmgänge. Teilweise außen etwas feuchtrandig. Titel und drei weitere Blätter mit zeitgenöss. Besitzeinträgen. Einige zeitgenössische Tintenmarginalien. Das erste leere Blatt der Handschrift feuchtfleckig und außen mit Leimspuren.)
(1) EDIT16 CNCE 16026. - Erste Gesamtausgabe der Werke des Rhetorikers Agostino Dati aus Siena (1420-1478), posthum von seinem Neffen Girolamo Dati herausgegeben.
(2) Eine Auslegung der Hymnen im Stundengebet durch einen bisher nicht bekannten Cuonrad Brälin aus Trochtelfingen. Urkundlich belegt sind in Trochtelfingen der Pfarrer Eberhard Brälin (1421) und der Kirchherr Johannes (Hans) Brälin 1457). - Die Hymnen oder Hymnenstrophen sind nach der Abfolge der Feste im Kirchenjahr geordnet. Auf einen Abschnitt mit dem lateinischen Text eines Hymnus, der durch eine glossenartige Wort-für-Wort-Übersetzung ins Deutsche durchschossen ist, folgt jeweils als zweiter Teil eine zusammenhängende deutsche Übersetzung bzw. freiere Paraphrasierung des Hymnus, meist überschrieben mit "des ymnus mainung kurtz" oder "sensus brevis" o.ä. - Der abschließende Hymnus zum Fest der Hl. Afra gibt wahrscheinlich einen Hinweis auf die Stadt Augsburg als Schreibort.
Auf dem Titelblatt und in Abwandlung wdh. auf Bl. CIIIIv sowie auf der ersten leeren Seite und am Schluss der Handschrift der Besitzeintrag "F T[?] Molitoris Augusten[sis] Flo[rentiae?] mit den Jahreszahlen 1512 (Titel), 1510 (fol. CIIII) bzw. 1514 (Handschrift). Am Schluss nennt sich der Vorbesitzer "Theo[logiae] P[ro]fessoris". Auf dem Titel des Druckes der spätere Besitzvermerk des Dominikanerklosters in Rottweil "Conventus Rottwilani Fratrum Præd[icato]r[u]m.". - Möglicherweise stammt das Buch ursprünglich von den Ulmer Dominikanern, die in den Jahren 1535 bis 1545 in den Reformationswirren in Rottweil Zuflucht fanden. Bereits in Ulm könnten die beiden Teile aus dem Vorbesitz des Molitoris zusammengebunden worden sein.
Ein seltener Frühdruck zusammen mit einer bisher unveröffentlichten Manuskript mit einer lateinisch-deutschen Hymnenauslegung durch einen bisher unbekannten schwäbischen Autor von interessanter Provenienz.
((Berieben, Deckel wurmstichig, 2 Schließen mit Beschlägen verloren. Innen etwa im ersten und letzten Sechstel kleinere Wurmgänge. Teilweise außen etwas feuchtrandig. Titel und drei weitere Blätter mit zeitgenöss. Besitzeinträgen. Einige zeitgenössische Tintenmarginalien. Das erste leere Blatt der Handschrift feuchtfleckig und außen mit Leimspuren.))
Dati, Agostino: Opera. Siena: Simeone di Niccolò Nardi, 1503, 27. Okt. 31,5 x 21 cm. Mit zahlr. Hz.-Initialen, auf der letzten Seite ganzs. Hz.-Druckermarke. 14 nn. Bll., Bl. I-XXV, 1 w. Bl., Bl. XXIX-CCLXXXX (nach XXV ein Bl. in der Foliierung übersprungen).
Blindgepr. Schweinsleder des 16. Jhs. über Holzdeckeln auf vier Bünden, mit altem hs. Deckeltitel u. Titel auf dem Vorderschnitt sowie Resten von Signaturschildern u. alte Signaturziffer "79" auf dem Rücken. Blindprägung der Deckel mit dreifachem Rahmen aus dreifachen Streicheisenlinien, außen Rollenstempel mit Blumenranken und Vögeln, innen eine weitere schmalere Rolle mit Blattranken und Vögeln, im Mittelfeld drei Blattwerkstempel.
Beigebunden: [H]ymnorum expositio. Lateinische und deutsche Handschrift auf Papier. o. O. [schwäbisch], 1467, 13. März. "Scriptum a me Cu[o]nrado brälin de Trochtelfingen".
Papier. 39 Bll. (ohne 1 leeres[?] Bl. am Schluss). Lagen mit Wortreklamanten: a10, b12, c12, d6-1. 315 x 210 mm. Schriftraum 146 x 233 mm. Zweispaltig zu 41-51 Zeilen. Bastarda in brauner Tinte. Rubriziert, zahlr. rote Lombarden. Wasserzeichen: Zwei gekreuzte Schlüssel, darüber Kreuz (Ansbach 1466. - Piccard 121294).
Beginnt mit (Fol. 2ra:) "1. In adve[n]tu ad uesp[er]as / (C)Onditor alme sideru[m] | O alme [con]dito[r] o du hailger | schöpffer ...", endet mit dem Hymnus zur Vesper des Festes St. Afrae, der Schutzheiligen Augsburgs (Fol. 39ra:) "(G)Aude ciuitas augusta. Du stat o[u]g | spurg frö[w] dich ...". Kolophon in Rot: "Et sic est finis ymnor[um] expo-|sic[ionis] p[er] c[urri]culu[m] an[n]i ... 1467 die p[ro]xi[mo] p[ost] festu[m] g[re]go[r]ij.
(Berieben, Deckel wurmstichig, 2 Schließen mit Beschlägen verloren. Innen etwa im ersten und letzten Sechstel kleinere Wurmgänge. Teilweise außen etwas feuchtrandig. Titel und drei weitere Blätter mit zeitgenöss. Besitzeinträgen. Einige zeitgenössische Tintenmarginalien. Das erste leere Blatt der Handschrift feuchtfleckig und außen mit Leimspuren.)
(1) EDIT16 CNCE 16026. - Erste Gesamtausgabe der Werke des Rhetorikers Agostino Dati aus Siena (1420-1478), posthum von seinem Neffen Girolamo Dati herausgegeben.
(2) Eine Auslegung der Hymnen im Stundengebet durch einen bisher nicht bekannten Cuonrad Brälin aus Trochtelfingen. Urkundlich belegt sind in Trochtelfingen der Pfarrer Eberhard Brälin (1421) und der Kirchherr Johannes (Hans) Brälin 1457). - Die Hymnen oder Hymnenstrophen sind nach der Abfolge der Feste im Kirchenjahr geordnet. Auf einen Abschnitt mit dem lateinischen Text eines Hymnus, der durch eine glossenartige Wort-für-Wort-Übersetzung ins Deutsche durchschossen ist, folgt jeweils als zweiter Teil eine zusammenhängende deutsche Übersetzung bzw. freiere Paraphrasierung des Hymnus, meist überschrieben mit "des ymnus mainung kurtz" oder "sensus brevis" o.ä. - Der abschließende Hymnus zum Fest der Hl. Afra gibt wahrscheinlich einen Hinweis auf die Stadt Augsburg als Schreibort.
Auf dem Titelblatt und in Abwandlung wdh. auf Bl. CIIIIv sowie auf der ersten leeren Seite und am Schluss der Handschrift der Besitzeintrag "F T[?] Molitoris Augusten[sis] Flo[rentiae?] mit den Jahreszahlen 1512 (Titel), 1510 (fol. CIIII) bzw. 1514 (Handschrift). Am Schluss nennt sich der Vorbesitzer "Theo[logiae] P[ro]fessoris". Auf dem Titel des Druckes der spätere Besitzvermerk des Dominikanerklosters in Rottweil "Conventus Rottwilani Fratrum Præd[icato]r[u]m.". - Möglicherweise stammt das Buch ursprünglich von den Ulmer Dominikanern, die in den Jahren 1535 bis 1545 in den Reformationswirren in Rottweil Zuflucht fanden. Bereits in Ulm könnten die beiden Teile aus dem Vorbesitz des Molitoris zusammengebunden worden sein.
Ein seltener Frühdruck zusammen mit einer bisher unveröffentlichten Manuskript mit einer lateinisch-deutschen Hymnenauslegung durch einen bisher unbekannten schwäbischen Autor von interessanter Provenienz.