Los 701
J. Versor, Questiones super metaphisicam Arestotelis cum textu eiusdem. (Köln, um 1489-94). - Angeb.: Questiones magistri Johannis Versoris super libros ethicorum Arestotelis. Köln 1491.
Schätzpreis
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€ 1.000
Los:
701
Kategorie:
Alte Drucke bis 1600
Aristoteles. - Versor, Johannes: Questiones super metaphisicam Arestotelis cu(m) textu eiusdem. (Köln: Heinrich Quentel, um 1489-94). 28,2 x 20 cm. 1 Bl., 114 (von 116) röm. num. Bll., 1 Bl. Gotische Typen in zwei Kolumnen. Durchgehend rubriziert. Zwischen zwei Holzdeckel ohne Rücken gebunden.
(Deckel beschabt, rissig und feuchtfleckig. Schließen verloren. Bindung gelockert. Die ersten beiden Lagen aus der Bindung gelöst. Titel wasserfleckig, wurmspurig, mit gelöschtem Besitzvermerk, zeitgenössischem Besitzvermerk in brauner Tinte und modernem Besitzvermerk in blauer Tinte. Es fehlen die Bll. r³ und r⁴. Unregelmäßig gebräunt, feuchtrandig, stellenweise mit größeren Wasserflecken, kleinen Randeinrissen und Randanschmutzungen.)
GW 50255. Hain 16051. Goff V-258 (datiert den Druck auf den Zeitraum 1489-1494). - Früher, wohl Kölner Druck des Metaphysik-Kommentars des Pariser Dominikaners Johannes Versor († um 1485). Die Schriften des Magisters der Pariser Universität und Verfassers zahlreicher Aristoteles-Kommentare stehen im Zeichen einer dezidiert thomistisch geprägten Aristoteles-Interpretation, ohne sich auf eine bloße Kompilation der Lehre des Thomas von Aquin zu beschränken. Versor kommt insbesondere das Verdienst zu, die aristotelische Philosophie in einer für den universitären Unterricht geeigneten Form mit den Grundpositionen der thomistischen Schule zu vermitteln. Seine Kommentare sind Zeugnisse jener für das 15. Jahrhundert charakteristischen Verwissenschaftlichung und Verschulung der Aristoteles-Rezeption. Die Nähe zum Thomismus ist zugleich im Kontext der zeitgenössischen Konkurrenz der philosophischen Schulen zu verstehen, die neben thomistischen Positionen die Traditionen des Albertismus, Scotismus und Nominalismus vertraten. Die vorliegende Kölner Inkunabel ist daher nicht allein als früher Druck eines Aristoteles-Kommentars von Interesse, sondern auch als Zeugnis der Verbreitung des Thomismus und der spätmittelalterlichen Universitätsphilosophie durch den frühen Buchdruck.
Angebunden: Versor, Johannes: Questiones super libros ethicorum Arestotelis et text(u) eiusdem. Cum singulari diligentia correcte. Köln: Heinrich Quentel 1491. 1 Bl., 119 (von 122) röm. num., 2 Bll. Gotische Typen in zwei Kolumnen. Durchgehend rubriziert. (Titel braunfleckig. Durchgehend feuchtrandig. Bl. r² und die letzten 3 Bll. aus der Bindung gelöst. Es fehlen die Bll. r³, r⁴, r⁵. Die Bll. IX und XII mit XLV und XLVIII verheftet. Mit einigen Marginalien.) - GW 50232. Hain 16053. Goff V-255.
(Deckel beschabt, rissig und feuchtfleckig. Schließen verloren. Bindung gelockert. Die ersten beiden Lagen aus der Bindung gelöst. Titel wasserfleckig, wurmspurig, mit gelöschtem Besitzvermerk, zeitgenössischem Besitzvermerk in brauner Tinte und modernem Besitzvermerk in blauer Tinte. Es fehlen die Bll. r³ und r⁴. Unregelmäßig gebräunt, feuchtrandig, stellenweise mit größeren Wasserflecken, kleinen Randeinrissen und Randanschmutzungen.)
GW 50255. Hain 16051. Goff V-258 (datiert den Druck auf den Zeitraum 1489-1494). - Früher, wohl Kölner Druck des Metaphysik-Kommentars des Pariser Dominikaners Johannes Versor († um 1485). Die Schriften des Magisters der Pariser Universität und Verfassers zahlreicher Aristoteles-Kommentare stehen im Zeichen einer dezidiert thomistisch geprägten Aristoteles-Interpretation, ohne sich auf eine bloße Kompilation der Lehre des Thomas von Aquin zu beschränken. Versor kommt insbesondere das Verdienst zu, die aristotelische Philosophie in einer für den universitären Unterricht geeigneten Form mit den Grundpositionen der thomistischen Schule zu vermitteln. Seine Kommentare sind Zeugnisse jener für das 15. Jahrhundert charakteristischen Verwissenschaftlichung und Verschulung der Aristoteles-Rezeption. Die Nähe zum Thomismus ist zugleich im Kontext der zeitgenössischen Konkurrenz der philosophischen Schulen zu verstehen, die neben thomistischen Positionen die Traditionen des Albertismus, Scotismus und Nominalismus vertraten. Die vorliegende Kölner Inkunabel ist daher nicht allein als früher Druck eines Aristoteles-Kommentars von Interesse, sondern auch als Zeugnis der Verbreitung des Thomismus und der spätmittelalterlichen Universitätsphilosophie durch den frühen Buchdruck.
Angebunden: Versor, Johannes: Questiones super libros ethicorum Arestotelis et text(u) eiusdem. Cum singulari diligentia correcte. Köln: Heinrich Quentel 1491. 1 Bl., 119 (von 122) röm. num., 2 Bll. Gotische Typen in zwei Kolumnen. Durchgehend rubriziert. (Titel braunfleckig. Durchgehend feuchtrandig. Bl. r² und die letzten 3 Bll. aus der Bindung gelöst. Es fehlen die Bll. r³, r⁴, r⁵. Die Bll. IX und XII mit XLV und XLVIII verheftet. Mit einigen Marginalien.) - GW 50232. Hain 16053. Goff V-255.